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Film: Heinrich Bölls Irland

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Im Jahr 1954 reist Heinrich Böll für einige Monate nach Irland und verfasst dort Reiseberichte, die zuerst in Zeitungen erscheinen. Einige dieser Berichte komponiert der spätere Literaturnobelpreisträger zu einem Buch, das 1957 auf den Markt kommt: Es trägt den Titel "Irisches Tagebuch". Insbesondere Achill Island – die größte Insel Irlands im äußersten Westen – hat es ihm angetan. Als aufstrebender Schriftsteller kann er es sich leisten, mit seiner Familie zum Urlaubmachen zurückzukommen und sich dort später ein Cottage zu kaufen. Achill Island ist in Deutschland so gut wie unbekannt. Böll sichert der Insel einen Platz in der Weltliteratur und macht sie und Irland zu einem Sehnsuchtsort der Deutschen. „Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor“, schreibt Böll noch vor der Widmung in seinem Buch. Wir nehmen den Autor beim Wort und fahren hin, mit dem Irischen Tagebuch im Gepäck, suchen Bölls Irland und finden auch das Irland von heute – dort wo sich Vergangenheit und Gegenwart überschneiden: Das kehlige Keltisch, der goldene Tee, die katholischen Priester, die Pubs, die Schafe, die rauen Klippen und das Meer.

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