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Unterricht: Wie wurde man Ritter?

  • Gruppe von Rittern unter einem Baum. (Quelle: SWR/WDR – Screenshot aus der Sendung) Bei der Schwertleite wird der Knappe zum Ritter geschlagen (Quelle: SWR/WDR – Screenshot aus der Sendung)
  • 3D-Rekonstruktion einer Ritterburg. (Quelle: SWR/WDR – Screenshot aus der Sendung) Mittelalterliche Ritterburg in einer 3D-Rekonstruktion (Quelle: SWR/WDR – Screenshot aus der Sendung)

Bezug zu den Bildungsplänen

Ein wichtiger Themenbereich der Bildungspläne für das Fach Geschichte lautet: „Lebens- und Wirtschaftsformen in der Vergangenheit“. Verwiesen wird insbesondere auf „Die Ständegesellschaft im Mittelalter“. Dabei soll „anhand ausgewählter Beispiele das Leben und Arbeiten von Menschen im Mittelalter“ beschrieben werden.

Zu den gesellschaftsprägenden Einflüssen gehört diesbezüglich das Leben und Wirken des Adels und somit des Rittertums in Deutschland. Und genau hier setzt die SWR-Sendereihe „Das Mittelalter-Experiment“ an. In der Sendung „Wie wurde man Ritter?“ wird sowohl das Berufs- beziehungsweise Lebensbild des Standes exemplarisch und ausführlich beschrieben als auch die Ausbildung zum Ritter – für Kinder der Klassenstufe 5/6 aufgrund der Altersnähe besonders spannend – anschaulich dargestellt.

Unterrichtsablauf/Hinweise für Lehrer

Der Geschichtsunterricht beginnt mit der so genannten „Think – Pair – Share – Methode“: Anfangs notiert die Lehrkraft den Begriff ‚Ritter‘ an der Tafel. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Zeit, um sich in Einzelarbeit in Form eines Brainstormings Notizen auf vorbereiteten Schmierzetteln zu machen, dabei sollen möglichst viele Begriffe aufgeschrieben werden (think). Anschließend bilden sich Kleingruppen, am besten nach einem Zufallsprinzip, in denen sich die jeweiligen Mitglieder auf eine gewisse Anzahl von Wörtern (zum Beispiel 5) einigen, die ihnen bezüglich des gegebenen Impulses besonders passend oder bedeutsam erscheinen (pair). Im letzten Schritt stellen die Teams der ganzen Klasse ihre Auswahl vor, schreiben diese an und begründen jeweils ihre Entscheidung (share). Danach bietet es sich an, Rückfragen zuzulassen und Unklarheiten zu thematisieren.
Die Lehrkraft verweist auf das sicher weit gefächerte Spektrum der notierten Begriffe (zu erwarten sind: Rüstung, Schwert, Schild, Pferd, Krieg, Burg und so weiter) und leitet zum Film über, der einige der erwähnten Aspekte aufgreift und veranschaulicht. Dieser wird dann völlig ohne Arbeitsauftrag angesehen. Direkt nach Ende des Filmes haben die Schüler Gelegenheit, sich spontan zum Gesehenen zu äußern und auszutauschen.

Anschließend werden die Arbeitsblätter der Lerntheke kurz inhaltlich vorgestellt. Den Schülerinnen und Schülern wird die Auswahl, womit sie sich beschäftigen und woran sie weiterarbeiten, frei überlassen.
Während eines 45-minütigen Unterrichts werden die Schülerinnen und Schüler wahrscheinlich höchstens zwei Aufgaben bearbeiten können. Von daher wäre es von Vorteil, eine Doppelstunde vorzusehen, an deren Ende die Lösungen ausgehängt beziehungsweise besprochen oder vorgelesen werden. Denkbar wäre auch, weitere Arbeitsblätter als freiwillige Hausaufgabe anzubieten.

  • Mann in nachgebauter Rüstung auf dem Fahrrad. (Quelle: SWR/WDR – Pressefoto) Beweglichkeitstest in voller Rüstung (Quelle: SWR/WDR – Pressefoto)

Methodische Erläuterungen

Das Mittelalter und insbesondere das Rittertum üben eine besondere Faszination auf zehn- bis zwölfjährige Jugendliche aus. Sicher kennen sie Filme, Sachbücher und Spiele, die diese Welt berühren. Mittels des Brainstormings, gegliedert im „Think – Pair – Share“, wird den Schülerinnen und Schülern die motivierende Möglichkeit eröffnet, ihr Vorwissen hinsichtlich des Stundeninhalts eigeninitiativ einzubringen. Gleichzeitig dienen die angeschriebenen Begriffe dem Überblick und der Überleitung zur filmischen Umsetzung der Ritter-Thematik.
Um möglichst viel Eigenständigkeit zuzulassen, wird auf einen Beobachtungsauftrag zum Film verzichtet. Dieser dient der Veranschaulichung und soll dazu inspirieren, nach eigenen Interessen mit thematischer Schwerpunktsetzung weiterzuarbeiten.
Die Lerntheke mit einer ganzen Bandbreite von Arbeitsblättern unterstützt diesen Ansatz.