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Verschiedene Geräte zur Gebisspflege hatten fast alle alten Kulturen - z. B. Holzstöckchen zum Kauen, Federkiele und Zahnschaber. In Indien wurde sogar schon vor 2000 Jahren aus Öl, Gewürzen und anderen Zutaten die erste Zahnpasta angerührt. Doch die Zahnbürste wie wir sie kennen stammt vermutlich aus China, wo sie Anfang des 16. Jahrhunderts erstmals auftauchte.

Erst im 19. Jahrhundert setzte sich die Zahnbürste und damit die Zahnpasta in der breiten Bevölkerung durch. Die Zahnpasta stellte man selbst aus Salz oder Kräutern her, oder man erwarb eine Mischung beim Apotheker - wenn man es sich leisten konnte. 1908 verkaufte William Colgate, Hersteller von Seife und Kerzen, in New York die erste Zahnpastatube - Colgate Ribbon Dental Cream.

Zahnpasta

Handelsübliche Zahnpasta © swr

Heutige Zahnpasta besteht zu 20 bis 40 Prozent aus Wasser. Weitere Hauptbestandteile sind verschiedene Feuchthaltemittel, die für Geschmeidigkeit sorgen und vor dem Austrocknen schützen. Je nach Marke folgen sogenannte Putzkörper mit 15 bis 50 Prozent Anteil an der Zahnpastamasse. Die Putzkörper verbessern die Kraftübertragung von der Bürste auf die Zähne und wirken wie ein Scheuermittel. Häufig bestehen die Putzkörper aus fein zermahlenem Marmormehl.

Weniger als zwei Prozent der Zahnpaste macht das eigentliche "Waschmittel" in der Zahnpasta aus. Dabei handelt es sich ebenfalls um Stoffe, die zu der Gruppe der Tensiden gehören. Sie sorgen für die erwünschte Schaumbildung und dafür, dass die Inhaltsstoffe beim Putzen bis in den kleinsten Winkel gelangen. Weitere Inhaltsstoffe sind Fluorid zum Zahnschutz sowie Geschmacksstoffe.

In den entwickelteren Ländern haben regelmäßige Zahnpflege und Kontrolle beim Zahnarzt für eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Zahngesundheit gesorgt.