Planet Schule Logo
 
Je kälter die Luft wird, desto weniger gasförmiges Wasser kann sie aufnehmen. Daher bildet sich in der kühlen Nacht oft Tau. Die Luft kühlt ab, und das Wasser kondensiert an Gräsern, Bäumen, Autos oder anderen Gegenständen. Kondensieren bedeutet also, dass sich gasförmiges Wasser in flüssiger Form niederschlägt.

Kühlt die Luft stark ab, ist sie mit Wasser übersättigt. Das überschüssige Wasser setzt sich als Tau ab. © DPA

Kühlt die Luft stark ab, ist sie mit Wasser übersättigt.
Das überschüssige Wasser setzt sich als Tau ab. © dpa

Im Winter kann sich an Gegenständen, die deutlich kälter als 0 Grad sind, Rauhreif bilden. Das gasförmige Wasser setzt sich in Form von Eiskristallen auf dem Gegenstand ab. Dabei wird die flüssige Phase übersprungen. Man nennt das Resublimation. Es können sehr große Kristalle entstehen, die in die Richtung zeigen, aus welcher der Wind weht. Der Wind führt dem Kristall mit dem Luftstrom gasförmiges Wasser zu, das beim Kontakt mit dem Kristall resublimiert und sich bevorzugt an dessen Spitze anlagert.

Im Winter bildet sich Reif statt Tau – Eiskristalle entstehen direkt aus gasförmigem Wasser. © DPA

Im Winter bildet sich Reif statt Tau –
Eiskristalle entstehen direkt aus gasförmigem Wasser. © dpa

Unterkühltes Wasser

Um Wasser zu Eis werden zu lassen genügt es nicht, es unter 0 Grad abzukühlen. Denn auch unterhalb des Gefrierpunktes kann Wasser flüssig sein. Zum Erstarren brauchen Wassermoleküle einen so genannten Kristallisationskern. Das kann ein Staubkorn sein oder ein bereits bestehender Eiskristall. Sobald unterkühltes Wasser mit einem solchen Kristallisationskern in Berührung kommt, lagern sich die Moleküle an und bilden einen kristallinen Festkörper.