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Einsatz im Unterricht

  • Durch das Sichtfenster ist ein überdimensional großes Streichholz zu sehen. Die Welt betrachtet durch das Guckloch des Mini-U-Boots; Rechte: WDR

Hinweise zur Sendereihe

Ein Biologe und eine U-Boot-Kommandantin unternehmen eine Reise durch die Nordsee. Damit sie näher an die Unterwasserwelt heran kommen, verkleinern sie ihr U-Boot auf zwei Zentimeter Durchmesser. Diese Science-Fiction-Handlung ist der Aufhänger für die Anwendung von Mikroskopscannern, Röntgenscannern und Sonden, mit denen interessante und überraschende Details der Unterwasserwelt gezeigt werden. Zu sehen sind also nicht nur tolle Bilder aus der Nordsee, sondern auch seltene Aufnahmen aus nächster Nähe.

Erklärende Kommentare erscheinen als Dialog der beiden U-Boot-Insassen. Der Dialog ist so konzipiert, dass der Biologe im U-Boot die eher technisch interessierte Bootskommandantin für die Wunder der Unterwasserwelt, die Entdeckungen und Detailsichten zu begeistern versucht.

Einsatz der Filme im Unterricht

  • Ein Seestern im Scheinwerferlicht. Der Lebensraum der Nordsee ist eine fremde Welt; Rechte: WDR
  • Das Bild zeigt eine rosafarbene Zylinderrose mit ihren Tentakeln. Die rosafarbene Zylinderrose wächst unter Wasser; Rechte: WDR

Das Meer fasziniert viele Schüler. Die Unterwasserwelt der Nordsee ermöglicht Einblicke in eine ganz fremde Welt. Die Reihe konzentriert sich auf unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten: einige Fische, Krebstiere, Blumentiere, Quallen und Tintenfische. Die reduzierte Auswahl hat den Vorteil, dass man sich fachlich intensiver mit den Arten auseinandersetzen kann. Dabei spielen Form und Funktion, Tarnung, Jagdtechniken, Aggression, Kommunikation und Brutpflege die Hauptrolle. Da in den Sendungen nur auf einige Details eingegangen wird, muss der Lehrer fachlich gut vorbereitet sein.

Die szenische Rahmenhandlung sorgt dafür, dass der Film in den Eingangsklassen der Sekundarstufe I eingesetzt werden kann, allerdings hat die Sprache ein hohes Niveau.

Im Vordergrund des Lernens stehen nach den Lehrplänen der Erwerb prozessbezogener Kompetenzen (Handlungsfähigkeit der Schüler in Situationen, die die Nutzung naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen erfordern) und konzeptbezogener Kompetenzen (Verständnis, Anwendung und Entwicklung naturwissenschaftlicher Konzepte, begründeter Prinzipien, Vorstellungen, Begriffe und Ideen, mit denen Phänomene beschrieben und geordnet werden).

Für den Kompetenzbereich "Naturwissenschaft" entwickelt die Filmreihe konzeptbezogene Kompetenzen: das Phänomen "Nordsee" mit seiner Vielseitigkeit, und hier besonders die Bereiche "Struktur und Funktion" und "Veränderung und Entwicklung". Die Filme können aber auch prozessbezogene Kompetenzen entwickeln, in denen es um naturwissenschaftliche Arbeitsweisen geht. So werden im Film moderne Untersuchungsgeräte vorgestellt, deren Anwendung zu neuen Erkenntnissen und Fragestellungen führt. Dazu lassen sich auch in der Schule Aufgaben und Projekte planen, wie zum Beispiel der Umgang mit dem Lichtmikroskop.

In der fünften Jahrgangsstufe kann der Film beim Rahmenthema “Wege in die Welt des Kleinen" eingebettet werden, wenn man das Mikroskop als Arbeitsinstrument einführt und sich dadurch scheinbar Unwichtiges so stark vergrößern lässt, dass interessante Strukturen sichtbar werden. Zusätzlich kann der Film bei den Rahmenthemen "Pflanzen – Tiere – Lebensräume" eingesetzt werden.

Notwendige Vorkenntnisse zum Verständnis des Films

  • Schematische, blau schimmernde Darstellung eines U-Boots. Das Mini-U-Boot kurz vor seiner Verkleinerung; Rechte: WDR

Folge 1

Gebraucht, aber nicht weiter erklärt werden die Begriffe “Prozent" und die Dezimalzahl “0,5“, Mikroskopscanner, Schichtstruktur, Kiemen, genetische Analyse, Schwerkraft und Schwimmblase.

Im fünften Jahrgang haben die Schüler noch keine Prozentrechnung oder Dezimalzahlen durchgenommen, deshalb muss verdeutlicht werden, dass ein vier Meter langes U-Boot auf zwei Zentimeter verkleinert wurde. Da Lupe und Lichtmikroskop eingeführt werden, kann sicherlich auch knapp auf Geräte wie Elektronenmikroskop oder Sondenkamera eingegangen werden. Kenntnisse der Fischanatomie sind von Vorteil. Die Begriffe "genetische Analyse" und "Schwerkraft" werden nur sehr knapp und oberflächlich behandelt werden können.

Folge 2

Die Herleitung, dass Seescheiden Vorläufer einer Wirbelsäule besitzen und deswegen nahe mit den Wirbeltieren – also auch mit den Menschen – verwandt sind, dürfte für die Schüler nicht einfach nachvollziehbar sein. Es sei denn, der Evolutionsgedanke wurde schon in der Grundschule behandelt. Es wäre sinnvoll, das Rahmenthema “Wahrnehmung mit allen Sinnen", das nach den neuen Kernlehrplänen für den Jahrgang sechs vorgesehen ist, schon vorab oder im Anschluss zu behandeln. Der Begriff “Zelle" sollte bekannt sein, sonst ist für Schüler die Leistung der Nesselzelle als höchstspezialisierte Zelle im Tierreich nicht nachvollziehbar.

Folge 3

Abgesehen von einigen verwendeten Begriffen, auf die der Lehrer direkt eingehen kann, gibt es ein paar Themen, die die Schüler vorher einmal behandelt haben sollten – wie zum Beispiel Hautzellen, Farbzellen, Nervensystem.