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Sendungsinhalt: Die außergewöhnliche Reise der Menschheit

Vom Australopithecus über den Homo erectus zum Neandertaler und schließlich zum modernen Menschen – so geradlinig stellte man sich lange den Stammbaum des Menschen vor. Aber in den letzten Jahren hat die Evolutionsforschung enorme Fortschritte gemacht, die zeigen, dass die Entwicklung der menschlichen Spezies noch komplexer ist als gedacht. Verschiedene Arten von Frühmenschen begaben sich auf die außergewöhnliche Reise, unseren Planeten zu besiedeln. Manche existierten sogar zeitgleich miteinander. Welche Spuren sie hinterlassen haben, was wir daraus über ihre Lebensweise schließen können und wie sie zum Teil sogar in unserer DNA weiterleben, zeigt dieser mit aufwändigen Computer-Animationen ausgestattete Film.

Filmskript: Die außergewöhnliche Reise der Menschheit

Die außergewöhnliche Reise der Menschheit

Kapitelübersicht:

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Ardipithecus ramidus – mit aufrechtem Gang in Richtung „Mensch“

00:00 – 07:43

Milliarden Menschen leben auf der Erde und wir alle gehören zu ein und derselben Art: Homo sapiens. Das war nicht immer so! Der Werdegang der Menschheit verlief alles andere als geradlinig. Unser Stammbaum hat viele Verzweigungen und Sackgassen und bis heute ist noch nicht geklärt, wann und wo genau sich die Wege von Menschen und Menschenaffen trennten. In einer Grabungsstätte in Äthiopien sucht ein internationales Team um den Paläoanthropologen Tim White nach Hinweisen auf das Leben unserer Vorfahren. Wo heute Savanne ist, war vor 4,4 Millionen von Jahren ein dichter Urwald, in dem eine Primaten-Art lebte, die erste menschliche Merkmale besaß: Ardipithecus ramidus.

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Australopithecus afarensis – gemeinsam ist man stärker!

07:43 – 11:32

Vor rund 3,7 Millionen Jahren verschwanden die ostafrikanischen Wälder vollständig. Weitläufige Savannen prägten ab jetzt das Landschaftsbild. Während dieser Zeit lebte dort der Vormensch Australopithecus afarensis. Im Norden Tansanias hat der Paläoanthropologe Fidelis Masao fossile Fußabdrücke gefunden. Die vielen Spuren verraten: hier war eine ganze Gruppe unterwegs. Australopithecus afarensis ging offensichtlich in festen Verbünden auf Nahrungssuche. Eine wichtige Überlebensstrategie, denn eine Gruppe kann sich gegen Raubtiere und andere Gefahren besser schützen, als ein Einzelgänger.

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Homo Habilis – anpassungsfähig und erfindungsreich

11:32 – 14:10

Vor etwa 2 Millionen Jahren war die Zeit des Homo habilis. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit verlieh die Wissenschaft ihm erstmals den Gattungsnamen „Homo“, also „Mensch“. Forscher vermuten, dass sich Homo habilis bereits gezielt von Fleisch ernährte. Er war kein Jäger, sondern ergänzte als Aasfresser seinen Speiseplan mit tierischem Eiweiß. Homo habilis schien flexibler und erfindungsreicher zu sein als seine Vorfahren. Er nutzte bereits messerscharfe Steinwerkzeuge und gegen Nahrungs- und Lebensraumkonkurrenten konnte er sich erstaunlich gut durchsetzen.

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Homo erectus – Jäger und Weltenbummler

14:10 – 17:04

Vor 1,8 Millionen Jahren betrat Homo erectus die Bühne der Evolution. Dieser Frühmensch ging auf die Jagd, handelte vorausschauend, nutzte feinere Werkzeuge als seine Vorgänger und machte eine Entdeckung, die ihn endgültig von allen anderen Tieren abheben sollte: das Feuer! Von Afrika aus verbreitete sich Homo erectus bis ins heutige China und nach Südostasien. Auch Europa wurde von ihm besiedelt.

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Neandertaler und Homo sapiens – Kraftpaket gegen Stratege

17:04 – 23:39

Der Neandertaler war deutlich muskulöser als der moderne Homo sapiens und sehr robust. Er überstand Temperaturen um die minus 30 Grad, die während der Eiszeit herrschten. Als Gruppe jagten Neandertaler sogar Großwild wie Mammuts oder Wollnashörner. Während die Neandertaler Europa besiedelten, entwickelte sich zeitgleich auf dem afrikanischen Kontinent der Homo sapiens. Was die Körperkraft betraf, war Homo sapiens dem Neandertaler unterlegen. Die fehlende Kraft glich er aber durch neue, schlaue Strategien aus.

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Erfolgsmodell Homo sapiens - kreativ und flexibel

23:39 – Ende

Homo sapiens war im Vergleich zum Neandertaler kreativer und flexibler. Vor etwa 40.000 Jahren fertigte er bereits fantastische Höhlenmalereien, Musikinstrumente und Skulpturen. Während der letzten Eiszeit änderte sich das Klima in Europa stark. Große Hitze und extreme Kälte wechselten sich ab und viele Pflanzen- und Tierarten starben aus. Homo sapiens konnte aber auch unter diesen extremen Bedingungen überleben. Er dehnte in dieser Zeit sein Territorium sogar noch weiter aus. Ganz anders der Neandertaler. Seine Population ging immer weiter zurück und vor etwa 35.000 Jahren war er ganz verschwunden.