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Wichtigster Phosphatersatzstoff ist Zeolith (Natrium-Aluminium-Silikat). Zeolith wird aus Gestein gewonnen und ist wasserunlöslich. Er wirkt als Ionenaustauscher. Im Inneren eines Zeolith-Moleküls sitzen Natriumionen, die von den Calciumionen des "harten" Wassers verdrängt werden. Damit sind die Calciumionen unschädlich gemacht, und das Waschpulver kann wirken, ohne von diesen behindert zu werden.

Weitere Ersatzstoffe sind NTA (Nitrilotriacetat), Citrat und Polycarboxylate. Manche von ihnen stehen in der Kritik der Umweltschützer (wie NTA), da sie Schwermetalle aus Ablagerungen am Gewässerboden lösen können und damit die Schwermetalle ins Trinkwasser gelangen könnten.
Andere (wie Citrat) sind biologisch leicht abbaubar, haben aber Nachteile bei der Wirksamkeit in bestimmten Temperaturbereichen. Die Wirkung von Citrat etwa ist bei höheren Temperaturen nicht zufriedenstellend.

Schäumende Flüsse

In den 50er-Jahren wurde die Seife im Waschmittel zum großen Teil durch solche synthetischen Tenside ersetzt, die nur schwer biologisch abbaubar sind.

Das führte zu teilweise extremer Schaumbildung in Klärwerken und Gewässern. Daher wurde 1964 das so genannte Detergentiengesetz erlassen (Detergentien sind Wasch- und Reinigungsmittel).

Darin wird vorgeschrieben, dass alle Tenside zu mindestens 80 Prozent biologisch abbaubar sein müssen.

Schaum auf dem Wasser
Zum Glück heute ein seltener Anblick: Schaum auf dem Wasser durch schwer abbaubare Tenside. © dpa
Das heißt, 80 Prozent der Tenside müssen während des Aufenthalts des Wassers in der Kläranlage durch die dort arbeitenden Bakterien abgebaut werden. Den Rest übernehmen dann die Bakterien im Gewässer.