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Harze sind die Grundlage des Klebstoffes und auch in Reaktionsklebstoffen enthalten. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittel bilden die Harze, ähnlich einer Lackierung, einen geschlossenen Klebstofffilm.

Naturkautschuk

Zwar werden heute die meisten Klebstoffe chemisch hergestellt, doch weiterhin sind
auch Naturprodukte für bestimmte Klebstoffe noch notwendig. © dpa

Es sind verschiedene Harze in der Anwendung:

  • Harnstoff-Formaldehydharze (z.B. in Klebstoffen in der Spanplattenproduktion)
  • Melamin-Formaldehydharze
  • Phenol-Formaldehydharze
  • Epoxide (in Kunststoffklebern)
  • Polyester (z.B. in Zweikomponentenklebern)
  • Vinylharze
  • Acrylate (z.B. in Tesa-Film)
  • Synthetischer Kautschuk
  • Polyurethan (z.B. in "Pritt"-Klebern und Zweikomponentenklebern)

Formaldehydhaltigen Harze können das enthaltene Formaldehyd über Jahre hinweg langsam Ausdampfen. Das ist gesundheitlich nicht unbedenklich insbesondere wenn sich das Gas im Innenraum anreichert, kann es zu Schleimhautreizungen führen. Es steht aber auch unter Verdacht Krebs auszulösen. Es ist daher gesetzlich geregelt, dass nur noch eine sehr geringe Formaldehydkonzentration in der Raumluft vorhanden sein darf.

Geleimte Holzwerkstoffe wie Sperrholz und besonders Pressspanplatten enthalten Formaldehyd. Sie müssen gekennzeichnet sein und dürfen nur begrenzte Mengen Formaldehyd und andere Lösemittel enthalten, um in Innenräumen verwendet werden zu dürfen.

Bei der Herstellung von Harzen auf Epoxid oder Phenoxydbasis wird die Chemikalie Epichlorhydrin eingesetzt, die beim Verkleben in die Raumluft gelangen kann. Dieser Stoff löst bei empfindlichen Menschen Allergien aus und steht außerdem im Verdacht Krebs zu erzeugen.