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Die Palette der Versuche zum Thema "Konservieren" ist lang. Um aber die Wirkung der verschiedenen Konservierungsarten zu prüfen, benötigt man viel Zeit. Die Proben müssen über mehrere Wochen beobachtet werden. Daher werden an dieser Stelle nur Versuche benannt, die sich mit der Überprüfung der vorhandenen Konservierungsstoffe auseinandersetzen.
Qualitative Nachweise sind dabei in allen Klassenstufen möglich, quantitative Nachweise hingegen erfordern Kenntnisse der Stöchiometrie und routinierten Umgang mit quantitativen Nachweisverfahren (z.B. Titration).

 
 

1. Versuch: Schwefel-Bestimmung im Wein

 

Der Schwefel im Wein lässt sich mit Jod nachweisen. Stärke dient dabei als Indikator. Das zur Schwefelung des Weines eingesetzte Schwefeldioxid liegt im Wein in gelöster Form bzw. als SO32- -Ion vor. Dieses wird von Jod zu Schwefelsäure bzw. zum SO42- -Ion oxidiert. Nach Ablauf dieser Reaktion liegt Jod in der Lösung im Überschuss vor. Dieses wird von der vorhandenen Stärke durch intensive Blaufärbung angezeigt.

 

SO2 + I2 + 2H2O >>> H2SO4 + 2 HI

SO32- + I2 + 2H2O >>> SO42- + 2I- + 2H+

 
 

Material:

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Weithalskolben

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elektr. Rührer

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Messzylinder

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Bürette

 

Durchführung:

1.

Um die Bisulfidverbindungen zu hydrolysieren, werden 50 ml Wein mit ca. 25ml Natronlauge (2 molar) in einem Weithalskolben gemischt. Die Mischung ca. 15 min stehen lassen.

2.

Mit 50ml Schwefelsäure (2 molar) wird die Mischung angesäuert. Zur Endpunktbestimmung werden etwa 1ml Stärkelösung zugegeben

3.

Zur Titration benötigt man eine genau eingestellte Jodlösung (0,05 molar). Mit dieser wird bis zu einer schwachen Blaufärbung titriert. Achtung: Der Umschlag erfolgt meist mit Verzögerung, also langsam zutropfen.

 

Zur Berechnung: (siehe nächste Seite!)