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Die ersten systematischen experimentellen Untersuchungen zur Konservierung unternahm 1750 der britische Truppenarzt Sir J. Pringle. Ihm verdanken wir den Begriff "antiseptisch", der soviel wie "Wundinfektion verhindernd" heißt. Bei seinen Untersuchungen kam er zu dem Ergebnis, dass Säuren die stärksten Antiseptika seien, dass Salpeter dem Kochsalz in seiner konservierenden Wirkung überlegen sei und dass sich einige pflanzliche Stoffe ebenfalls zur Konservierung oder Wunddesinfektion eignen. Er nannte zum Beispiel Kamille, Kampfer und Myrrhe als wirksame Antiseptika.

 
Die Kamille © www.plant-pictures.de
 

Bereits 1765 wurde von L. Spallanzani nachgewiesen, dass in einer aufgekochten Flüssigkeit keine neuen fäulniserregenden Stoffe entstehen können. Was aber diese fäulniserregenden Stoffe sind, wurde erst über 100 Jahre später 1875 von L. Pasteur, einem französischen Chemiker und Bakteriologen, entdeckt. Er erkannte in den Mikroorganismen den wahren Grund für den Verderb von Lebensmitteln. Auf diese Entdeckung geht die Benennung der Wirkungsweise von Konservierungsmitteln als "antimikrobiell" zurück. Er erfand auch das nach ihm benannte Verfahren des "Pasteurisierens", indem er nachwies, dass bereits eine kurze Erhitzung von Lebensmitteln nahezu alle Mikroorganismen abtötet, ohne dabei den Geschmack der Ware zu verändern.