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Tatort Insekten – Täter gesucht! (für Tablets geeignet)

Eine rätselhafte Mordserie hält die Feldpolizei, unsere Field Police, schon seit Wochen in Atem! Die sterblichen Überreste einer Honigbiene, eines Hirschkäfers und einer Gottesanbeterin  – um nur einige der spektakulären Fälle zu nennen – wurden in dieser scheinbar friedlichen ländlichen Umgebung gefunden. Wer hat die Opfer auf dem Gewissen?

In dem spannenden Lernspiel können Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines Ermittlers schlüpfen, am Tatort Spuren sichern, im Präsidium Verdächtige befragen und in der Rechtsmedizin aus den Untersuchungsergebnissen Schlüsse ziehen. Und nebenbei lernen sie spielerisch Wissenswertes über Insekten und ihre Rolle im Nahrungsgefüge. Einige Fälle bieten darüber hinaus  einen guten Einblick in das komplexe Thema des Artensterbens.

Starten des Lernspiels: Auf zum Tatort!

Das Lernspiel startet am Rande einer Neubausiedlung, zwischen Rapsfeld und Wald. Als erste Aufgabe gilt es, Indizien für den Tathergang zu sichern. Dabei erforscht der Spieler – wie in einem klassischen „Click & Point Adventure“-Spiel – mit Touchpad oder Maus die 360° Szenerie. Gefundene Objekte, wie zum Beispiel eine Feder oder ein hervorlugendes Körperteil, werden vergrößert angezeigt.


Spielanleitung zum „Tatort Insekten“

In dem packenden Lernspiel gilt es, acht mysteriöse Tötungsdelikte aufzuklären. Die Nachforschungen beginnen in der ländlich geprägten Szenerie in der Nähe einer Neubausiedlung. Da es keine Augenzeugen gibt, muss der Täter anhand von Indizien überführt werden. Deshalb stehen die forensischen Ermittlungen an erster Stelle.

Spuren sichern

Die erste Aufgabe, die darin besteht, rund um den Tatort Spuren zu sichern, läuft in allen Fällen gleich ab.

Mithilfe der Pfeiltasten der Tastatur oder den Pfeilen links und rechts am Bildrand lässt sich der Tatort rundherum erkunden. Durch einen Mausklick auf verdächtige Objekte werden Beweisfotos gemacht. Folgende zehn Indizien müssen aufgespürt werden:

Detailansicht des Lernspiels
  • Gartenödnis
  • Treckerspur im Rapsfeld
  • Feder
  • Spinnennetz im Gras
  • Legebohrer lugt hinter Blütenblatt hervor
  • drahtartiges Körperteil im Wasser
  • Nest an Wasser
  • Spalt in alter Scheune
  • Auge blickt hinter Steinmauer hervor
  • leere Exuvie im Schilf

Sobald man alle Beweise gesammelt hat, geht es mit einem Doppelklick auf den Geländewagen zur Auswertung ins Präsidium der„Field Police“.

Vorläufige Festnahme von zehn Verdächtigen

Oberhauptkommissar von Motte ist zufrieden: Gute Arbeit am Tatort! Aufgrund der gefundenen Indizien am Tatort können in allen acht Fällen folgende zehn Verdächtige in Untersuchungshaft genommen werden:

Detailansicht des Lernspiels
  • Bauer
  • Häuslebauer
  • Neuntöter
  • Wespenspinne
  • Schlupfwespe
  • Saitenwurm
  • Wildschwein
  • Wasseramsel
  • Fledermaus
  • Eidechse

Die Spuren beweisen, dass sich alle diese Verdächtigen am Tatort aufgehalten haben. Aber wer von ihnen ist der Täter?

Im ersten Ermittlungsschritt empfiehlt es sich, die Akten der Inhaftierten durchzulesen. Hierzu muss der Spieler auf das jeweilige Gefängnis klicken. In den Akten finden sich ausführliche Informationen zu den Merkmalen, der Ernährungsweise und den biologischen Besonderheiten der Verdächtigen.

Detailansicht des Lernspiels

Während der gesamten Untersuchung steht man per E-Mail in Verbindung mit der Gerichtsmedizin. Gibt es einen neuen Ermittlungsstand oder steht ein Treffen in der Gerichtsmedizin an, so wird der User in seinem virtuellen Büro per E-Mail informiert.

Anhand der sich nach und nach ergebenden Ermittlungsergebnisse ist man in der Lage einzuschätzen, welche der Inhaftierten aus dem Kreis der Verdächtigen auszuschließen sind. Diese können mit einem Klick auf die Schlösser an den Zellentüren wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Am Ende sollte also nur ein Verdächtiger übrigbleiben – und der müsste der Täter sein!

In jedem der acht Fälle ergibt sich ein anderer Weg der Beweisaufnahme und der gerichtsmedizinischen Untersuchungen – wie man der nachfolgenden Fall-Übersicht entnehmen kann.

Fall „Raupe“

Detailansicht des Lernspiels: Raupe

Im Garten wurde eine leblose Schwalbenschwanzraupe geborgen. Da es sich hier um einen besonders beeindruckenden Ritterfalter handelt, ist das Versterben der Raupe ein Anliegen von höchster Dringlichkeit für die Field Police. Wer ist der Täter?

In seiner zweiten Email, weist Oberhauptkommissar von Motte darauf hin, dass viele Spuren auf dem Boden rund um den Tatort aufgrund eines Regengusses unbrauchbar geworden sind und damit nicht verwendet werden können. Da ein Schmetterling im Raupenstadium allerdings keine weiten Entfernungen zurücklegt, kann der Spieler die Ermittlungen unterstützen, indem bereits diejenigen Verdächtigen freigelassen werden, die aufgrund ihrer Lebensweise nicht unmittelbar in dem Garten oder grundsätzlich nicht an Land vorkommen würden.

Eine weitere Email von Oberhauptkommissar von Motte informiert den Spieler, dass der hinzugezogene Insektenexperte bei der Untersuchung des Leichnams keine schwerwiegenden äußeren Verletzungen festgestellt hat. Da zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ein Mord nicht ausgeschlossen werden kann, wird die Raupe zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht. Da möglicherweise Gift oder Parasitismus eine Rolle spielt, wird der Spieler gebeten unter den Verdächtigen bereits Fressfeinde frei zu lassen, die eine Raupe zwar als Beute betrachten, aber die keine der folgenden Methoden anwenden:

  • Gift
  • Parasit
  • Vorverdauen mit erbrochenem Magensaft

In einer Email der Gerichtsmedizin erfährt der Spieler die Ergebnisse der Obduktion. Es konnte festgestellt werden, dass die Raupe nicht nur äußerlich scheinbar unversehrt ist, sondern alle inneren Organe der Raupe vorhanden sind. Der Spieler kann somit alle verbliebenen Fressfeinde und Parasiten als Täter ausschließen.

Eine weitere Email aus der Gerichtsmedizin fordert den Spieler dazu auf, in die Gerichtsmedizin zu kommen und sich die Notizen des Insektenexperten anzusehen. Hier erfährt der Spieler, dass er es, wie bei Schmetterlingen üblich, beim Schwalbenschwanz mit einer Art zu tun hat, die im Raupenstadium ausgesprochen wählerisch ist. Welche Rolle spielt dieser Hinweis im Mordfall?

Fall „Honigbiene“

Auf dem Feldweg wurde eine leblose Honigbiene gefunden. Da im Moment eine große Anzahl an Insekten spurlos verschwindet, wird die Field Police beim Tod einer Honigbiene sofort hellhörig. War es Mord?

Detailansicht des Lernspiels: Honigbiene

In seiner zweiten Email weist Oberhauptkommissar von Motte darauf hin, dass es sich um eine Sammlerin mit vollen Pollenhöschen handelt, an deren sterblichen Überresten deutliche Fraßspuren zu erkennen sind. Zur genaueren Analyse wird der Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht. Bis weitere Ergebnisse vorliegen, kann der Spieler die Ermittlungen unterstützen, indem Verdächtige freigelassen werden, die sich für gewöhnlich nicht unmittelbar in einem Rapsfeld oder dem Luftraum darüber aufhalten.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin werden die Ergebnisse der Obduktion mitgeteilt. Die Untersuchung der Fraßspuren ergab, dass sie der Biene vermutlich über Nacht zugefügt wurden. In den Wunden konnte breiartig aufgelöstes Gewebe festgestellt werden. Gewebeproben wurden entnommen und zur Analyse ins Labor geschickt. Infolge der unklaren Beweislage wird der Spieler gebeten zunächst noch alle Verdächtigen in Haft zu behalten, die Gift anwenden. Unter den potenziellen Fressfeinden, die es auf die Biene als Beute abgesehen haben könnten, kann allerdings bereits freigelassen werden, wer weder Gift anwendet noch seine Beute vorverdaut. Auch die Parasiten werden in diesem Fall nicht für tatverdächtig gehalten.
In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler aufgefordert in die Gerichtsmedizin zu kommen, um sich über wichtige Befunde aus der Laboranalyse und ein interessantes Verhör mit einem der Verdächtigen zu informieren.

In der dritten Email der Gerichtsmedizin erhält der Spieler die Ergebnisse der weiteren Obduktion und erfährt, dass die Biene bei Einbruch der Nacht erfroren ist und ihr die Fraßspuren erst nach Todeseintritt zugefügt wurden. Der Spieler kann damit unter den Verdächtigen alle übrig gebliebenen Fressfeinde ausschließen. Ungeklärt bleibt noch die Frage, warum sich die Honigbiene nicht in ihrem schützenden Bienenstock befunden hat.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler aufgefordert, noch mal in die Gerichtsmedizin zu kommen, um sich die Notizen des Insektenexperten zu einem wissenschaftlichen Artikel anzusehen. Was verraten diese Notizen über den Tathergang?

Fall „Heupferd“

Detailansicht des Lernspiels: Heupferd

Am Feldrand wurde ein lebloses Heupferd gefunden. Die Spuren deuten auf einen Kampf hin. Da diese große Heuschreckenart auf dem Speiseplan vieler Tiere steht, kommen viele Verdächtige als Täter in Frage!

In seiner zweiten Email weist Oberhauptkommissar von Motte darauf hin, dass dem Opfer ein Hinterbein fehlt und die Bruchstelle noch nicht verwachsen ist. Die Field Police vermutet daher, dass vor dem Versterben des Opfers ein Kampf mit einem Fressfeind stattgefunden haben könnte. Da das Heupferd sowohl tag- als auch nachtaktiv ist, kann der Tatzeitpunkt noch nicht näher eingegrenzt werden. Alle Parasiten bleiben in Gewahrsam, aber der Spieler kann unter den Verdächtigen diejenigen frei lassen, die sich gewöhnlich nicht oder nur äußerst selten von adulten Heuschrecken ernähren.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin werden die Laborbefunde mitgeteilt. Es konnte festgestellt werden, dass zwischen Eintritt des Todes und dem Auffinden des Opfers ein paar Tage verstrichen sein müssen. Möglicherweise hat es der Spielende mit einem Täter zu tun, der seine Beute nicht unmittelbar nach der Tat auffrisst. Er wird daher gebeten bereits alle Verdächtigen als Täter auszuschließen, die ihre Beute unmittelbar nach der Tat verspeisen würden. Die Parasiten bleiben weiterhin in Gewahrsam.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spielende dazu aufgefordert, in die Gerichtsmedizin zu kommen, um sich auf einer Makroaufnahme des Brustpanzers ein entscheidendes Detail anzusehen. Was verrät die Detail-Aufnahme über den Täter?

Fall „Mondvogel“

Detailansicht des Lernspiels: Mondvogel

Am Waldrand wurde ein lebloser Mondvogel gefunden! Da es sich beim Mondvogel um einen Schmetterling handelt, den man nur äußerst selten zu Gesicht bekommt, hat die Field Police ein großes Interesse an der zügigen Aufklärung des Falls! Wer ist der Täter?

In seiner zweiten Email informiert Oberhauptkommissar von Motte, dass der Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht worden ist. Da es sich bei dem Opfer um einen adulten Schmetterling handelt, wird vermutet, dass sich das Opfer zur Tatzeit im Luftraum oder im Geäst aufgehalten hat. Der Spieler kann damit unter den Verdächtigen Fressfeinde freilassen, die Insekten für den Verzehr jagen und dabei ausschließlich im bzw. unmittelbar auf dem Boden sowie im Wasser nach ihrer Beute suchen.

In einer weiteren Email informiert Oberhauptkommissar von Motte über die Rückmeldung des hinzugezogenen Insektenexperten. Der Nachtfalter ist demnach ein Meister der Rindenmimese, der tagsüber fast unbewegt im Geäst sitzt. Da er mit angelegten Flügeln einem abgebrochenen Ast täuschend ähnlich sieht, geht die Field Police nicht davon aus, dass er bei Tag entdeckt worden ist. Bis weitere Ergebnisse vorliegen, wird der Spieler gebeten alle weiteren Fressfeinde frei zu lassen, die Insekten verzehren und ihre Beute ausschließlich bei Tageslicht jagen und fressen.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler gebeten, sofort die Gerichtsmedizin aufzusuchen. Die Fledermaus ist in eine Fotofalle geraten. Allerdings erklärt ein Notizzettel des Insektenexperten, dass das Opfer zu den Nachtfaltern gehört, die im Zuge der Evolution die Fähigkeit ausgebildet haben, die Ortungsrufe der Fledermäuse im Ultraschallbereich wahrnehmen zu können. Sie ändern daraufhin ihren Kurs oder lassen sich fallen.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin werden die Laborbefunde mitgeteilt: Die inneren Organe rund um eine unscheinbare Bisswunde sind breiartig aufgelöst! Die Analyse der Gewebeprobe lieferte folgende Ergebnisse: Zum einen konnte Gift in einer Konzentration festgestellt werden, die das Opfer vermutlich bewegungsunfähig gemacht hat. Zum anderen konnte in der Gewebeprobe eine größere Menge Magensaft gefunden werden. Die bereits fortgeschrittene Zersetzung des Körpergewebes hat zum Tod des Opfers geführt. Zu welchem Verdächtigen führt dieser Hinweis?

Fall „Puppe“

Detailansicht des Lernspiels: Puppe

Im Rapsfeld wurde die leblose Puppe eines Rapsglanzkäfers gefunden! Da es sich bei diesem Käfer um ein Insekt handelt, das im Rapsfeld großen Schaden anrichten kann, hat die Field Police ein sehr großes Interesse an der Aufklärung des Falls! War es Mord?

In seiner zweiten Email informiert Oberhauptkommissar von Motte, dass der Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht wird, da er dem äußeren Anschein nach unversehrt ist. Da das Opfer mitten im Rapsfeld gefunden wurde, kann der Spieler Verdächtige freilassen, die sich normalerweise nicht in einem Rapsfeld bzw. dem Luftraum darüber aufhalten.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler informiert, dass bereits der Todeszeitpunkt näher eingegrenzt werden kann. Der Mord muss in dem Moment stattgefunden haben, als sich die Larve am Fuß der Rapspflanze verpuppt hat. Da die äußere Hülle der Puppe weitgehend unverletzt erscheint, geht die Gerichtsmedizin zunächst davon aus, dass der Täter entweder Gift anwendet hat, als Parasit lebt oder seine Beute durch einen Biss mit Magensaft vorverdaut.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler gebeten in die Gerichtsmedizin zu kommen. Hier kann der Spieler Einblick nehmen in das Verhörprotokoll mit einem relevanten Verdächtigen. Die Informationen erlauben dem Spieler diesen Verdächtigen auszuschließen.

In der dritten Email der Gerichtsmedizin werden die Ergebnisse der Obduktion mitgeteilt. Der Spieler erfährt, dass der Puppe weitgehend die inneren Organe fehlen. Unter dem Mikroskop wurde zudem ein kleines Loch entdeckt, das nicht durch äußere Einwirkung entstanden ist. Hat der Täter  sein Opfer von innen heraus aufgefressen?

Fall „Gottesanbeterin“

Im Gartenteich wurde eine leblose Gottesanbeterin gefunden! Da es sich bei der Gottesanbeterin um ein Insekt handelt, dass man ausgesprochen selten zu Gesicht bekommt, hat die Field Police ein sehr großes Interesse an der zügigen Aufklärung des Falls! Wer ist der Täter?

Detailansicht des Lernspiels: Gottesanbeterin

In seiner zweiten Email informiert Oberhauptkommissar von Motte, dass der Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht wird, da die Gottesanbeterin keinerlei äußeren Verletzungen aufweist.  Im Rasen rund um den Gartenteich wurden keine tiefen Trittsiegel oder sonstige eindeutige Spuren festgestellt. Daher kann der Spieler bereits Verdächtige freilassen, die durch ihre Fortbewegungsart oder durch ihr Gewicht deutliche Abdrücke im Rasen hinterlassen hätten.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin werden dem Spieler die Ergebnisse der Obduktion mitgeteilt: Die Gottesanbeterin weist scheinbar sowohl keine äußeren als auch keine sichtbaren inneren Verletzungen auf! Da man davon ausgehen kann, dass die Gottesanbeterin weitgehend bei Tageslicht aktiv ist, können bereits nachtaktive Verdächtige ausgeschlossen werden.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin erfährt der Spieler, dass die Todesursache der Gottesanbeterin Ertrinken war. Hat möglicherweise der Täter damit zu tun, dass das eigentlich wasserscheue Landinsekt den Teich aufgesucht hat?

Fall „Hirschkäfer“

Im Wald wurde der stark beschädigte Leichnam eines Hirschkäfers gefunden! Da es sich beim Hirschkäfer um ein Insekt handelt, dass man nur sehr sehr selten zu Gesicht bekommt, hat die Field Police ein sehr großes Interesse an der zügigen Aufklärung des Falls! Wer ist der Täter?

Detailansicht des Lernspiels: Hirschkäfer

In seiner zweiten Email informiert Oberhauptkommissar von Motte, dass am Tatort nur noch der  Kopf des Opfers geborgen werden konnte. Es handelt sich um die sperrigen Mundwerkzeuge eines Hirschkäfermännchens. Um Genaueres zum Tathergang herauszufinden, werden die Überbleibsel des Leichnams in der Gerichtsmedizin untersucht. Da nur ein Körperteil gefunden wurden, geht die Field Police davon aus, dass der Täter ein Fressfeind ist und den Rest der Beute abgebissen und verschluckt hat. Der Spieler wird aufgefordert zügig mit dem spezialisierten High-Tech Röntgen-Gerät den Mageninhalt auf unverdauliche, chitinhaltige Überreste von Käferpanzern zu untersuchen.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin werden dem Spieler mitgeteilt, dass die näheren Untersuchungen des abgetrennten Kopfbereichs des Opfers haben gezeigt, dass der Käfer in diesem Stadium noch keine Nahrung zu sich genommen hat. Es wird noch auf die Rückmeldung des Insektenexperten gewartet, ob dieser Befund für die Ermittlungen von Bedeutung ist oder nicht. Da der Leichnam mitten im Wald gefunden wurde, können bereits unter den verbliebenen Verdächtigen diejenigen freigelassen werden, die nicht im Wald leben bzw. weitgehend im Wasser jagen.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler aufgefordert, umgehend in die Gerichtsmedizin zu kommen, um sich die Notizen des Insektenexperten durchzulesen. Der Experte kam zu dem Schluss, dass der Käfer vor seinem Tod noch kein Tageslicht gesehen hat! Ein Hirschkäfer verbringt ca. 5 Jahre als Larve im Erdreich unter morschen Baumstümpfen. Im letzten Winter verpuppt er sich tief im Boden in einem Kokon. Darin bleibt er auch noch als fertig entwickelter Käfer, bis er sich schließlich im Frühsommer an die Erdoberfläche gräbt. Da der Käfer noch keinen Eichensaft, seine Hauptnahrung, zu sich genommen hat, Safteichen aber in diesem Waldstück vorhanden sind, schlussfolgert der Insektenexperte daraus, dass der Täter den Käfer noch im Kokon überrascht haben muss!

In der dritten Email der Gerichtsmedizin erhält der Spieler die Information, dass am Fundort des Leichnams der Waldboden völlig durchwühlt war. Das Indiz ist eindeutig!

Fall „Köcherfliegenlarve“

In Ufernähe haben wir einen leeren Köcher an der Wasseroberfläche gefunden! Da es sich bei der Köcherfliegenlarve um ein sehr sensibles Insekt handelt, haben wir ein sehr großes Interesse an der zügigen Aufklärung des Falls! War es Mord?

Detailansicht des Lernspiels: Köcherfliegenlarve

In seiner zweiten Email informiert Oberhauptkommissar von Motte, dass die Steinchen des gefundenen Köchers noch recht frisch zusammengefügt wirken und große Ähnlichkeit mit den Steinchen am Grunde des Baches haben. Daher wird angenommen, dass der Fundort auch der mögliche Tatort ist. Um auszuschließen, dass die Larve ihren Köcher freiwillig verlassen hat, wird wir der Köcher in die Gerichtsmedizin gebracht. Parallel werden Wasserproben ins Labor geschickt. Beim Tod einer Köcherfliegenlarve ist die Field Police immer sofort alarmiert. Denn diese Meister des Köcherbaus sind ein Zeichen für sauberes Wasser und das hat bei der Field Police oberste Priorität! Infolge der momentan noch recht unklaren Beweislage wird der Spieler gebeten, alle Verdächtigen inhaftiert zu lassen, die Wasser aufgrund ihrer Lebensweise massiv verunreinigen können. Bis weitere Ergebnisse vorliegen, können allerdings alle potentiellen Fressfeinde freigelassen werden, die weder unter Wasser jagen, noch in irgendeinem Lebensstadium im Wasser leben.

In der ersten Email der Gerichtsmedizin erhält der Spieler wichtige Informationen: Die Auswertung der Wasserproben ergab Spuren von Insektiziden und Gülle. Jedoch in einer Konzentration, die selbst für die sensiblen Köcherfliegenlarven ungefährlich ist. Da keine anderen tödlichen Stoffe im Wasser nachgewiesen werden konnten, wird davon ausgegangen, dass die Köcherfliegenlarve einem Fressfeind zum Opfer gefallen ist. Bis weitere Ergebnisse zum möglichen Tathergang vorliegen, kann der Spieler Verdächtige freilassen, die sich nicht oder nur unwesentlich von Insekten ernähren.

In einer weiteren Email der Gerichtsmedizin wird der Spieler aufgefordert, umgehend einen Magen-Check mit dem speziell entwickelten High-Tech Röntgen-Gerät durchzuführen. Die nähere Untersuchung des Köchers hat nämlich ergeben, dass dieser im oberen Bereich stark beschädigt wurde. Der Grad der Zerstörung lässt vermuten, dass die Larve gewaltsam aus ihrem Köcher gezogen wurde. Von der Larve selbst ist nichts mehr übriggeblieben. Es besteht die Hoffnung, dass der Täter in der Hektik ein paar Steinchen des Köchers mitverschluckt hat und diese als Indiz dienen könnten! Der Magen-Check führt zum Täter!

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