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Wird die Haut zu lange zu intensiver UV-Strahlung ausgesetzt, entsteht ein Sonnenbrand. Dieser beginnt 3 bis 24 Stunden nach der Schädigung mit einer Rötung der Haut. In der Folge treten Schwellungen und auch Schmerzen auf.

Zu spät: der Sonnenbrand ist da – akutes Stadium.

Zu spät: der Sonnenbrand ist da – akutes Stadium.

Die Rötung wird durch geweitete Blutgefäße in der Haut hervorgerufen. Erhöhte Durchblutung ist das Anzeichen für eine gewöhnliche entzündliche Reaktion. Der betroffene Bereich wird besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystems versorgt. Schließlich müssen die Schäden in den Hautzellen vom Körper repariert werden.

Sonnenbrand (Dermatitis Solaris) ist medizinisch betrachtet nichts anderes als eine Verbrennung. Verbrennungen werden nach ihren Symptomen in drei Grade eingestuft:
  • Verbrennungen 1. Grades schmerzhafte Hautrötung
  • Verbrennungen 2. Grades Blasenbildung
  • Verbrennungen 3. Grades weitgehende Zerstörungen der Haut, evtl. Ablösung der Oberhaut auf größeren Bereichen
Verbrennungen 3. Grades müssen im Krankenhaus behandelt werden. Treten Kopfweh, Übelkeit oder Fieber auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Der Höhepunkt des Sonnenbrandes ist nach 24 bis 36 Stunden erreicht. Nach 48 bis 72 Stunden klingt er langsam ab, nach ein bis zwei Wochen ist er verschwunden. Hat sich die Haut nicht abgelöst, bleiben eine Bräunung und eventuell Lichtschwielen zurück.

Dieser Sonnenbrand ist fast abgeheilt.

Dieser Sonnenbrand ist fast abgeheilt.
Doch die langfristigen Folgen sind noch nicht absehbar.
© Mauritius

In unserem Versuch können Sie testen, wie unterschiedliche Hauttypen mit der Sonne zurechtkommen. Zum Versuch

Therapie

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Sonnenbrand, muss die Haut als erstes vollständig vor weiterem Sonnenlicht geschützt werden. Eincremen reicht in diesem Stadium nicht mehr aus. Das sinnvollste ist die Totalabschirmung der betroffenen Hautstellen von UV-Strahlung. Praktisch bedeutet das: Man sollte in den Schatten gehen und die betroffenen Körperstellen abdecken, da auch im Schatten durch Reflexion vom Boden oder von Gegenständen UV-Strahlung vorhanden ist.

Kühlende Umschläge, Lotionen oder Gels lindern die Symptome und können der ausgetrockneten Haut Feuchtigkeit spenden. In extremen Fällen kann ein Schmerzmittel wie Ibuprofen, das in höherer Dosierung auch enzündungshemmend wirkt, zum Einsatz kommen.
Wie bei jeder Verbrennung hat der Körper bei Sonnenbrand einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, daher sollte man viel trinken.
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