Erreger weltweit

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Hepatitis-B-Impfung

Wann wird geimpft:

Bei langfristigen Aufenthalten oder häufigen Reisen in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis-B-Vorkommen: Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie Süd- und Osteuropa.

Berufstätige im Gesundheitswesen

Patienten mit häufiger Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen

Kinder, Jugendliche gemäß dem deutschen Impfkalender

Was erhöht das Risiko?

Intimkontakte mit Einheimischen und gemeinsames Benutzen von infizierten Gegenständen des täglichen Lebens und/oder medizinische Eingriffe (z. B. Spritze nach Unfall) in Risikogebieten erhöhen das Infektionsrisiko.

Grundimmunisierung:

1. Impfung: Tag 0
2. Impfung: Tag 28
3. Impfung: nach > 6 Monaten

Vor der Reise sollten in der Regel zwei Impfungen erfolgt sein, um einen > 85% Hepatitis-B-Schutz gewährleisten zu können.

Impfstoff:

Totimpfstoff mit in der Regel guter Verträglichkeit.

Impfschutz:

10 Jahre

Eine Bestimmung der Hepatitis-Antikörper ist nur bei besonders hohem Risiko (z. B. medizinisches Personal) oder bei möglicherweise eingeschränkter Impfantwort (z. B. Alter über 40 Jahre, chronische Lebererkrankung, Dialyse-Patient) erforderlich.

Hepatitis A und B Kombinationsimpfstoff:

In Deutschland ist ein Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B zugelassen. Wie bei der Impfung gegen Hepatitis B allein sind zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen vor Reisebeginn zu verabreichen. Um einen Langzeitschutz von 10 Jahren zu erreichen, muss eine dritte Impfung nach ca. 6 Monaten gegeben werden. Die Wirksamkeit der Impfung ist zuverlässig, die Verträglichkeit in der Regel sehr gut.

Nebenwirkungen:

Nach der Impfung können innerhalb der ersten 48 Std. Allgemeinreaktionen des Körpers und/oder auch Haut und/oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auftreten. In der Regel klingen Sie nach 1 - 2 Tagen wieder ab.

Wann darf nicht geimpft werden:

Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile.

Die persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.