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Spezial: Der Deutsche Schulpreis 2017

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Heute wurde in Berlin der Deutsche Schulpreis verliehen. Der renommierte Wettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof Stiftung zeichnet besonders gute Schulen aus, um ihre innovativen Ideen und Konzepte sichtbar zu machen und sie für ihre Leistungen zu belohnen. Das Motto lautet: "Dem Lernen Flügel verleihen."

Die Preisverleihung

Bundeskanzlerin Angela Merkel verlieh den Hauptpreis. Die ARD-Moderatorin Susanne Holst und der SWR-Moderator Lennert Brinkhoff führten durch die Veranstaltung. Medienpartner des Deutschen Schulpreises sind der stern und die ARD.
Die Aufzeichnung der Preisverleihung ist in den nächsten Tagen auf Planet Schule verfügbar.

Die Preisträger

Planet Schule gratuliert allen Preisträgern und Nominierten herzlich!

 

Der Hauptpreis

Die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln (Niedersachsen) gewann den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2017.

 

Fünf weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhielten:

die Grundschule Borchshöhe in Bremen

die Waldparkschule in Heidelberg (Baden-Württemberg)

die Europaschule Bornheim (Nordrhein-Westfalen)

das Gymnasium Kirchheim in Kirchheim bei München (Bayern)

die Deutsche Schule in Rio de Janeiro (Brasilien)

 

Alle weiteren nominierten Schulen erhielten Anerkennungspreise von je 5.000 Euro.

Die Nominierten

14 Schulen standen in der Endrunde um die Vergabe des Deutschen Schulpreises 2017. Sie nahmen mit einer Delegation aus Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen an der feierlichen Preisverleihung in Berlin teil.

 

Sie kamen aus Bayern (2), Niedersachsen (3), Nordrhein-Westfalen (3), Bremen (1), Sachsen (1) und Baden-Württemberg (1). Zwei deutsche Auslandsschulen aus Brasilien und den USA waren ebenfalls unter den Nominierten.

Die Preise

Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, vier weitere Preise mit je 25.000 Euro. Alle im Rahmen des Wettbewerbs besuchten Schulen (TOP 20) und bis zu sechs weitere Bewerberschulen, werden in ein zweijähriges Förderprogramm des Deutschen Schulpreises aufgenommen.
Ziel des Programms ist es, innovative und entwicklungsbereite Schulen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.

Auswahlverfahren

Die 14 nominierten Schulen durchliefen ein aufwendiges Bewerbungsverfahren. Eine Jury aus Bildungswissenschaftlern und Praktikern hatte zunächst auf Basis der Bewerbungsunterlagen 20 Schulen ausgewählt, die Anfang des Jahres vor Ort besucht und begutachtet wurden. Im Anschluss nominierte die Jury 14 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2017.

Diese Schulen schaffen es, bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Rahmenbedingungen, für Leistung und Kreativität zu begeistern, Lernfreude und Lebensmut zu stärken und zu Fairness und Verantwortung zu erziehen.

Bei ihrer Entscheidung bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.

Die Auswahlkriterien für den Deutschen Schulpreis – Qualitätsbereiche

Grundlage des Deutschen Schulpreises ist ein umfassendes Verständnis von Lernen und Leistung. Dieses kommt in sechs Qualitätsbereichen zum Ausdruck.

Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannt.

Leistung:
Gesucht werden Schulen, die - gemessen an ihrer Ausgangslage - besondere Schülerleistung erzielen: in den Kernfächern (Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften), im künstlerischen Bereich (z.B. Theater, Kunst, Musik oder Tanz), im Sport oder in anderen wichtigen Bereichen (z.B. Projektarbeit, Wettbewerbe).

Umgang mit Vielfalt:
Gesucht werden Schulen, die Mittel und Wege gefunden haben, um produktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Leistungsmöglichkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler umzugehen, mit kultureller und nationaler Herkunft, Bildungshintergrund der Familie, Geschlecht; Schulen, die wirksam zum Ausgleich von Benachteiligungen beitragen; Schulen, die das individuelle Lernen planvoll und kontinuierlich fördern.

Unterrichtsqualität:
Gesucht werden Schulen, die daf&uur sorgen, dass die Schüler ihr Lernen selbst in die Hand nehmen; Schulen, die ein verständnisintensives und praxisorientiertes Lernen auch an außerschulischen Lernorten ermö Schulen, die den Unterricht und die Arbeit von Lehrern mit Hilfe neuer Erkenntnisse kontinuierlich verbessern.

Verantwortung:
Gesucht werden Schulen, in denen achtungsvoller Umgang miteinander, gewaltfreie Konfliktlösung und der sorgsame Umgang mit Sachen nicht nur postuliert, sondern gemeinsam vertreten und im Alltag verwirklicht werden; Schulen, die Mitwirkung und demokratisches Engagement, Eigeninitiative und Gemeinsinn im Unterricht, in der Schule und über die Schule hinaus tatsächlich fordern und umsetzen.

Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner:
Gesucht werden Schulen mit einem guten Klima und anregungsreichem Schulleben; Schulen, in die Schüler, Lehrer und Eltern gern gehen; Schulen, die pädagogisch fruchtbare Beziehungen zu außerschulischen Personen und Institutionen sowie zur Öffentlichkeit pflegen.

Schule als lernende Institution:
Schulen, die neue und ergebnisorientierte Formen der Zusammenarbeit des Kollegiums, der Führung und des demokratischen Managements praktizieren und die Motivation und Professionalität ihrer Lehrer planvoll fö Schulen, die in der Bewältigung der Stofffülle, der Verbesserung des Lehrplans, der Organisation und Evaluation des Schulgeschehens eigene Aufgaben für sich erkennen und daran selbstständig und nachhaltig arbeiten.

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Rückblick: Der Deutsche Schulpreis 2010 - 2016

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