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Hautkrebs gehört inzwischen zu den Krebsformen mit den höchsten Neubildungsraten. Häufige und starke Sonnenbestrahlungen mit darauf folgendem Sonnenbrand, besonders im Kindes- und Jugendalter, fördern die Bildung des tückischen malignen Melanoms - des schwarzen Hautkrebses. Die Dermatologen sehen eine starke Zunahme dieser Erkrankungen, die Zahl der Neubildung maligner Melanome hat sich in den letzten 40 Jahren alle sieben bis neun Jahre verdoppelt. Grund dafür ist vor allem ein geändertes Freizeitverhalten und ein Gesundheitsverständnis, das eine tiefe Bräune mit Gesundheit gleichsetzt.

Die drei häufigsten Formen von Hautkrebs sind
  • das Basalzellkarzinom,
  • das Stachelzellkarzinom und
  • das maligne Melanom.
Das Basalzellkarzinom ist ein langsam wachsender Tumor, der keine Metastasen ausbildet. Das heißt, er breitet sich nicht auf andere Organe aus. Er kann meist chirurgisch oder mit Strahlentherapie entfernt werden. Ein Basalzellkarzinom entsteht an Hautstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt waren – vor allem bei älteren Menschen, die helle Haut haben und viel an der Sonne waren.

Das Stachelzellkarzinom ist etwas seltener als das Basalzellkarzinom, aber gefährlicher, da es Metastasen ausbildet. Es wächst jedoch nur langsam, daher kann es meist vorher entfernt werden. Das Stachelzellkarzinom tritt ebenfalls vor allem bei älteren Menschen an sonnenexponierten Hautpartien auf.

Das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs, ist die seltenste, aber auch die gefährlichste Form von Hautkrebs. Es gehört zu den bösartigsten Tumoren überhaupt, weil es sehr früh Metastasen bildet. Erkennt man das maligne Melanom rechtzeitig, ist es jedoch heilbar. Es tritt früher als die anderen Arten von Hautkrebs auf, meist im 3. oder 4. Lebensjahrzehnt, manchmal auch früher. Maligne Melanome bilden sich meist auf zuvor völlig gesunder Haut, in einem Drittel der Fälle auf vorhandenen Muttermalen. Jedes neue und schnell wachsende Pigmentmal ist daher bei Erwachsenen ein Warnzeichen und sollte von einem Hautarzt kontrolliert werden.

Hautkrebsfrüherkennung

Da das maligne Melanom – frühzeitig erkannt – heilbar ist, ist es sinnvoll, die eigene Haut von Zeit zu Zeit zu kontrollieren. Dabei hilft die so genannte ABCDE-Regel, die verdächtige von harmlosen Hautstellen unterscheidet. Verdächtig sind alle Hautveränderungen, die eines der unten genannten Merkmale aufweisen:

A – eine Asymmetrie der Hautveränderung
B – unregelmäßige oder unscharfe Begrenzung der Hautveränderung
C – Color/Farbe – unregelmäßige Farbe; dunkle und helle Areale
D – Durchmesser der Hautveränderung größer als fünf Millimeter
E – Erhabenheit: Hautveränderung teilweise erhaben

Ebenso können Juckreiz, Nässen oder Bluten im Bereich eines Muttermals ein Hinweis auf ein sich entwickelndes Melanom sein.

Jedes dieser Anzeichen sollte von einem Hautarzt kontrolliert werden.