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Sendungsinhalt: Beschleunigte Gesellschaft

Ende des 18. Jahrhunderts, Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt die Miniaturisierung der mechanischen Uhren. Mit den neuen Taschenuhren kann die Zeit überall hingetragen werden. Damit beginnt auch die Beschleunigung von Leben und Arbeit. Das sind Prozesse, die allumfassend wirkten und nicht nur Produktion und Arbeit, sondern auch das Alltagsleben revolutionierten. Es beginnt ein „immer schneller“, das im Zeitalter der Digitalisierung noch einmal einen großen Beschleunigungsschub zulegen wird. Der Film schaut zurück auf die Anfänge dieser stetigen Beschleunigung unseres Lebens.

Filmskript: Beschleunigte Gesellschaft

Beschleunigte Gesellschaft

Kapitelübersicht:

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Taschenuhren geben den Takt vor

00:00 – 04:42

Die Erfindung der Taschenuhr veränderte das Leben der Menschen entscheidend. Nicht mehr allein die Jahreszeiten und der Stand der Sonne bestimmten den Alltag und Arbeitsrhythmus der Menschen. Vielmehr war es der Sekundenzeiger, der im Industriezeitalter den Takt vorgab. Die Zeit wurde ein wichtiger Produktionsfaktor, denn Zeit ist Geld, gemessen an Warenmenge und Stundenlohn. Transportable und überall einsetzbare Uhren trugen wesentlich zur Beschleunigung des Lebens im 19. Jahrhundert bei.

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Revolution in der Nachrichtenübermittlung

04:42 – 08:06

Bislang gab die Geschwindigkeit der Pferde die Zeit vor, in der Boten wichtige Nachrichten überbrachten. Das änderte sich mit dem optischen Telegraphen, einer Erfindung des französischen Militärs. Mit Hilfe eines schwenkbaren Signalarms konnten Codewörter über längere Strecken mitgeteilt werden. Ein Experiment zeigt, wer schneller ist: Die SMS des 19. Jahrhunderts, der Fahrradkurier oder der reitende Bote.

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Junghans: Pionier der Uhrenindustrie im Südwesten

08:06 – 10:20

Junghans ist der Firmenname, der noch heute für die Uhrenindustrie im Südwesten steht. 1861 in Schramberg gegründet war das Unternehmen mit über 3000 Mitarbeitern zeitweise der größte Uhrenhersteller Europas. Früher konnten sich nur reiche Leute eine Uhr leisten, doch mit Beginn der Massenproduktion waren Wecker und Armbanduhren für alle erschwinglich. Für die Fabrikbesitzer ein Segen, für die Arbeiter oft eine Qual: Das Diktat der Uhr gab im 19. Jahrhundert den Arbeitstakt vor, nicht selten bis zu 12 Stunden am Tag.

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Zeichen der Beschleunigung: Fertigsuppe und Fließband

10:20 – Ende

Zeit sparen heißt die Maxime seit der Industrialisierung: Firmen wie Knorr aus Heilbronn erfanden Fertiggerichte, die Arbeiterinnen mittags schnell für ihre Familien zubereiten konnten. Auch die Fließbandarbeit – vor allem in der Automobilbranche - trug zur Beschleunigung der Arbeitsprozesse bei. Zeit wurde immer kleinteiliger messbar, ob beim Sport, bei der Arbeit, in der Freizeit. Auf die Spitze trieb dies der Taylorismus, nur noch überflügelt von der digitalen Kommunikation heutzutage.