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Der Krieg und ich - Kinderstimmen zum Film Anton

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Der Krieg und ich - Kinderstimmen zum Film Calum

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Der Krieg und ich - Schauspieler Florian Lukas zum Film Anton

Historisches Lernen macht Kinder stark für Gegenwart und Zukunft

Die Filmreihe „Der Krieg und ich“

Wann haben Sie mit Kindern oder Schüler*innen zuletzt ein ernstes Gespräch geführt? Nicht darüber, woher die Babys kommen und die verschiedenen Verhütungsmethoden, nicht über die Gefahren des Internets und die Möglichkeiten von Smartphones, nicht über den Missbrauch von Suchtmitteln und die Bedeutung von Verzicht – sondern über Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus? Das erscheint für viele ein mindestens genauso heikles wie tabuisiertes Thema zu sein. Dabei gehört diese Zeit untrennbar zum kulturellen Selbstverständnis, zur Geschichte und politischen Verantwortung Deutschlands.

Kinder begegnen dieser Geschichte an Gedenkorten diversen Medien, Gesprächen mit Erwachsenen und Gleichaltrigen. Sie verfügen bereits in der Grundschule über ein Wissen bzw. eigene Vorstellungen und Ideen über den Nationalsozialismus, deren Akteure, Ereignisse, die Verbrechen. Eine Auseinandersetzung damit bedeutet, sich an ein Gestern zu erinnern, über das Leben im Heute nachzudenken und es für ein Morgen zu bewahren. Aus dieser historischen Erfahrung erwächst die Verantwortung für Freiheit und ein Miteinander in Vielfalt und Frieden - und es sich in den nachfolgenden Generationen immer wieder bewusst zu machen, die Freiheit zu bewahren und zu verteidigen gegen die Feinde unserer freiheitlich-liberalen Demokratie. Deswegen gilt es, historisches Wissen früh aufzugreifen, zu vermitteln, zu erweitern und einzuordnen. Es soll Kinder stark machen, damit sie aktiv an demokratischen Prozessen teilhaben und diese mitgestalten können. Zugleich werden Kinder gestärkt, indem ihre demokratische Resilienz gefördert wird. Darunter versteht Edler (2017)* die Fähigkeit, dass jedes Kind seinen eigenen Weg ohne blinde Unterwerfung unter eine Autorität bestimmt.

In der Filmreihe „Der Krieg und ich“ werden Mechanismen und Folgen von Gewaltherrschaft und Krieg aus unterschiedlichen Perspektiven von Kindern und jungen Menschen aus ganz Europa zur Zeit des Nationalsozialismus anschaulich vermittelt. Als roter Faden wird die Handlung aus Sicht einer zentralen kindlichen / jugendlichen Identifikationsfigur erzählt, während verschiedene Ebenen der Darstellung diese Perspektive mit Wissen anreichern und gleichzeitig eine sachliche Distanz ermöglichen in teilweise hoch emotionalen Situationen: Modelllandschaften, Originalaufnahmen, Zeitzeugnisse von Kindern und Jugendlichen. Diese Filme stellen einen ausgezeichneten Ausgangspunkt dar, um differenziertes Wissen zu erwerben und gemeinsam weiter über aktuelle Bezüge und Handlungsmöglichkeiten nachzudenken.

*Edler, Kurt (2017) Demokratische Resilienz. Schwalbach/Ts.: Debus Pädagogik