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Unterricht: Sommer und Herbst im Nationalpark

Die Eifel – Wege in die Wildnis: Sommer und Herbst im Nationalpark Eifel

Im Nationalpark Eifel gibt es verschiedene Naturräume: Gewässer, Grasland, Heide und vor allem Wald. Während manche Naturräume nur mit Hilfe des Menschen erhalten bleiben wie das Grasland, zieht er sich aus dem Wald mehr und mehr zurück und wird in einigen Jahrzehnten gar nicht mehr eingreifen.

Welche Rolle Großschutzgebiete im Konzept des Naturschutzes spielen und wie die Tier- und Pflanzenarten in den Ökosystemen voneinander abhängen, sind die Schwerpunkte der Unterrichtsvorschläge. Der Film eignet sich sowohl für Erdkunde als auch für Biologie. Ideal wäre fächerverbindender Unterricht.

Nationalparks und andere Großschutzgebiete in Deutschland

In Erdkunde ordnen die Schülerinnen und Schüler den Nationalpark in das Konzept von Großschutzgebieten in Deutschland ein, zu denen außerdem Biosphärenreservate und Naturparks gehören. Sie recherchieren in Gruppen die Merkmale der drei Typen und suchen jeweils ein Beispiel heraus (Arbeitsblatt "Großschutzgebiete"). Ausführliche Informationen gibt es bei Planet Wissen, Stichwort "Wildnis in Deutschland" und beim Bundesamt für Naturschutz, siehe Linkliste. Die Konzepte unterscheiden sich vor allem durch die Art der Naturräume und Besiedlungsstruktur, der touristischen Nutzung und wie der Mensch in die Entwicklung der Schutzgebiete eingreift.

Im zweiten Schritt lernen sie die charakteristischen Naturräume kennen, die in deutschen Nationalparks geschützt werden. Sie recherchieren ein Beispiel für jeden der vier am weitesten verbreiteten Landschaftstypen und beschreiben die naturgeografischen Strukturen. Als Informationsquellen dienen die Internetseiten des Bundesamts für Naturschutz und der jeweiligen Nationalparks. Dabei bietet sich arbeitsteiliges Vorgehen an (Gruppenpuzzle). Sie ordnen den Nationalpark Eifel in die Typisierung ein.

Anschließend betrachten sie den Nationalpark unter biologischen Gesichtspunkten und beschreiben die für ein Ökosystem charakteristischen Arten. Mit Arbeitsblatt 2 "Bedrohte Arten" untersuchen die Schüler ebenfalls arbeitsteilig je einen Lebensraum des Parks (Gewässer, Wald, Grasland, Felsen und Heiden sowie Moore und Feuchtheiden). Sie bestimmen die vorherrschenden abiotischen Umweltfaktoren und typische Arten. Für jeden Lebensraum stellen sie einen kurzen Steckbrief für eine bedrohte Pflanzen- und Tierart zusammen. Sie erfahren dabei, welche Bedeutung ausgewählter Umweltbedingungen wie Licht, Temperatur oder Feuchtigkeit für ein Ökosystem haben. Auf der Internetseite des Nationalparks finden die Schülerinnen und Schüler ausführliche Informationen zu jedem Bereich. Die Plakate können mit einem Galeriegang in Gruppen besichtigt werden, bei dem jeweils der Vertreter der Gruppe, die das Plakat erstellt hat, die Ergebnisse vorstellt.

Ökosystem Wald

Mehrere Arbeitsblätter beschäftigen sich mit der Funktionsweise des Ökosystems Wald. Jüngere Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 lernen mit Arbeitsblatt 3 "Stockwerke des Walds" den Aufbau des Ökosystems kennen, benennen die Stockwerke und suchen einige typische Bewohner der Stockwerke heraus. Im Anschluss beschreiben sie exemplarisch die Beziehung zwischen Tier- und Pflanzenarten auf der Ebene der Produzenten und Konsumenten (Arbeitsblatt 4 "Nahrungspyramide"). Die Animation "Nahrungskreislauf" in diesem Wissenspool verdeutlicht diese Zusammenhänge auf witzige Art und Weise. Wenn die Schüler vorher die Arbeitsblätter bearbeitet haben, können sie die dargestellten Vorgänge in der Animation mit Fachbegriffen erklären.

  • Ein dunkler Borkenkäfer kriecht auf einem Stück Totholz; Rechte: WDR Der Borkenkäfer ist im Nationalpark gern gesehen, weil er bei der Umgestaltung des Waldes hilft; Rechte: WDR

Arbeitsblatt 5 "Stoffkreislauf" vertieft diese Wechselwirkung zwischen Produzenten, Konsumenten und Destruenten und ist für ältere Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 geeignet. Sie erklären die Wechselwirkung und erläutern ihre Bedeutung im Ökosystem. Die grafische Darstellung lässt sich um den Energiefluss erweitern. Totholz ist im Wirtschaftswald selten, im Naturwald aber gern gesehen. Als eigener kleiner Lebensraum beheimatet er vielen Arten, die aufeinander folgen und beim Abbau des Totholzes unterschiedliche Funktionen einnehmen. Diesen Kreislauf Besiedlung – Zersetzung – Bodenbildung recherchieren die Schülerinnen und Schüler mit Arbeitsblatt 6 "Totholz".

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  • Externer LinkLebensraum Wald

    Zum Lebensraum Wald hat der SWR eine DVD-ROM herausgegeben, die über die Landesmedienzentren Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bestellt werden kann. Die DVD nutzt alle multimedialen Möglichkeiten, um den Benutzern auf vielfältige Weise den Wald, seine Bewohner und seine Bedeutung näher zu bringen. Geschichte, Ökologie, Artenreichtum, einfache Nahrungsketten oder komplexe Nahrungsnetze - alles wird hier erlebbar. Auszüge finden Sie im Wissenspool "Lebensräume entdecken: Der Wald."

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