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Der französische Kaiser Napoleon I. setzte einen für damalige Zeiten sehr hohen Preis von 12000 Goldfrancs für die Erfindung eines Verfahrens zum Haltbarmachen von Nahrungsmitteln aus. Dieses sollte dazu geeignet sein, die Soldaten fernab der Heimat ausreichend zu versorgen.
Er stellte sich ein Verfahren vor, das es erlaubte die Vorräte der Truppe und der Marine so haltbar zu machen, dass sie überall hin mitgenommen werden konnten.

 
Napoleon I. © dpa
 

Dieser Preis wurde 1810 an François Nicolas Appert (vormals Franz Nikolaus Abert) ausbezahlt. Er erhielt ihn "für die Kunst, alle animalischen und vegetabilischen Substanzen in voller Frische zu erhalten", wie es in der Verleihungsurkunde heißt.
Er gilt damit als Erfinder der Konservendose. Sein Verfahren nimmt die Erkenntnisse von Pasteur vorweg, der sich in seinen Ausführungen auch ausdrücklich auf Appert bezieht.
Der besondere Verdienst Pasteurs liegt aber darin, dass er experimentell nachgewiesen hat, dass es oft ausreicht, die Lebensmittel kurzzeitig auf 70°C zu erhitzen, das heißt, das diese nicht gekocht werden müssen, um haltbar zu werden.
Dadurch bleiben wesentlich mehr Vitamine erhalten, die Nahrungsmittel sind also hochwertiger.

 

Durch die Fortschritte in der wissenschaftlichen Forschung konnten immer mehr chemische Verbindungen in Reinform gewonnen und synthetisiert werden. Die gefundenen Substanzen wurden unter anderem auch auf ihre antiseptischen Eigenschaften hin untersucht. So berichtet zum Beispiel Jodin 1865 von der antiseptischen Wirkung der Ameisensäure und 1874 beschreiben Kolbe und Thiersche die gleiche Wirkung für die Salicylsäure.
Nur ein Jahr später wird von Fleck das große Wirkungsspektrum der Benzoesäure beschrieben. Diese Säuren sind auch heute noch als Konservierungsmittel im Gebrauch.