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Pflanzenwelt

Die Beeren der Misteln, einem Halbschmarotzer, der auf vielen Laub- und Nadelbäumen beheimatet ist, enthalten neben den Samen noch eine schleimig-klebrige Masse. Früher wurde daraus der sogenannte Vogelleim hergestellt. Vögel, die die Beeren fressen, verschmieren sich damit auch den Schnabel. Um ihn zu säubern, reiben sie ihn an Ästen oder an der Baumrinde. So kommen die im Schleim enthaltenen Samen auf andere Wirtspflanzen. Dort härtet der Schleim sofort aus und klebt die Samen bombenfest auf einen neuen Nährboden. Sind die Bedingungen optimal, kann eine neue Mistel austreiben.


Der ostaustralische "Vogelfängerbaum" (Heimerliodendron brunonianum) lockt mit dem süßen Saft, den seine Früchte ausscheiden, Vögel an. Diese gummiartige klebrige Flüssigkeit dient dazu, die Samen auf dem Gefieder der Vögel festzukleben. Großen Vögeln macht das weiter nichts aus, sie werden zwar durch die Fracht behindert, das ist aber nicht von Dauer, da sich die Früchte auch wieder lösen. Kleineren Exemplaren macht der Klebstoff da schon mehr zu schaffen, sie könne sogar flugunfähig werden und sterben.

Auch die Bestäubung von Blüten wäre ohne Klebstoffe nicht denkbar. Die Pollen müssen an den Insekten haften, sich aber auch wieder abstreifen lassen, sobald die Tiere am Stempel einer anderen Blüte vorbeistreifen.

Tierwelt

Viele Insekten kleben ihre Eier an der Unterseite von Blättern fest. Die Florfliege hat sich noch etwas besonderes einfallen lassen. Sie setzt einen Klebstofftropfen auf ein Blatt und zieht daraus einen Stiel hoch, auf dem sie ihr Ei befestigt. Nach wenigen Sekunden ist dieser Sockel ausgehärtet und das Ei fest mit dem Blatt verbunden.