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Unterricht: Winter und Frühling im Nationalpark

Die Eifel – Wege in die Wildnis: Winter und Frühling im Nationalpark

Der Schwerpunkt der Unterrichtsvorschläge liegt auf dem Fach Biologie. Jüngere Schüler betrachten Tiere und Pflanzen in ihrem Lebensraum und ihre Anpassung an die Jahreszeiten. Ältere Jahrgangsstufen untersuchen den Wald als Ökosystem und die Prozesse der Sukzession: Wie erobert die Natur sich Wirtschaftswälder zurück?

  • Ein Wildschwein steht im schneebedeckten Boden nach Nahrung; Rechte: WDR Das Wildschwein gehört zu den zahlreichen Bewohnern des Nationalparks; Rechte: WDR

Tiere und Pflanzen im Nationalpark

In beiden Filmen über den Nationalpark (Sommer und Herbst, Winter und Frühling) werden eine Reihe von Tieren und Pflanzen vorgestellt, die ihren Lebensraum im Nationalpark haben. In Jahrgangsstufe 5 und 6 lernen die Schülerinnen und Schüler, einzelne Tier- und Pflanzenarten und deren Angepasstheit an den Lebensraum und seine jahreszeitlichen Veränderungen darzustellen. Die Klasse kann arbeitsteilig die im Film erwähnten Tier- und Pflanzenarten herausschreiben und Steckbriefe nach relevanten Kriterien aufstellen. Wir haben exemplarisch Arbeitsblätter für einige Arten erstellt und dabei zudem Bezüge zu anderen lehrplanrelevanten Aspekten hergestellt: Arbeitsblatt 1 "Steckbrief Säugetier" behandelt den Rotfuchs und das Wildschwein. Analog lassen sich andere Tierarten bearbeiten. Beim Wildschwein haben wir eine Vergleichsaufgabe zum Hausschwein angefügt (Aspekt Nutztiere und ihre wilden Verwandten). Die Narzisse ist ein Beispiel für die Frühblüher unter den Blütenpflanzen. Auf Arbeitsblatt 2 "Narzisse" unterscheiden die Schüler die Grundorgane der Blütenpflanze, nennen deren wesentliche Funktionen und erklären die Besonderheiten der Frühblüher.

Arbeitsblatt 3 "Laub- und Nadelbaum" stellt die Fichte der Buche gegenüber. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen beide Bäume in Aufbau, Fortpflanzung, Lebenszyklus und ihren Ansprüchen an Boden und Klima. Dieses Arbeitsblatt eignet sich auch für ältere Schüler, denn auf der Basis dieser Informationen können sie Fragen beantworten, die im Film aufgeworfen wurden: Warum wachsen Fichten besonders schnell dort, wo viele Niederschläge fallen? Warum sind Laubbäume möglicherweise ein besserer Schutz gegen Überschwemmung und Bodenerosion? Und wieso sollen im Nationalpark Fichtenforste in natürliche Buchenwälder zurückverwandelt werden?

  • Ein Harvester transportiert einen gefällter Baumstamm mit seinem Kranarm; Rechte: WDR Im Fichtenwald werden vom Borkenkäfer befallene Bäume gefällt; Rechte: WDR

Ältere Jahrgangsstufen der Sekundarstufe 1 und 2 betrachten den Wald als Ökosystem und vergleichen zunächst den Fichtenwald als Wirtschaftwald mit dem natürlich gewachsenen Laubwald, der im Nationalpark nach und nach entsteht. Zunächst entnehmen sie dem Film die Informationen über beide Waldformen und tragen die Unterschiede in die Tabelle von Arbeitsblatt 4 "Wirtschaftswald" ein. Dabei bieten die Ergebnisse von Arbeitsblatt 3 über die Fichte und Buche eine gute Ergänzung zu den Informationen aus dem Film.

Sukzession im Nationalpark

In der Oberstufe untersuchen die Schülerinnen und Schüler den Prozess der Sukzession am Beispiel der Dreiborner Hochfläche. Auf Arbeitsblatt 5 "Sukzession" werden die drei Stadien beschrieben, die die Sukzession durchläuft. Die Schüler erklären mit Hilfe der Informationen aus dem Film und der Internetseite des Nationalparks den konkreten Ablauf der Sukzession anhand der dortigen Standortfaktoren.

Das Thema Sukzession eignet sich auch für eine Exkursion, die durch die Bearbeitung von Arbeitsblatt 6 "Exkursion" vorbereitet werden kann. Auch Industriebrachen, stillgelegte Bahnstrecken oder Autobahnrandstreifen sind Gebiete, in denen die Sukzession beobachtet werden kann. Zunächst muss geklärt werden, ob und wie die Gebiete zugänglich sind. Dann fertigen die Schülerinnen und Schüler dazu eine Skizze an, in der sie vor Ort bestimmte Pflanzen einzeichnen und so feststellen, wie weit die Sukzession fortgeschritten ist. Arbeitsblatt 6 gibt außerdem Anregungen für eine biohistorische Recherche: Welchen Einflüssen war das entsprechende Stück Land ausgesetzt? Wie schlagen sich diese Einflüsse heute nieder? Seit wann ist das Landstück unberührt? Wie lange würde die Abfolge der Pflanzen brauchen, um dort mitteleuropäischen Urwald entstehen zu lassen?

Das im Film angesprochene Forschungsprojekt Tereno beschäftigt sich dem Klimawandel und untersucht die biologischen Implikationen des Umwandlungsprozesses im Nationalpark für das Klima und den Wasserhaushalt. Zentrale Frage ist, wie sich veränderte Landnutzung und Klimawandel auf den Wasser- und Stoffhaushalt auswirken. Die Schüler vollziehen nach, wie die Umweltwissenschaftler von der Fragestellung zu Methoden der Datenerhebung und Ergebnissen gelangen wollen und setzen sich mit dem Untersuchungsdesign auseinander. Am Beispiel dieses Projekts erklären sie den Zusammenhang von Klimaveränderung, veränderter Bodennutzung, CO2-Haushalt und Biodiversität.

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  • Externer LinkÜberleben nach dem Sturm

    1999 schlug der Orkan Lothar große Schneisen in Waldgebiete Süddeutschlands. Heute hat dort die Sukzession eingesetzt. Der Film beschreibt, wie sich die Natur die zerstörten Gebiete zurückeroberte, welche Pionierarten den Anfang machten und wie neue Waldstrukturen entstehen. Wo früher artenarmer Fichtenforst stand, wächst heute Laubmischwald heran. Das erfordert auch ein Umdenken in der Forstwirtschaft.

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