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"Tatort Mensch" – Meilensteine der Medizin (für Tablets geeignet)

Im ausgehenden 19. Jahrhundert setzt sich eine faszinierende Erkenntnis durch: Im menschlichen Körper findet eine Dauerschlacht gegen Bakterien, Viren und Parasiten statt. Seitdem hat sich viel getan in der Medizin. Eine Zeitreise informiert über die Meilensteine der Medizingeschichte.

Zeitreise starten

Peter Doherty und Rolf Zinkernagel beschreiben 1974 einen grundlegenden Mechanismus des Immunsystems. Nur wenn sich eine virusinfizierte Zelle als körpereigen zu erkennen gibt und gleichzeitig ein Antigen des Krankheitserregers als "Steckbrief" präsentiert, greift die Immunabwehr ein und zerstört die virusinfizierte Zelle.

Bedienung der Zeitreise

Um die Reise durch die Meilensteine der Medizin zu starten, muss einfach auf eine beliebige Jahreszahl geklickt werden. Eine unterhaltsame Animation führt in die Thematik ein. Weiterführende Informationen erhält man durch Klick auf das Buch des Arztes.

Illustration: Penicillin

1928 entdeckt Alexander Fleming in einer Bakterienkultur einen wachstumshemmenden Schimmelpilz, aus dem er das Antibiotikum Penicillin gewinnen kann.

Stationen der Zeitreise

  • 1796: Edward Jenner weist die Wirksamkeit der Schutzimpfung nach.
  • 1880: Charles L. Laveran und Ronald Ross entdecken, dass bestimmte Parasiten Malaria verursachen, die von Anophelesmücken auf den Menschen übertragen werden.
  • 1882: Robert Koch entdeckt den Erreger der Tuberkulose. Er gilt als Begründer der Bakteriologie.
  • 1884: Ilya I. Metschnikov macht eine überraschende Entdeckung: Bestimmte weiße Blutzellen können Fremdkörper aufnehmen und verdauen.
  • 1885: Louis Pasteur entwickelt den ersten Impfstoff gegen das gefährliche Tollwutvirus.
  • 1890: Emil von Behring findet 1890 ein Mittel gegen die damals weitverbreitete Diphterie, von der hauptsächlich Kinder betroffen sind.
  • 1895: Paul Ehrlich geht davon aus, dass bestimmte Abwehrzellen Antikörper produzieren. Diese heften sich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an Krankheitserreger und machen sie dadurch unschädlich.
  • 1898: Jules B. Bordet entdeckt eine weitere wichtige Komponente des Immunsystems. Es handelt sich um eine Gruppe von Stoffen im Blutserum, die alleine oder in Verbindung mit Antikörpern zur Abwehr beitragen.
  • 1901: Karl Landsteiner entdeckt, dass es bei Bluttransfusionen von einem Menschen auf den anderen zu Unverträglichkeiten kommen kann.
  • 1906: Clemens von Pirquet begründet die Lehre von den Allergien. Er findet heraus, dass das Immunsystem mancher Menschen auf eigentlich harmlose körperfremde Stoffe mit der Bildung von Antikörpern reagiert.
  • 1928: Alexander Fleming findet in einer Bakterienkultur einen Schimmelpilz, der das Wachstum hemmt. Das Pilzgift nannte er Penicillin.
  • 1937: Daniel Bovet findet das Mittel Antihistamin zur Behandlung schwerer Allergien. Der Wirkstoff blockiert die entzündungsfördernden Stoffe und lindert die lästigen Symptome.
  • 1949: Das Immunsystem kann zwischen Fremd und Eigen unterscheiden - so die Theorie von Frank M. Burnet. Sie erklärt, wie Krankheitserreger aufgespürt und transplantierte Organe ohne Gegenmaßnahmen abgestoßen werden.
Illustration: Rinderwahn

Prionen, Eiweißstoffe kleiner als Viren, zerstören beim Rinderwahn das Gehirn.

  • 1953: Peter B. Medawar weist nach, dass der Körper ein fremdes Organ um so besser toleriert, je enger Spender und Empfänger miteinander verwandt sind. Diese Erkenntnisse sind für die Transplantationsmedizin von grundlegender Bedeutung.
  • 1954: Joseph E. Murray gelingt in Boston die erste erfolgreiche Nieren-Verpflanzung zwischen Zwillingsbrüdern.
  • 1954: Jonas E. Salk entwickelt den ersten Impfstoff gegen die Kinderlähmung.
  • 1958: Jean Dausset entdeckt, dass alle Zellen eines Menschen dieselben charakteristischen Oberflächenmerkmale tragen.
  • 1967: Christiaan N. Barnard führt in Kapstadt die erste erfolgreiche Herz-Transplantation durch.
  • 1970: Jean F. Borel gilt in den meisten wissenschaftlichen Veröffentlichungen als Entdecker des Cyclosporins.
  • 1972: John F. Kerr prägt den Begriff Apoptose. Bei diesem programmierten Zelltod begehen nicht mehr benötigte Zellen Selbstmord und sterben zum Wohle des Gesamtorganismus.
  • 1974: Peter Doherty und Rolf Zinkernagel beschreiben einen grundlegenden Mechanismus der Immunabwehr.
  • 1982: Stanley B. Prusiner entdeckt den Auslöser des Rindwahns BSE und der neuen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.
  • 1983: Luc Montagnier kommt der Ursache der Immunschwäche-Krankheit AIDS auf die Spur.
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