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Eiskeller
 
Kühlschrank
Eisblöcke zur Kühlung von Eiskellern © dpa
 
Historische Kühlschrankwerbung © dpa

In Zeiten, als es noch keinen Strom und somit auch keine Kühlschränke gab, "ernteten" die Menschen im Winter aus zugefrorenen Seen Eis. Dieses wurde mit einer isolierenden Schicht aus Stroh abgedeckt und in tiefen Kellern eingelagert. Im Sommer konnte Eis nur aus den Gletschergebieten besorgt werden, was je nach Entfernung sehr aufwändig und kostspielig war.
Mit den Eisstangen kühlten die Wirtshäuser und Brauereien ihre Getränke. Gefrorener Honig und gefrorene Sahne waren schon im alten Rom sehr beliebt. Von Napoleon wissen wir, dass er auf diese Leckereien selbst auf seinem Ägyptenfeldzug nicht verzichten wollte. Das Problem ist aber, dass Sahne erst ab -20°C merklich fest wird. Wie konnten aber solche tiefe Temperaturen im Sommer und noch dazu in Ägypten erzeugt werden?

Schon die Römer mischten das Eis mit Salzen. Vor allem benutzen sie die Salze, die an Kellerwänden "ausblühten". Dieser "Salpeter" (von lat. sal petri) bestand vor allem aus Ammoniumnitrat, das durch die bakterielle Zersetzung von Gülle entstand, die aus einem benachbarten Abfluss oder Misthaufen durch die Kellerwand drang. Die mit diesen Salzen hergestellten Lösungen kühlten sich sehr stark ab. Napoleons Soldaten konnten so durch das Mischen von Schießpulver, in dem Nitrat enthalten ist, mit vorgekühltem Wasser eiskalte Getränke herstellen. Das kühle Wasser lieferte ihnen eine Erfindung der Araber, die Wasser stets in porösen Tonkrügen aufbewahrten. Das auf der Außenfläche verdunstende Wasser kühlte die Krüge. So erreichte man Temperaturen von ca. 10°C.

Viele dieser Kühlvorgänge benötigen Salz. Was aber passiert wenn sich Salz in flüssigem Wasser löst?

 

 
Beim Lösevorgang bricht das Gitter der Salzionen auf und die Wasserdipole umhüllen die Ionen des Salzes.