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Zeittunnel des Lebens

Planet Schule lädt ein zu einer Expedition der besonderen Art: Mit dem interaktiven Zeittunnel erleben Schülerinnen und Schüler eine spannende Zeitreise hinab in die Erdgeschichte – bis zu den Ursprüngen des Lebens vor dreieinhalb Milliarden Jahren! Zu jeder geologischen Epoche werden spezifische Organismen vorgestellt, sodass die Lernenden die Entwicklung des Lebens vom Einzeller bis zum Menschen anschaulich nachvollziehen können.

Zeittunnel des Lebens starten

Säbelzahntiger, Tyrannosaurus, Anomalocaris – auf der interaktiven Reise durch den Zeittunnel des Lebens gibt es viele bekannte Tiere und auch bizarre Organismen zu entdecken. Abgerundet werden die einzelnen erdgeschichtlichen Stationen durch 3D-Grafiken und Infotexte.

Bedienungsanleitung des Zeittunnels

Die Zeitreise in die Erdgeschichte wird gestartet, indem man die kleine Plattform mit den Reisenden anklickt und sie mit gedrückt gehaltener Maustaste in den trichterförmigen Zeittunnel bis zur gewünschten Epoche zieht.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Anomalocaris

Dieses bizarre Tier namens Anomalocaris aus der näheren Verwandtschaft der Gliederfüßer war mit seiner Körperlänge von bis zu 1,20 Metern der Schrecken des Kambriums.

Zu jedem Zeitalter erscheinen automatisch Kernsätze sowie Tiere, die sich mit der Maus erkunden lassen. Mit einem Klick auf ein Tier oder auf den Epochennamen erhält der Zeitreisende weiterführende Informationen in Form einer Infobox, die Wissenstexte, Landkarten und rotierende 3D-Grafiken der Lebewesen enthält.

Die einzelnen geologischen Epochen der Zeitreise im Überblick

Präkambrium (4600 bis 542 Mio. Jahre)

Das Präkambrium fasst alle Zeitalter von der Entstehung der Erde bis zur Massenentfaltung des vielzelligen Lebens zusammen. Das wichtigste Ereignis innerhalb dieser Epoche ist die Entstehung des Lebens selbst (vor ca. 3,6 Mrd. Jahren). Entscheidende Schritte in der Evolution sind zudem die Entwicklung von Zellen mit Zellkern (vor ca. 2,1 Mrd. Jahren) und die Entstehung von Mehrzelligkeit (vor ca. 1,2 Mrd. Jahren).

Detailansicht der interaktiven zeitreise: Weltkarte des Silurs

Das Klima des Silurs war vermutlich tropisch warm, gegen Ende der Epoche zeugen ausgedehnte Gips- und Salzablagerungen von recht großer Trockenheit, bedingt durch das Verschwinden zahlreicher Flachmeere.

Kambrium (542 bis 488 Mio. Jahre)

Zu Beginn des Kambriums erfolgt eine sprunghafte Zunahme der Artenvielfalt, die als "Kambrische Explosion" bekannt geworden ist. Viele der heute lebenden Tierstämme treten zu jener Zeit zum ersten Mal in Erscheinung. Daneben existieren auch fremdartige und bizarre Organismen, die keine Entsprechung in der heutigen Tierwelt haben.

Der Grund für die gute Fossilüberlieferung dieser Epoche liegt vor allem in dem erstmaligen Auftreten von harten Panzern und Schalen, die sich geologisch gut erhalten.

Ordovizium (488 bis 443 Mio. Jahre)

Im Ordovizium erlangen die Weichtiere eine große Artenvielfalt. Die Kopffüßer erreichen mit den tintenfischverwandten Nautiloideen Körpergrößen von über 10 Metern. Außerdem erscheinen im Meer die ersten Wirbeltiere. Diese waren von fischförmiger Gestalt, besaßen aber keine Kiefer. Auch die Stachelhäuter gelangen zu hoher Formvielfalt.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Amphibs

Die Amphibien des Karbons unterscheiden sich in vielen Merkmalen von ihren fischartigen Vorfahren des Devons. Sie setzen nun z.B. ganz auf Lungenatmung, zumindest als erwachsene Tiere. Ihr Skelett ist wesentlich kräftiger gebaut, da es den Körper an Land tragen muss.

Silur (443 bis 416 Mio. Jahre)

Die Wirbeltiere waren bereits im Ordovizium vertreten, im Silur erscheinen zum ersten Mal Wirbeltiere mit Kiefern. Darüber hinaus erreichen im Silur Seeskorpione eine große Vielfalt. Mit Körperlängen von über zwei Metern gehören sie zu den Räubern jener Zeit. Vermutlich waren sie auch die ersten Tiere, die den Schritt vom Wasser- zum Landleben wagten.

Devon (416 bis 359 Mio. Jahre)

Das Devon wird auch das Zeitalter der Fische genannt. Die Panzerfische erreichen Längen von fast 10 Metern. Von besonderer Bedeutung sind Osteolepiformes, fleischflossige Fische, aus denen sich die Landwirbeltiere entwickelten.

Gegen Ende des Devons tauchen die ersten Landwirbeltiere auf. Vermutlich lebten sie amphibisch und verbrachten die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser. Ihre Beine erlaubten ihnen aber bereits, sich an Land zu bewegen.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Dimetrodons

Das furchteinflößende Äußere dieses Räubers mit dem markanten Rückensegel verdeckt leicht den Blick auf seine wahren Verwandtschaftsverhältnisse. Tatsächlich gehört das bis zu vier Meter lange Tier zu den säugerähnlichen Reptilien.

Karbon (359 bis 299 Mio. Jahre)

Die am Ende des Devons erstmalig aufgetretenen Landwirbeltiere machen eine rasche Ausbreitung durch. Am Land herrschen nun Amphibien, die Längen von mehreren Metern erreichen können. Auch die Entstehung der Reptilien fällt in die Zeit des Karbons.

Des Weiteren dominieren vielerorts ausgedehnte Sumpfgebiete, deren Überreste heute als Steinkohlevorkommen wichtige Rohstofflager bilden. Vorherrschende Pflanzen sind Farne, Schachtelhalme und Bärlapp-Pflanzen.

Perm (299 bis 251 Mio. Jahre)

Die Reptilien erreichen im Perm eine weite Verbreitung. Vor allem die Gruppe der säugerähnlichen Reptilien gelangt zu großem Artenreichtum.

Am Ende des Perms ereignet sich das größte Massenaussterben der Erdgeschichte. Über 90 Prozent aller Lebewesen sterben aus. Möglicherweise ist ein Asteroiden- oder Kometeneinschlag die Ursache dieser Katastrophe. Meeresorganismen sind ebenso betroffen wie Bewohner des Landes.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Urvogel-Skeletts

Bis heute gilt der berühmte Urvogel Archaeopteryx, dessen Abdruck man in einem bayrischen Steinbruch auf einer Steinplatte aus der Jurazeit gefunden hatte, als wichtige Übergangsform zwischen Reptilien und Vögeln.

Trias (251 bis 199 Mio. Jahre)

Nach dem großen Aussterbeereignis am Ende des Perms gelangt die Tierwelt zu einer neuen Blüte. Zahlreiche neue Gruppen entstehen, darunter die Dinosaurier, die echten Säugetiere, die Flugsaurier und die Schildkröten. Auch im Meer tauchen viele neue Arten auf.

In der Trias dominiert weiterhin ein warmes trockenes Klima. Im Inneren des Superkontinents existieren ausgedehnte Wüstengebiete. Das Ende des Trias ist ebenfalls mit einem Aussterbeereignis korreliert, auch wenn es bei weitem nicht die Größenordnung des Perms erreichte.

Jura (199 bis 144 Mio. Jahre)

Im Jura gelangen die Dinosaurier zu einer großen dominierenden Entfaltung. Zu ihnen gehören mit den Sauropoden die größten Landtiere, die je auf dem Planeten gelebt haben.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Ursäugers

Die Säugetiere im Erdmittelalter waren durchweg kleinwüchsig. Sie ernährten sich von Insekten und anderen kleinen Tieren und waren vermutlich nachtaktiv.

Während der Jurazeit ist es auf der Erde weitgehend tropisch warm. Die Polkappen sind nicht vereist. Durch den dadurch bedingten hohen Meeresspiegel entstehen ausgedehnte Flachmeere. Auch weite Teile Deutschlands liegen unter Wasser.

Kreide (144 bis 65 Mio. Jahre)

Die Blütezeit der Dinosaurier setzt sich im Zeitalter der Kreide fort. Viele Dinosauriergruppen erreichen in dieser Epoche ihre größte Entfaltung.

Am Ende der Kreidezeit führte ein katastrophales Ereignis zu einem Massenaussterben, das einen großen Teil der Tier- und Pflanzenarten auf dem Planeten vernichtete. Vermutlich prallte ein Asteroid vor 65 Millionen Jahren auf die Erde und beendete unter anderem die Vorherrschaft der Dinosaurier.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Krokodils

Moderne Krokodile treten seit der Kreidezeit auf der Erde auf. Ab dem Eozän sind nachweislich auch moderne Gattungen vertreten.

Palaeogen (65 bis 2,4 Mio. Jahre)

Das Verschwinden der Dinosaurier schafft Raum für die Ausbreitung anderer Tierklassen. Vor allem die Säugetiere profitieren hiervon und breiten sich stark aus. Waren die Säuger zur Zeit der Dinosaurier eher klein, tauchen nun auch sehr große Arten auf.

Das Klima ist im Palaeogen weiterhin mild, allerdings setzt allmählich eine Abkühlung ein, die unter anderem durch die Bildung des antarktischen Zirkumpolarstroms begünstigt wird. Die Kontinente wandern weiter in Richtung ihrer heutigen Positionen.

Neogen (24 bis 2,4 Mio. Jahre)

Die Tierwelt des Neogens wird der heutigen immer ähnlicher. Die Huftiere erscheinen in großer Artenvielfalt. Rüsseltiere, Raubiere und Wale erleben eine Blütezeit. Auch die Menschenaffen profitieren von der Entstehung neuer Lebensräume.

Detailansicht der interaktiven zeitreise: 3D-Bild eines Säbelzahntigers

Bei der Säbelzahnkatze handelt es sich um eine große Raubkatze mit besonders stark verlängerten oberen Eckzähnen. Diese Tierart war vor allem in Quartär Nordamerikas verbreitet.

Die Vorfahren des Menschen kommen zunächst nur auf dem afrikanischen Kontinent vor. Bekannte Urmenschen aus der Zeit des späteren Neogens sind zum Beispiel die verschiedenen Arten der Gattung Australopithecus, zu der auch das berühmte Fossil "Lucy" gehört.

Quartär (2,4 Mio. Jahre bis heute)

Viele der heute lebenden Tierarten existierten bereits zu Beginn des Quartärs – allerdings muss sich die Tierwelt in dieser Epoche den extremen Bedingungen der großflächigen Vereisung anpassen, die über Jahrmillionen weite Teile der Erde fest im Griff haben.

Auch dem Menschen gelingt die Anpassung an die Eiszeit. Über mehrere 100.000 Jahre arrangieren sich die Neandertaler mit dem Wechsel der Kalt- und Warmzeiten, sterben aber dennoch vor etwa 30.000 Jahren aus. Zu dieser Zeit beginnt der moderne Mensch sich im Lebensraum des Neandertalers auszubreiten.

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