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Sendungsinhalt: Mobilität

Über Jahrtausende bestimmte das Tempo von Menschen, Pferden und Ochsen oder die Kraft von Wind und Wasser den Warentransport oder das Fortkommen. Und damit auch die Geschwindigkeit und das Aufkommen von Handel und industrieller Entwicklung. Die technischen Erfindungen des Industriezeitalters hatten daher oft auch die Steigerung der Mobilität zum Ziel. Der Film geht auf Spurensuche dieser Entwicklung und nimmt nicht nur die Erfindung der Eisenbahn in den Blick.

Filmskript: Mobilität

Mobilität

Kapitelübersicht:

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Mehr Mobilität mit der Laufmaschine?

00:00 – 05:10

Mobilität ist der entscheidende Wirtschaftsfaktor im 19. Jahrhundert. Erfinder entwickelten neue Verkehrstechniken, die Menschen und Waren schneller ans Ziel brachten als je zuvor. So auch der Badener Carl von Drais. Er erfand 1817 eine Laufmaschine, den Vorgänger des Fahrrads. Wie effektiv diese Laufmaschine tatsächlich war, testen zwei Leistungssportler am Hockenheimring. Wer gewinnt? Der Triathlet Manuel Müller auf der originalgetreu nachgebauten Laufmaschine oder der Halbmarathon-Läufer Lars Kegler?

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Die Rheinbegradigung: Motor der Industrialisierung

05:10 – 08:37

Der wichtigste Impuls für die Steigerung der Mobilität kam aus England. Der Ingenieur George Stephenson erfand als Erster eine Dampfmaschine auf Rädern, das Modell „Blücher“. Die Erfindung der Dampfmaschine beflügelte nicht nur den Eisenbahnausbau sondern auch die Schifffahrt. Der Karlsruhe Ingenieur Johann Gottfried Tulla verantwortete ab 1817 die Begradigung des Rheins zwischen Basel und Mannheim. Damit waren Überschwemmungen und Seuchen passé, der Rhein konnte ohne Unterbrechung als Wasserstraße genutzt werden. Für die Industrialisierung in Deutschland war das eine wichtige Voraussetzung.

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Pioniere im Eisenbahnbau: die Geislinger Steige

08:37 – 12:23

Im Jahr 1850 machten die „Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen“ von sich Reden: Mit Hilfe von 3000 italienischen Arbeitern wurde die Geislinger Steige, die erste Gebirgsbahn Europas, gebaut. Der Anschluss der Schwäbischen Alb an das Schienennetz war der Motor für die industrielle Entwicklung im „Ländle“, das bis dahin schwer zugänglich war. Oft mussten Händler tagelang zu Fuß oder mit dem Pferdewagen zu ihren Kunden über die Alb reisen.

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Der Südwesten als Industriestandort

12:23 – Ende

Immer mehr Städte profitierten vom Eisenbahnausbau im Südwesten. In der Esslinger Maschinenfabrik, 1846 von dem Ingenieur Emil Kessler gegründet, fertigten Arbeiter tausende Lokomotiven und Ersatzteile an. Noch heute ist Esslingen ein wichtiges Industriezentrum in der Region. Auch andere Industriegiganten - wie der Heilbronner Suppenhersteller Knorr - verdanken ihren Erfolg der zunehmenden Mobilität durch Eisenbahn und Schifffahrt.