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In der Natur sind Farben weit verbreitet. Oft haben sie eine Signalfunktion. Leuchtend bunte Blüten ziehen Insekten an, sie zeigen ihnen "Hier gibt es süßen Nektar!".

Honigbiene

Honigbiene © dpa

Die gelb-schwarze Musterung von Bienen und Wespen signalisiert den Vögeln: "Achtung! Friss mich und ich steche dich!" Das grüne Chlorophyll der Pflanzen absorbiert Sonnenlicht und nutzt es zur Energiegewinnung in der Photosynthese. Stark gefärbte Früchte locken Tiere an, die sie fressen und dabei die Samen verbreiten. Manche Farben in der Natur sind vermutlich auch einfach zufällig entstanden, weil die farbigen Substanzen eine bestimmte davon unabhängige Aufgabe gut erfüllen.

Mensch und Farbe

Der Mensch nutzt seit mindestens 30.000 Jahren natürliche Farben. Dabei bediente er sich hauptsächlich aus dem Farbkasten des Bodens: Ocker aus lehmigen Böden, Mangan- und Eisenverbindungen waren die am häufigsten eingesetzten Farbmittel.
Schon die Höhlenmenschen vor 30.000 Jahren schmückten ihre Behausungen mit farbigen Bildern aus. Im Laufe der Menschheitsgeschichte kamen immer mehr Farben hinzu, die zunächst nur aus natürlichen Quellen stammten. Die meisten pflanzlichen und tierischen Farben waren nicht haltbar genug. Erst im Laufe der Jahrhunderte entdeckte man dauerhafte Farben, die nicht aus dem Boden stammen.