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Zweikomponetenkleber

Zweikomponentenklebstoff © swr

Bei Zweikomponenten-Klebstoffen werden Binder und Härter erst kurz vor dem eigentlichen Kleben gemischt, da sie zusammen bereits bei normalen Umweltbedingungen aushärten. Die Verarbeitungszeitspannen dieser Klebstoffe sind recht kurz. Andererseits lassen sich durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse von Härter und Binder die Klebstoffeigenschaften sehr gut steuern.

Zweikomponenten-Klebstoffe zeichnen sich in der durch ihre hohe Langzeitbeständigkeit und Wärmefestigkeit aus.

Viele Industrieverklebungen werden mit Zweikomponentenklebstoffen gemacht, da durch Auswahl von Binder und Härterkomponenten eine optimale Anpassung an des spezielle Klebeproblem möglich ist.

Im Haushalt sind die Zweikomponentenklebstoffe wegen ihrer relativ umständlichen Verarbeitung nicht sehr beliebt.

Haftklebstoffe

Haftklebstoffe sind chemisch fertige Klebstoffe. Man könnte daher meinen, sie gehörten zu den physikalisch abbindenden Klebstoffe. Die Besonderheit der Haftklebstoffe liegt aber gerade darin, dass sie weder aushärten noch abbinden sondern zähflüssig bleiben. Verwendet werden sie zum Beschichten von Klebebändern und Etiketten, aber auch in der Medizin in Form von Heftpflasterbeschichtungen und ähnlichem.

Beim Ablösen von zum Beispiel Etiketten werden nicht etwa die Adhäsionskräfte zwischen Klebstoff und Oberfläche überwunden, sondern die oberflächennahen Kohäsionskräfte des Klebstoffes. Das ist der Grund, warum in der Regel beim Ablösen von Etiketten immer Klebstoffreste zurückbleiben.