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Just-in-time-Produktion im Automobil-Werk (für Tablets geeignet)

Im Automobil-Werk läuft die Produktion auf Hochtouren, nahezu im Minutentakt verlassen die fertiggestellten Autos das Förderband. Die dazu benötigten Bauteile werden von den Zulieferbetrieben möglichst zeitnah direkt ans Montageband gebracht. Was ist nötig, damit der Produktionsfluss reibungslos läuft? Welche Störungen können auftreten? Das lässt sich in der Simulation zur "Just-in-time-Produktion" erproben!

Produktion starten

Die Automobilfertigung kann immer wieder durch unerwartete Ereignisse unterbrochen werden, hier wurde gerade ein technisches Problem an einem Schweißroboter festgestellt.

Funktionsweise der Simulation

Willkommen in der Automobilfabrik! Man ist in dieser Simulation für die Logistik verantwortlich. Es gilt, dafür zu sorgen, dass die Produktion reibungslos läuft und somit möglichst viele Autos das Werk verlassen. Deshalb muss man rechtzeitig Reifen, Scheiben oder Blech nachbestellen. Doch Vorsicht: Die Lagerflächen der Fabrik sind begrenzt. Außerdem können unerwartete Ereignisse die Planung durcheinander bringen …

Detailansicht des virtuellen Automobil-Werks: Warenanlieferung

Damit die Produktion nicht ins Stocken kommt, muss man zum richtigen Zeitpunkt Bauteile nachbestellen.

Durch Klicken des Info-Buttons lassen sich detaillierte Informationen über den Produktionsablauf abrufen.

Weiterführende Informationen zur Just-in-time-Produktion

Bei der Optimierung von Produktionsabläufen stießen die Forscher auf einen wichtigen Kostenfaktor: die Lagerhaltung. Je mehr Einzelteile für ein Produkt gebraucht werden, desto schwieriger wird es, sicherzustellen, dass immer jedes Teil vorhanden ist, wenn man es braucht. Ein Auto zum Beispiel besteht heute aus rund 10.000 Einzelteilen. Sie kommen von vielen unterschiedlichen Lieferanten – und alle müssen zur richtigen Zeit passend vorrätig sein. Das kann man dadurch erreichen, dass man von allen Teilen große Mengen einkauft und in einem Lager bei der Fabrik vorhält. Allerdings braucht man dafür große Lager. Außerdem muss man alle Teile schon bezahlen, auch wenn man sie erst deutlich später braucht.

Detailansicht des virtuellen Automobil-Werks: tabellarische Übersicht der Produktionsdaten

Über den Info-Button lassen sich wichtige Daten zu den Bauteilen aufrufen.

Um dieses Problem zu lösen, hat man die Just-in-time-Produktion entwickelt: Man versucht, möglichst alles genau dann zu produzieren und zu liefern, wenn es gebraucht wird. Die Herstellung eines Produkts startet erst, wenn die Bestellung dafür eingetroffen ist. Die Zulieferer von Rohstoffen liefern direkt ans Fließband, eine kostspielige Lagerung wird so weit wie möglich vermieden.

Dadurch lässt sich zwar Geld sparen – vor allem durch geringere Lagerkosten und durch weniger in den Lagerbeständen gebundenes Kapital. Anderseits ist diese Methode auch sehr anfällig für Störungen und kann stärkere Umweltbelastung verursachen, weil mehr Transporte nötig sind. Denn es werden nun deutlich kleinere Mengen geliefert, die Transporter sind also häufiger unterwegs. Auch können Lieferanten die Lieferungen an mehrere Kunden kaum zusammenfassen, weil jede einzelne Lieferung zeitlich so knapp geplant wurde.

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