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  Wasser spielt in allen alten Kulturen eine fundamentale Rolle, da das überleben von Pflanzen, Tiere und Menschen davon abhängt. Deshalb waren Quellen häufig Orte der Verehrung von Gottheiten, und auch im Christentum finden sich mit Weihwasser und Taufe Elemente der Wasserverehrung.

Im Christentum spielt das Wasser eine wichtige kultische Rolle. © DPA
Im Christentum spielt das Wasser eine wichtige kultische Rolle... © dpa
… ebenso in anderen Religionen wie dem Hinduismus. © DPA
… ebenso in anderen Religionen wie dem Hinduismus. © dpa
In der Wüste ist die Lebensnotwendigkeit von Wasser am offensichtlichsten. © DPA
Wasser ist lebenswichtig. Das wird in der Wüste am offensichtlichsten. © dpa
Aber auch in den mittleren Breiten wussten die Menschen seit Anbeginn um seine lebenspendende Wirkung.© DPA
Aber auch in den mittleren Breiten wussten die Menschen seit Anbeginn um seine lebenspendende Wirkung.
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Der Grieche Thales von Milet behauptete im sechsten Jahrhundert vor Christus, alle Materie bestehe letztendlich aus Wasser. Wasser war der einzige damals bekannte Stoff, der sowohl fest als auch flüssig und gasförmig vorliegt.

Was ist Wasser?

Heute haben wir eine wesentlich konkretere Vorstellung von dem, was Wasser wirklich ist. Wir wissen, dass es aus zwei Wasserstoffatomen (H)und einem Sauerstoffatom (O) besteht, seine chemische Formel also H2O lautet.
Der korrekte wissenschaftliche Name für Wasser ist demnach Diwasserstoffmonoxid. Es ist das einzige natürlich vorkommende Oxid, das unter Normalbedingungen flüssig ist.

Kalottenmodell und Stabmodell des Wassermoleküls.
Kalottenmodell und Stabmodell des Wassermoleküls.


Die Zustandsformen von Wasser

Wasser hat wie jeder andere Stoff drei so genannte Aggregatzustände:

  • Fest: Eis
  • Flüssig: Wasser
  • Gasförmig: "Wasserdampf"

Die Bezeichnung "Wasserdampf" für gasförmiges Wasser ist eigentlich irreführend, denn unter Dampf versteht der Physiker eine Ansammlung von winzigen flüssigen Tröpfchen in der Luft. Wolken zum Beispiel bestehen aus solchen Tröpfchen. Auch der Dampf über einem Topf mit kochendem Wasser besteht aus solchen Tröpfchen, die sich beim Abkühlen des "Wassergases" an der Luft bilden.Wasser in Gasform können wir nicht sehen. Leider gibt es für gasförmiges Wasser keinen passenden Begriff, daher spricht der Fachmann meist von gasförmigem Wasser, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Menge von gasförmigem Wasser, die in Luft gelöst werden kann, hängt von der Temperatur ab. Je kälter es ist, desto weniger gasförmiges Wasser kann die Luft aufnehmen. Im Winter ist die Luft daher trockener als im Sommer. Atmen wir im Winter aus, ist der Atemhauch zu sehen. Anders im Sommer: Im Sommer nimmt die warme Luft das gasförmige Wasser, das in unserem Atem enthalten ist, problemlos auf. Im Winter dagegen verflüssigt sich das Wasser beim Abkühlen sofort. Winzige Tröpfchen entstehen, und unser Atem wird daher sichtbar. Den Übergang von der gasförmigen zur flüssigen Phase nennt man Kondensation.

Über einem Topf mit kochendem Wasser befindet sich unsichtbares gasförmiges Wasser und der sichtbare Wasserdampf, der aus kleinen Wassertröpfchen besteht. © DPA

Über einem Topf mit kochendem Wasser befindet sich unsichtbares gasförmiges Wasser und der sichtbare Wasserdampf, der aus kleinen Wassertröpfchen besteht.
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Wolken bestehen aus vielen winzigen Wassertropfen – oder aus kleinen Eiskristallen. © DPA

Wolken bestehen aus vielen winzigen Wassertropfen – oder aus kleinen Eiskristallen. © dpa

Auch das sind kleine Wassertropfen: der Atem enthält gasförmiges Wasser, das bei niedrigen Temperaturen zu sichtbaren kleinen Tröpfchen kondensiert. © DPA

Auch das sind kleine Wassertropfen: der Atem enthält gasförmiges Wasser, das bei niedrigen Temperaturen zu sichtbaren kleinen Tröpfchen kondensiert. © dpa