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Sendungsinhalt: Die neue alte Kunst

Unter Renaissance – zu Deutsch: Wiedergeburt – versteht man die Wiederentdeckung der Antike im 15. und 16. Jahrhundert. In Kunst und Architektur bewunderte man wieder antike Formen. Diese neue Kunst kam damals von Italien nach Deutschland. Der Ottheinrichsbau im Heidelberger Schloss ist ein Paradebeispiel für diese neue Renaissance-Architektur – der Film lässt die Schlossanlage in einer aufwändigen 3D-Rekonstruktion wiedererstehen.

In der Kunst arbeitet man nun mit der Zentralperspektive, die dem räumlichen Sehen in der realen Welt nun immer näher kommt. Das gilt für Gemälde, aber auch für den in Mode kommenden Kupferstich. Wir zeigen im Experiment diese Drucktechnik, die heute nur noch wenige beherrschen. Damals boomte die Kupferstecherei, denn die relativ preisgünstigen Druckwerke konnten sich nun auch „normale Menschen“ leisten. Der geschäftstüchtige Protestant Matthäus Merian baut mit seinen Werkstätten in Oppenheim und Frankfurt mit der Kupferstecherei ein Imperium auf. Er setzt konsequent die „Medienrevolution“ fort, die Gutenberg mit dem Buchdruck begonnen hatte.

Filmskript: Die neue alte Kunst

Die neue alte Kunst

Kapitelübersicht:

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Der Kupferstecher Matthäus Merian und seine Kunst

00:00 – 04:58

Die Kupferstecherei mit ihren preiswerten Druckwerken war in der Renaissance beliebt. Sehr angesehen war der Kupferstecher Matthäus Merian, seine Spezialität waren Stadtansichten. Auch Heidelberg und das Schloss hat er im Kupferstich festgehalten. Mit seinen Werkstätten in Oppenheim und Frankfurt baute Merian ein Imperium auf. Er selbst lieferte nur noch die Zeichnungen und beschäftigte Gesellen mit der Ausführung der Stiche.

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Im modernen Kupferstecheratelier – die Herstellung der Druckplatte

04:58 – 08:00

Der Kupferstecher Stefan Becker greift auf Merians handwerkliche Entwicklungen zurück. Kupferplattte, Ätzgrund, Pauspapier, Radiernadel – Schritt für Schritt zeigt er, wie ein Kupferdruck entsteht.

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Die Profanisierung von Gotteshäusern

08:00 – 11:53

In der Folge der Religionskriege wurden viele Kirchen profanisiert, das heißt entweiht und weltlichen Zwecken übergeben. Protestantische Gotteshäuser unterschieden sich von den katholischen. Für viele Reformatoren waren Bilder in der Kirche Blendwerk, das nur vom Wort Gottes ablenke. Bilder und aller Schmuck sollten weg. Auch das Ulmer Münster wurde im Innern nicht von den Auswirkungen der Reformation verschont. Die Bilder von Matthäus Merian dokumentieren diese Zeitenwende.

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Im modernen Kupferstecheratelier – Farbe, Papier und Druck

11:53 – Ende

Beim Kupferstich dominiert noch heute das klassische Schwarz, das gleichmäßig auf die Druckplatte aufgetragen wird. Das Tiefdruck – Verfahren von Merian kommt bis heute zum Einsatz. Mit dem alten Prozedere erstellt der moderne Kupferstecher Stefan Becker eine Abbildung vom heutigen Aussehen des Heidelberger Schlosses.