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Waschmaschine

In fast jedem Haushalt vorhanden, die Waschmaschine © dpa

Moderne Waschmittel enthalten keine Seife mehr, sondern andere waschaktive Substanzen (Tenside). Diese haben aber alle das gleiche Wirkprinzip bei der Reinigung wie die Seife. Daher lösen sie vor allem fetthaltige Flecken wie leichten Kragenschmutz (Hautfett), Make-up oder Butter.
Man unterscheidet zwischen anionischen, kationischen und nicht-ionischen Tensiden.

Anionische Tenside

Die größte und wichtigste Gruppe der Tenside sind die anionischen Tenside. Diese haben neben der unpolaren Kohlenwasserstoffkette einen negativ geladenen (=anionischen) Kopf. Zu dieser Gruppe gehören die Seifen. Diese reagieren mit den im Wasser vorhandenen Magnesium- und Calciumionen (je härter das Wasser, desto mehr) und bilden unlösliche Kalkseifen. Sie lagern sich ab, werden inaktiv und verschmutzen das Waschgut zusätzlich. Daher verwendet man heute Stoffe, die weniger leicht solche Reaktionen eingehen, wie etwa die Alkylbenzosulfonate.

Kationische Tenside

Kationische Tenside haben einen positiv geladenen (=kationischen) Kopf, aber keine Waschwirkung. Sie werden für Weichspüler verwendet, der sich auf dem Stoff absetzt und ihn angenehmer für die Haut macht.

Amphotere Tenside

Amphotere Tenside haben neben der unpolaren Kohlenwasserstoffkette sowohl einen positiv geladenen wie einen negativ geladenen Teil. Sie kommen bei Haarwaschmitteln, Schaumbädern und Spezialwaschmitteln der Industrie zum Einsatz.

Nicht-ionische Tenside

Die nicht-ionischen Tenside sind besonders bei niedrigen Temperaturen gut wirksam. Deshalb eignen sie sich gut zum Waschen von Synthetikstoffen. Sie sind nicht geladen, aber dennoch polar, da in der Kohlenwasserstoffkette Sauerstoffatome eingebaut sind, die wie beim Wassermolekül für eine Polarisierung des Moleküls sorgen.