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Carl Ochsenius (1830-1906) war der erste, der eine präzise Theorie zur neptunischen Entstehung der Salzlagerstätten entwarf. In seinem Buch "Die Bildung von Steinsalzlagern und ihrer Mutterlaugensalze", das 1877 in Halle erschien, stellt er die so genannte Barrentheorie auf. Sie erklärt die Entstehung der Salzlager und ist bis heute gültig.

Salzstock

Im Inneren eines Salzstocks © dpa

Nach dieser Theorie bildeten sich die Salzlager in Meeresbecken, die durch eine Erhebung, dem Barren, vom Meer getrennt waren. Ist der Barren so hoch, dass keine Verbindung mehr zum Meer besteht, steigt die Konzentration des Salzes im Wasser des Beckens durch Verdunstung an. Fließt nun regelmäßig salzhaltiges Wasser in das abschirmte Becken nach, durch Überflutungen oder einen Zufluss, steigt die Salzkonzentration immer weiter an. Ist die Sättigungsgrenze erreicht, setzen sich die verschiedenen im Meerwasser gelösten Salze am Boden des Beckens ab. Man sagt die Salze fallen aus. Zunächst lagern sich Kalk (Kalziumcarbonat CaCO3) und Gips (Kalziumsulfat CaSO4) ab.

Barrentheorie
Skizze zur Erklärung der auch heute noch gültigen Barrentheorie
zur Entstehung der Salzlagerstätten.

Später schlägt sich dann Natriumchlorid (NaCl) als Steinsalz nieder. Verschiedene weitere Salze, die so genannten Edelsalze, fallen aus. Durch den Wind werden die angelagerten Schichten mit Staub bedeckt. Dieser Zyklus hat sich oft mehrmals nacheinander wiederholt - es sind also mehrere Schichtfolgen entstanden.