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In der Trockenreinigung (chemischen Reinigung) geht es durchaus nass zu. Allerdings wird hier nicht Wasser als Lösungsmittel verwendet, sondern Perchlorethylen (PER). PER ist ein unpolares Lösungsmittel, das fetthaltige Flecken sehr gut löst.

Seide und Wolle laufen beim gewöhnlichen Waschen mit Wasser ein, das heißt, die Fasern verkürzen sich und das Kleidungsstück wird kleiner. Unpolare Lösungsmittel dagegen beeinträchtigen diese Fasern nicht. Daher überstehen Kleider aus solchen Materialien die Trockenreinigung besser als die Waschmaschine.

Entdeckt wurde die Trockenreinigung per Zufall: Der Franzose Jolly Belin goss aus Versehen Petroleum auf seine fleckige Tischdecke und entdeckte, dass sie danach sauberer wurde.

Er experimentierte weiter, perfektionierte die Technik und eröffnete im Jahr 1855 die weltweit erste Trockenreinigung in Paris.
Heute wird fast überall PER verwendet, da es günstige Reinigungseigenschaften hat, sich leicht wieder verwenden lässt und billig ist. Dennoch steht der Stoff in der Kritik. Er soll bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen hervorrufen und steht im Verdacht Krebs erregend zu sein.

Daher wurden Alternativen entwickelt, die zum Beispiel mit flüssigem Kohlendioxid arbeiten. Diese haben sich aus Kostengründen aber noch nicht durchgesetzt.

Maschine zur Trockenreinigung

Eine Maschine zur Trockenreinigung. Sie sieht aus wie eine große Waschmaschine, funktioniert aber ganz anders. © Fa.Ilsa