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Der Grund dafür, dass heute Eisblumen eine Seltenheit sind, ist die verbesserte Wärmedämmung unserer Häuser. Ein Großteil der Wärme entweicht immer durch die Fenster. Um den Heizenergieverbrauch zu senken, wurde die Wärmeisolierung der Fenster ständig verbessert.

Heute sind Fenster mit so genannter Wärmeschutzverglasung Standard. Diese isolieren etwa fünfmal so gut wie Einfachverglasung. Das erreichen solche Fenster mit folgenden Tricks:
  • Glas selbst isoliert relativ schlecht, Gase dagegen recht gut. Daher werden zwei Scheiben verwendet. Die Luft dazwischen dient als zusätzliche Wärmedämmung. Sie funktioniert als unsichtbare Barriere gegen den Wärmeverlust vom Inneren des Zimmers nach draußen.
  • Der Scheibenzwischenraum wird abgedichtet und nicht mit Luft, sondern mit einem Edelgas, meist Argon, gefüllt. Argon hat den Vorteil, dass es noch schlechter Wärme leitet als Luft.
  • Des Weiteren wird eine der Scheiben mit einer hauchdünnen, nicht wahrnehmbaren Silberschicht bedampft. Diese reflektiert Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) aus dem Inneren zurück und verhindert, dass sie nach draußen gelangt.
So kann die Wärme weder durch Wärmeleitung noch durch Wärmestrahlung in dem Maße aus dem Zimmer wie bei Einfachverglasung. Das führt auch dazu, dass die Scheiben auf der Innenseite nicht so kalt werden. In unseren Breiten bedeutet das, dass sie nie kälter als Null Grad sind – und die Eisblumen damit ihrer Wachstumsgrundlage beraubt sind.

Früher waren Fenster mit Einfachverglasung üblich. Hier schon ein „fortschrittliches“ Fenster mit zwei einfachverglasten Scheiben hintereinander. © Mauritius

Früher waren Fenster mit Einfachverglasung üblich.
Hier schon ein „fortschrittliches“ Fenster mit zwei einfachverglasten Scheiben hintereinander.
© Mauritius