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Der Faktor Reibung

In großen Höhen ist die Luftbewegung tatsächlich nahezu reibungsfrei. In niedrigen Schichten bremsen Bodenerhebungen, Häuser und Bäume die Luft. Welchen Einfluss hat die Reibung auf den Wind? Das lässt sich im Versuch zur Reibung ausprobieren.

Einfluss der Reibung starten

Geht man – wie hier im Beispiel – von einer mittleren Reibung aus, ergibt sich eine Ablenkung von 50,6 Grad. Die Windgeschwindigkeit wird auf einen Wert von 45 km/h abgesenkt.

Funktionsweise der Interaktivität

Zum Verändern der Reibung muss man den Schieberegler betätigen. Ausgegeben wird die Ablenkung in Grad und die Geschwindigkeit in Stundenkilometern. Über den Infobutton (i) lassen sich weiterführende Informationen aufrufen.

Wissenschaftliche Hintergründe

Ohne Reibung würde die Corioliskraft die Luft auf kreisförmigen Bahnen um die Tief- und Hochdruckgebiete strömen lassen. In großen Höhen kann das der Fall sein. Es entstehen geschlossene Luftströme: Zyklone und Antizyklone. Wird die Reibung größer, sinkt die Windgeschwindigkeit. Deshalb vermindert sich auch die Wirkung der Corioliskraft. Die Folge davon: Der Wind ändert seine Richtung. Er dreht sich in Richtung Tief und weg vom Hoch.

Auf der Nordhalbkugel weht der Wind um ein Tief links- und um ein Hoch rechtsherum. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt: Hier dreht sich der Wind um ein Tiefdruckgebiet rechts- und um ein Hoch linksherum. Das ist die Ursache für die auf den Satellitenbildern typischen Tiefdruckwirbel.

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