Planet Schule Logo
 
 

In dem Werk "Naturalis historia" beschreibt der Römer Plinius (24 - 79 n.Chr.) die Aufbewahrung von Obst durch luftdichtes Verpacken. Äpfel wurden mit in Wein geknetetem Ton umhüllt oder Quitten mit Bienenwachs überzogen.
Er beschreibt auch die konservierende Wirkung verschiedener Säuren, allerdings ohne sie benennen zu können oder ihre Zusammensetzung zu kennen.

 
 
Antiker Tempel © dpa
 

Die Aufbewahrung von leicht Verderblichem in einem "Kühlschrank" ist in den Berichten des Athenäus überliefert (ca. 200 n.Chr.). Die Lebensmittel wurden in Tongefäßen aufbewahrt, die permanent von außen angefeuchtet wurden. Dadurch werden konstante Temperaturen von ca. 10°C in den Gefäßen erreicht. Solche Behältnisse, meist in den Boden eingelassene Amphoren, sind auch heute noch im gesamten Mittelmeerraum zu finden.
Wo möglich wurden auch Keller gegraben oder in den Felsen getrieben, die oft im Winter noch zusätzlich mit auf den zugefrorenen Seen geerntetem Eis gefüllt wurden, welches meist über den gesamten Sommer die Temperaturen niedrig hielt.

 

Selbst Butter oder Fleisch wurden mit Zucker konserviert, wobei letzteres zu diesem Zweck in eine Zuckerschmelze getaucht wurde.
Doch erst die Entdeckung Marggrafs machte Zucker für jedermann erschwinglich und so zu einem gängigen Konservierungsmittel. Marggraf entdeckte, dass die einheimische Runkelrübe den gleichen Zucker enthält wie Zuckerrohr. Die Produktion konnte also im eigenen Land stattfinden. Man war daher nicht mehr auf teure Importe aus Übersee angewiesen.