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Sendungsinhalt: Das Kleid mit den silbernen Knöpfen

  • Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt ein kleines Mädchen bei seiner Einschulung. Margret liebte die silbernen Knöpfe an ihrem Kleid; Rechte: WDR

Margret und Wulf müssen gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter vor den Russen flüchten. Sie werden in Viehwaggons nach Kiel in ein Barackenlager gebracht. Der Vater ist weit weg in Gefangenschaft und die Kinder vermissen ihn sehr.

Die Erinnerungen an ihn verblassen, das Unverständnis wird größer und ihre Angst wächst. Außerdem haben sie ständig Hunger. Malzkaffee und Kohlrübensuppe sind ihre tägliche Nahrung. Das einzige, was Margret von früher noch geblieben ist, ist ihr rotes Kleid mit den silbernen Knöpfen.

Sie ist stolz darauf und erzählt heute im Interview, wie sie sich beschützt und begleitet fühlte. In ihrer Fantasie macht sie die silbernen Knöpfe zu Wunschknöpfen, die ihr, wenn sie daran dreht, ihre Wünsche erfüllen. Ihr sehnlichster Wunsch ist, dass ihr Vater zu ihnen zurückkommt, sie zurück nach Hause gehen und "alles wieder gut wird".

Tatsächlich kommt der Vater Ostern 1949, doch sie haben sich so lange nicht gesehen, dass er Margret und Wulf ganz fremd vorkommt. Dem Mädchen ist die Begegnung, auf die sie so lange gewartet hat, unangenehm. Es dauert eine Zeit, bis sie sich wieder aneinander gewöhnen.