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Sendungsinhalt: Literatur und Film

„Das China von heute ist für einen Schriftsteller vielleicht einer der besten Orte der Welt. Die Wirklichkeit ist hier absurder und komplexer als jede Fiktion“, sagt der Schriftsteller Yan Lianke. Chinas Literatur hat eine dreitausendjährige Tradition. Aber auch in der Heimat der kultivierten Poesie, der Essays und der Romane übernehmen die Bilder die Macht: im Fernsehen, im Internet und im Kino. Nach Jahrzehnten der Stagnation boomt die chinesische Filmindustrie.

Filmskript: Literatur und Film

Literatur und Film

Kapitelübersicht:

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Die Filmindustrie im Aufwind

00:00 – 10:20

China gehört zu den Ländern, die weltweit die meisten Filme produzieren. Die World Studios in Hengdian - eine Art chinesisches Hollywood - locken Regisseure aus aller Welt an. Die Filmemacherin Eva Jin hat hier mit ihrem Film „Sophies Rache“ ihren ersten Erfolg gefeiert. Sie fühlt sich in China freier und weniger auf ein Genre festgelegt als in den USA.

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Buchverfilmungen und Zensur

10:20 – 16:22

In China stehen Literaturverfilmungen hoch im Kurs: Klassiker sind beliebt, aber auch die moderne Literatur reizt die Filmemacher. So ist der Film „Love for Life“ 2011 nach einem Roman des Autors Yan Lianke entstanden. Er handelt von einer AIDS-Epidemie in der Provinz Henan in den 1990er Jahren. Yan Lianke ist einer der angesehensten Schriftsteller Chinas. Der Film hat viel Aufmerksamkeit erregt, aber Liankes Roman darf in China nicht verkauft werden.

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Die Bauern: Stoff für Literatur und Film

16:22 – 19:59

Die Bauern sind ein wichtiges Thema in der chinesischen Literatur. Sie verkörpern das ursprüngliche China - Dorfleben und Landwirtschaft. Allerdings ist die arme bäuerliche Gemeinschaft in weiten Teilen des Landes zur Konsumgesellschaft der neuen Städte geworden. Dieser Wandel hatte auch absurde Folgen. Yan Lianke, der selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, nimmt sie aufs Korn.

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Zeitgenössische Literatur: Themen und Tabus

19:59 – 22:03

Viele zeitgenössische Werke befassen sich mit der Kulturrevolution und ihrer Bedeutung für das heutige China. Andere Themen sind dagegen tabu: so Mao Tse Tungs Kampagne der Große Sprung nach vorn Ende der 1950er Jahre, die China eine rasche Industrialisierung bringen sollte. Auch das Massaker auf dem Tiananmen-Platz 1989 wird fast nirgendwo in der Literatur erwähnt.

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Das Internet: Fluch oder Segen?

22:03 – Ende

Auch in China macht das Internet den Buchhandlungen zunehmend Konkurrenz. Die Literatur-Bloggerin Liu Ming, die selbst im Internet schreibt, sieht die neuen Medien kritisch. Sie hat den Eindruck, dass das Interesse an Literatur und Philosophie - auch aufgrund der vielen Möglichkeiten, die das Internet bietet - zurück gegangen ist.