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Parallel zur Erforschung der chemischen Konservierung wurde auch die Entwicklung des physikalischen Haltbarmachens vorangetrieben. Der Chemiker Dr. Rudolf Rempel aus Gelsenkirchen ließ sich am 24. April 1892 eine Erfindung patentieren.
Er versah Gläser mit geschliffenem Rand mit einem Gummiring und Blechdeckel und kochte die Nahrungsmittel im Wasserbad, indem er einen schweren Gegenstand (Stein oder Gewicht) auf den Deckel des Glases legte.

 
Daas älteste, im Jahre 1897 gefüllte WECK-Einkochglas. © Archiv der Fa. Weck.
 

Mit diesem Verfahren kombinierte er die Erkenntnisse von Guericke (1602-1686; Untersuchungen zum Vakuum), Papin (1647-1712; Vakuum in Gefäßen durch teilweises Verdampfen des Inhaltes) und die praktischen Erfahrungen von Appert und Pasteur.
Dieses Patent erwarb im Jahre 1895 Johannes Weck, der ihm auch seinen Namen gab. Noch heute ist es das "Einwecken" ein Begriff.

 

Der fortschreitende und teilweise sehr intensiv betriebene Einsatz von Konservierungsstoffen machte eine gesetzliche Regelung nötig. Ende des 19. Jahrhunderts trat die erste dieser Art in Kraft. Das erste Lebensmittelgesetz für Deutschland wurde am 5. Juli 1927 unter der Bezeichnung "Gesetz über den Verkehr mit Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen" erlassen.
Das heute gültige Gesetz ist das "Gesetz zur Reformierung des Lebensmittels- und Bedarfsgegenständesgesetz (LMBG)".