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Unterricht: Darwins Reise zur Evolution I

Die Evolutionstheorie ist untrennbar mit der Reise Charles Darwins um die Welt verknüpft. In historischen Spielszenen begleitet "Darwins Reise zur Evolution" den jungen Naturforscher und zeigt seinen Weg zur Erkenntnis, dass Pflanzen- und Tierwelt einer stetigen Evolution unterliegen.

Der Film bietet einen reizvollen Einstieg ins Thema Evolution. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der Biografie Darwins und betrachten die Evolutionstheorie biologiehistorisch. In der Sekundarstufe I sollte der Schwerpunkt auf der Person Charles Darwin und der Entwicklung seiner Evolutionstheorie liegen. In der Sekundarstufe II können sich eine vertiefte Einordnung in die damalige Zeit und ein Vergleich der Forschungsmethoden damals/heute anschließen. Für den Vergleich bietet sich an, den zweiten Film in diesem Wissenspool einzubeziehen, "Darwins Erben".

  • Ein Segelschiff auf glatter See. Mit der Beagle segelte Charles Darwin fünf Jahre um die Welt; Rechte: WDR

Während des Films: Informationen systematisieren

Während des Films notieren die Schüler auf dem Arbeitsblatt 1 "Reiseroute" die Stationen der Reise und Darwins wichtigsten Funde. Das Arbeitsblatt dient dazu, die weitere Bearbeitung vorzustrukturieren und die Aufmerksamkeit der Schüler während der Filmansicht zu steuern.

Arbeitsblatt 2 "Stationen der Reise" stellt die Beobachtungen während der Forschungsreise und ihre Bedeutung für die Evolutionstheorie miteinander in Verbindung. Zu jeder Station gibt es Leitfragen, die die Schüler beantworten, indem sie den Film in Abschnitten sichten.

Biologiehistorische Aspekte

Die wichtigsten Daten über Charles Darwin fassen die Schüler auf Arbeitsblatt 3 "Lexikoneintrag" zusammen. Neben dem Film liefern Biologiebücher und der Hintergrundtext in diesem Wissenspool die nötigen Informationen dazu. Darwin war nicht der einzige Forscher, der sich mit der Entwicklung der Arten beschäftigte. Im Film wird Alfred Russel Wallace genannt, dessen Aufsatz Darwin den letzten Anstoß lieferte, seine Theorie zu veröffentlichen. Wallace kam zu ähnlichen Ergebnissen wie Darwin, kritisierte seine Theorie aber auch in einigen Aspekten. Die Schüler können auf der zweiten Seite des Arbeitsblatts auch einen Lexikoneintrag über Wallace verfassen. Informationen finden sie im entsprechenden Hintergrundartikel dieses Wissenspool-Beitrags.

  • Eine Karikatur, die Charles Darwin als Affen darstellt. So sahen Kritiker Charles Darwin im 19. Jahrhundert; Rechte: Sammlung Rauch

Die Evolutionstheorie brachte das damals herrschende religiös geprägte Weltbild ins Wanken und war deshalb sehr umstritten. Arbeitsblatt 4 "Diskussion" beschäftigt sich mit genau diesem Aspekt. Die Schüler diskutieren, warum seine Theorie damals so revolutionär war. Sie interpretieren unter anderem Karikaturen über Darwin aus der damaligen Zeit. Informationen finden sie im Film und im Hintergrundtext dieses Wissenspools.

Der Schluss des Films betont die humanistische Bedeutung von Darwins Evolutionstheorie: Die gemeinsame Abstammung verpflichtet dazu, allen Kreaturen auf der Welt mit Achtung und Respekt zu begegnen. Im 20. Jahrhundert wurden Darwins Erkenntnisse aber gerade in der entgegengesetzten Richtung missbraucht und dienten als Rechtfertigung für Rassenideologien. Die Schüler recherchieren im Schulbuch und Internet, wie die Nationalsozialisten Darwin für ihre rassistische Ideologie missbrauchten. Im Unterrichtsgespräch diskutieren sie, was Darwin selbst den Nationalsozialisten entgegnet hätte.

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  • Externer LinkAlle Filme und Begleitmaterialien zum Themenkomplex Evolution

    Bei Planet Schule gibt es zahlreiche Filme und Begleitmaterialien zu verschiedenen Aspekten der Evolution. Ein Wissenspool beschäftigt sich zum Beispiel mit Kreationisten, die an die Wahrheit der biblischen Schöpfungsgeschichte glauben und die Evolutionstheorie ablehnen. Die Inselgruppe Sokotra ist ein "Hot Spot" der Evolution. Durch die isolierte Lage des Archipels hat sich die Tier- und Pflanzenwelt dort eigenständig entwickelt. Auf Schritt und Tritt stößt man auf grundlegende Mechanismen der Evolution.

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