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Sendungsinhalt: Himmelsbühnen für die Kirchen

Den Himmel in die Kirche holen – so die Bauaufgabe des Barocks, der sich Baumeister, Maler, Handwerker mit großer Kunstfertigkeit und Ideenreichtum hingaben. Aber wie gelangt das Licht des Himmels in die Kirchen? Oder zumindest die Illusion davon? Diese Fragen beantwortet der Film unter anderem in einem Experiment: Die Straßenmalerinnen Vanessa und Lydia Hitzfeld verwandeln die optischen Tricks des Barocks in heutige Street-Art. Dabei werden die Prinzipien der optischen Täuschung (trompe d’oeil) verständlich. Auf dem Vorplatz des barocken Klosters Bad Schussenried stellen sie sich ihrer Aufgabe: die fiktive Unterwelt des Klosters auf das Pflaster zu malen.

Die Kirchen und Klöster an der Oberschwäbischen Barockstraße, wie z.B. in Bad Schussenried, sind eine Stein gewordene Manifestation der Gegenreformation. Ganz bewusst setzen die Baumeister und ihre katholischen Auftraggeber auf Prunk und Reichtum im Kirchenraum - als Antithese zum Puritanismus der bilderstürmenden Bewegung Martin Luthers. Die begeisternde Architektur mit ihren vielfältigen optischen Tricks sollte bei der Rückeroberung der Gläubigen helfen. Auch deshalb waren Bischöfe und kirchliche Würdenträger spendable Mäzene der barocken Baukunst.

Himmelsbühnen für die Kirchen

Kapitelübersicht:

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Prachtvolle Kirchen im Barock

00:00 – 02:42

Im Barock wurden zahlreiche prachtvolle Kirchen gebaut. "Gott zum Ruhm, dem Menschen zur Freude (so im Filmtext)". Mit all dem Glanz hoffte man aber auch, durch die Reformation verlorene Anhänger wiederzugewinnen. Ein Beispiel hierfür ist die Wallfahrtskirche in Steinhausen.

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Herstellung von Blattgold

02:42 – 04:09

Für die Verzierung der prunkvollen Kirchen war ein wichtiges Material das Blattgold. Gold wird zwischen Seidenpapier gelegt und Tausende Male mit einem Hammer geschlagen, bis die Plättchen weniger als einen Mikrometer dick sind.

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Perspektivische Malerei

04:09 – 06:42

Nicht nur die Vielfalt der Farben und Symbole in der Malerei des Barock sind etwas Besonderes, sondern auch das perspektivische Malen. Mit der richtigen Technik ließen die Künstler eine flache Decke wie ein hohes Gewölbe erscheinen. Diese Technik wollen zwei 3D-Künstlerinnen verwenden, um eine Illusion der Unterwelt zu erschaffen.

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Vergoldung

06:42 – 07:34

Vergolder brachten das Blattgold mit einem Pinsel und Hautfett auf den gewünschten Untergrund. Anschließend wurde es mit einem Polierstein aus Achat zum Glänzen gebracht.

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Die Wallfahrtskirche in Steinhausen

07:34 – 09:59

Eine ferngesteuerte, fliegende Kamera ermöglicht einen besonderen Blick auf die Bauweise des Barock. Ein animierter Konstruktionsplan veranschaulicht die Symmetrie-Verliebtheit.

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3D-Straßenkunst

09:59 – 10:47

Das 3D-Kunstwerk der Künstlerinnen nimmt langsam Form an. Schon jetzt wird klar, wie wichtig der richtige Betrachtungspunkt für das perspektivische Erlebnis des Gemäldes ist.

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Verzierungen und Symbolik in der Wallfahrtskirche

10:47 – 13:02

Noch heute ist die Wallfahrtskirche in Steinhausen ein Ziel für viele Pilger. Die detailreichen Verzierungen preisen unter anderem die Schöpfung. Das Gold wurde nicht nur wegen seines Glanzes verwendet, sondern auch, weil es Unvergänglichkeit und Ewigkeit symbolisierte.

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Fertigstellung des 3D-Kunstwerkes

13:02 – Ende

Nach über 20 Stunden Arbeit ist das Kunstwerk fertig. Der Versuch, eine perspektivische Illusion der Unterwelt zu erschaffen, ist geglückt.