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Fokussieren durch Bewegen der Linse

Bei unserem Auge ist der Abstand von der Linsenmitte zur Netzhaut nicht veränderbar. Durch Entspannung bzw. Kontraktion der an der Linse ansetzenden Ciliarmuskeln ändert die Linse ihre Form, sie wird flacher bzw. kugeliger. Dadurch verschiebt sich auch der Brennpunkt und die Schärfeebene. Manche Fische mit Linsenaugen haben bewegliche Linsen. Diese Fische fokussieren, indem sie ihre Linsen zur Netzhaut hin oder von ihr weg bewegen. Wie das funktioniert, kann man sich in der Animation anschauen.

Linsen-Animation starten

Manche Fische bewegen die Linse zum Scharfstellen hin und her.



Verschiedene Fischarten haben als Anpassung an das bereits in relativ geringen Tiefen stark blau gefärbte Umgebungslicht abweichende Absorptionsmaxima ihres Rhodopsins entwickelt. Der menschliche Sehfarbstoff in den Zapfen hat sein Absorptionsmaximum im blaugrünen Bereich bei 491 nm. Bei verschiedenen Fischarten reichen die Absorptionsmaxima dagegen von 491 nm bis in den blauen Spektralbereich bei 472 nm.

Eine weitere Besonderheit der Fischaugen betrifft die Akkommodation. Das Scharfstellen erfolgt bei ihnen nicht durch Formveränderung der Linse. Vielmehr wird diese zum Fokussieren vor und zurück bewegt. Es erfolgt also eine horizontale Bewegung der Linse auf die Netzhaut zu oder von dieser weg. Das ist das selbe Prinzip, wie das Fokussieren mit einem Kameraobjektiv. Auch hierbei wird die Linse zur Filmebene hin oder von dieser weg bewegt.

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