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Einsatz im Unterricht

  • Im Atelier Rudolf Wachters stehen mehrere große Holzkunstwerke. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Rudolf Wachter: Kunst aus Holz
  • Rudolf Wachter steht mit drei Schülern vor einem seiner Holzkunstwerke. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Rudolf Wachter erklärt Schülern seine Arbeitsweise
  • Nahaufnahme einer Säge, mit der ein Stück Holz geschnitten wird. (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Rudolf Wachter arbeitet mit der Kettensäge
  • Die Schüler betrachten eine Skulptur im Münchener Westpark (Quelle: SWR – Screenshot aus der Sendung) Die Schüler betrachten eine Skulptur im Münchener Westpark

Die Sendung lässt sich in allen Altersstufen der Sekundarstufe I und II einsetzen. Dies ergibt sich unter anderem daraus, dass der Beitrag sehr unterschiedliche Herangehensweisen an das künstlerische Schaffen Rudolf Wachters aufzeigt. Je nach Klasse lassen sich unterschiedliche Fragestellungen zu diesem Film im Unterricht behandeln:

Was ist zu sagen über Kunst?

Hier bietet die Sendung mit dem Abschnitt Statements Beispiele, die im Hinblick auf ganz individuelle und spontane, aber auch schon mit ersten Begründungen versehene Äußerungen, herausgearbeitet werden können. Dazu werden die Schüler in Gruppen eingeteilt. Jede Schülergruppe erhält vor Präsentation des Films den Auftrag, sich ein Statement aus dem Film zu merken. Nach dem Film formuliert die Gruppe das „Statement“ und einigt sich auf eine Textfassung.

Oder: Jeder erhält vor Präsentation des Filmausschnitts den Auftrag, sich ein Statement zu notieren. Dieses wird nach dem Film von den jeweiligen Schülern der Klasse vorgestellt und erläutert. Die Sequenzen zum Atelierbesuch zeigen dann eine vertiefte Annäherung durch die zielgerichteten Fragen der interviewenden Schüler und die zum Teil bewundernden Statements am Ende des Beitrags.

Es empfiehlt sich im Unterricht analog vorzugehen, zunächst einige Arbeiten Wachters zu zeigen und spontane Äußerungen zu sammeln. Im Vergleich zu den Äußerungen am Ende der Beschäftigung mit dem Künstler lässt sich dann die vertiefte Wahrnehmung an den eigenen Aussagen ablesen.

Welche künstlerische Herangehensweise verfolgte Rudolf Wachter?

Der Film beleuchtet zwei unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen. Zum einen das figurative, inhaltliche Herangehen an das unbearbeitete Stück Holz und zum anderen das Entwickeln der reinen, perfekten ästhetischen Form aus dem, wie es Wachter nennt, „individuellen“ Holzstück. In einem weiteren Schritt könnten Künstler (zum Beispiel Georg Baselitz) herangezogen werden, die zwar figürlich arbeiten, deren jeweilige „Figur“ aber auch von dem individuellen Stück Holz geprägt wird. Für eine ästhetisch-praktische Arbeit bietet dies die Möglichkeit unterschiedliche Herangehensweisen zu erproben:
- zum einen die Möglichkeit, sich auf Grund einer Idee ein passendes Holzstück zu suchen;
- zum anderen eine Idee zum gefundenen Holzstück zu entwickeln beziehungsweise sie im wahrsten Sinn des Wortes herauszuarbeiten.

Anregung zum ästhetisch-praktischen Arbeiten

Erproben verschiedener künstlerischer Vorgehensweisen:

vom Holzstück zur Idee:

- Sammelt Fundstücke aus Holz (zum Beispiel Treibholz). Probiert unterschiedliche Anordnungen aus, bis ihr zufrieden seid. Verbindet die Stücke zum Beispiel durch Verbindungen mit Draht, Schrauben oder montiert sie auf einer Grundplatte. Mit selbst hergestellten Farben aus natürlichem Pigment könnt ihr eure Form beziehungsweise Aussage noch verstärken.

von der Idee zur Realisation in Holz:

- Stellt durch Falten, Drehen und Einschlitzen eines Papierbogens ein Modell für eine Holzskulptur her. Sucht euch einen passenden Holzstammabschnitt. Informiert euch vorher über geeignetes Holz und die benötigten Werkzeuge. Beachtet die Sicherheitshinweise zur Holzbearbeitung!

Welcher künstlerische Ansatz steckt hinter Rudolf Wachters Holzskulpturen?

Anknüpfend an diese beiden Ansätze wäre in höheren Klassenstufen ein Blick auf die Äußerungen Wachters zu seinem Leben und künstlerischen Dasein interessant. Diese könnte man mit dem künstlerischen Selbstverständnis anderer aktueller Künstler, die zum Beispiel gesellschaftskritische Aussagen mit ihren Werken transportieren wollen, vergleichen. Ein Interview mit einem ortsansässigen Künstler zu diesen philosophischen Fragen, begleitet von einem Schülerfernsehteam (zum Beispiel der Video-AG), könnte diese mit Leben füllen. Es lässt sich daran natürlich auch ein Blick auf die gesamte Kunstentwicklung von der religiösen Malerei über Auftragsmalerei, politische Malerei, der Abkehr vom Abbildhaften und der Entwicklung zum freien Künstler et cetera eröffnen.

  • Arbeitsblatt 1: Kleine Werkzeugkunde
  • Arbeitsblatt 2: Performance
  • Arbeitsblatt 3: Rudolf Wachter – Annäherung an einen Künstler (Gruppenarbeit)
  • Arbeitsblatt 4: Rudolf Wachter – seine Arbeiten aus Holz (Einzelarbeit)