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Inhalt

Inhalt der Reihe

Deutschland, Mitte der 60er Jahre. Viele junge Menschen fühlen sich beengt innerhalb einer „Gesellschaft, die nicht auf sie wartet“, wie es Wolf-Michael Catenhusen, einer der Zeitzeugen der Sendereihe, ausdrückt. Das brutale Vorgehen der USA in Vietnam, die parlamentarische Stagnation unter Kiesingers Großer Koalition oder dessen freundlicher Empfang des Schahs von Persien sind Impulse, die mehr und mehr Jugendliche berühren und ihren Mut zum Widerstand wecken. Während viele Erwachsene gleichgültig auf das politische Geschehen reagieren, formieren sich Protestbewegungen an den Hochschulen, die sich gegen elterliche Kontrolle und staatliche Willkür energisch zur Wehr setzen.

Mit dem Kampf gegen politische Bevormundung, der in den Notstandsgesetzen, dem Tod Ohnesorgs und dem Attentat auf Dutschke seine Höhepunkte hat, gehen bedeutende gesellschaftliche Umbrüche einher: Wohngemeinschaften entstehen, die Pille wird erfunden und Frauen treiben die Auflösung klassischer Rollenmuster voran. Die von prominenten Zeitgenossen wie Günter Wallraff oder Ulrich Wickert begleitete Filmreihe illustriert die entfesselte Atmosphäre einer Epoche, die mit dem Regierungsantritt Brandts 1969 und seinem Bekenntnis zu mehr Demokratie einen vorläufigen Abschluss findet.