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Lebensräume · In Haus und Garten

Keine Angst vor Hornissen | Unterricht

STAND
Autor/in
Thomas Schmid

Bezug zu den Bildungsplänen

Grundschule

● Einbettung im Kompetenzbereich „Kulturphänomene und Umwelt“ – „Mensch, Tier und Pflanze: staunen, schützen, erhalten“

● Inhalte: Pflanzen, Tiere und Menschen in exemplarischen Lebensräumen, Wechselbeziehungen, jahreszeitliche Anpassung

● Die Schülerinnen und Schüler werden bei der Erschließung ihres natürlichen Umfeldes unterstützt.

Realschule

Kompetenzerwerb durch Denk- und Arbeitsweisen

Antworten und Erkenntnisse durch Sekundärerfahrungen: Die Schülerinnen und Schüler können …

- … Sachinformationen sammeln, sortieren und gewichten.

- … Ergebnisse dokumentieren.

Kompetenzerwerb durch das Erschließen von Phänomenen, Begriffen und Strukturen Über die biologische Vielfalt staunen: Die Schülerinnen und Schüler können …

- … ausgewählte Tierarten beobachten und beschreiben, ihre Angepasstheit an das Leben an Land, in der Luft oder im Wasser in Körperbau, Funktion und artspezifischem Verhalten erfassen und erklären.

Hornissen-Königin am Nest (Foto: SWR – Screenshot aus der Sendung)
Hornissen-Königin am Nest SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
Hornissen jagen Insekten, werden selbst aber auch Opfer von Spinnen Michael Ziltz, Pixelio Bild in Detailansicht öffnen
Hornissen-Larve in einer Wabe SWR - Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Einsatz im Unterricht

Grundschule (eine Doppelstunde)

Die Stunde beginnt mit dem Spiel „Galgenmännle“ (auch als „Hang man“ bekannt): Zu erraten ist das Wort HORNISSE. Die Lehrkraft zeichnet also acht Striche an die Tafel und trägt auf Zurufe der Schülerinnen und Schüler die genannten Buchstaben ein. Danach wird die Klasse zu einer Murmelphase aufgefordert, in der sich jeweils zwei Partner darüber austauschen, was sie bereits über Hornissen wissen. Nach etwa fünf Minuten werden einzelne Ergebnisse an der Tafel gesammelt und besprochen. Falsche oder fragwürdige Informationen können dabei mit einem Fragezeichen versehen werden. Im nun folgenden Unterrichtsschritt sollen die Schülerinnen und Schüler dieses Mal in Vierer-Gruppen mindestens fünf Fragen formulieren, was sie zum Thema „Hornissen“ interessieren würde. Die Lehrkraft betreut derweil die Teams und hilft gegebenenfalls bei der richtigen beziehungsweise sinnvollen Formulierung der Fragen. Diese werden auf einem separaten Blatt festgehalten.

Im Anschluss daran wird der Film „Keine Angst vor großen Brummern“ gezeigt. Nun erhalten die Gruppen Gelegenheit, die Antworten zu den selbst gestellten Fragen zu notieren. Nach dem Film können sich die Schüler spontan zum Inhalt des Filmes äußern und so Vorwissen, Vorerfahrungen und Ängste äußern und in den Unterricht einbringen. Dabei kommen sicherlich auch die vor dem Film formulierten Fragen zur Sprache, die im nächsten Schritt systematisch beantwortet werden, indem sich die Gruppen zur schriftlichen Beantwortung ihrer Fragen mit den Inhalten des Filmes im Klassenraum verteilen. Können Fragen nicht mithilfe des Filmes beantwortet werden, helfen weitere Medien wie das Schulbuch oder die Lehrperson. Danach stellen die Teams reihum im Plenum die erarbeiteten Informationen vor. Dabei wird auch auf zu hinterfragende Tafel-Notizen vom Stundenbeginn eingegangen, um diese zu bestätigen oder zu verwerfen. Abschließend bearbeitet die Klasse quasi als Zusammenfassung das Arbeitsblatt 1. Das Jahr der Hornissen wird hier nochmals übersichtlich in Form einer Tabelle dargestellt. Als Puffer oder Hausaufgabe kann Aufgabe 2 über das Fressverhalten der Hornissen dienen.

Arbeiterinnen an einem Hornissennest (Foto: Cornerstone, Pixelio)
Arbeiterinnen an einem Hornissennest. Im Sommer hat das Volk zwischen 300 und 3000 Mitglieder. Die Waben des Nests bestehen aus einem papierartigen Material Cornerstone, Pixelio

Realschule

Am Beginn des Unterrichts notiert die Lehrkraft das Wort HORNISSE verdeckt auf einer Tafelrückseite. Die Klasse muss nun mithilfe von Fragen, die nur mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten sind, das gesuchte Tier erraten. Anschließend werden die entscheidenden Informationen, die zum Lösungswort führten, im Plenum wiederholt und gegebenenfalls an der Tafel notiert. Dann werden erstaunliche Aussagen zum Leben der Hornissen per Folie eingeblendet (Arbeitsblatt 2). Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, für sich selbst einzuschätzen, welche der Aussagen sie für wahr, welche für falsch halten. Auf einem Zettel sollen die jeweiligen Nummern der entsprechenden Sätze notiert werden (wahlweise kann das Blatt auch zum Ankreuzen ausgegeben werden). Eine Besprechung findet nicht statt, denn nun soll der Film als Mittel zur Überprüfung dienen.

Nachdem der Film geschaut wurde, überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihre Vermutungen und vergleichen diese mit einem Partner. Anschließend wird das Arbeitsblatt 3 bearbeitet. Die wichtigsten Informationen aus dem Film liegen hier in Form eines Falschtextes vor, den es zu korrigieren gilt.

Als Hausaufgabe kann zur Vertiefung Arbeitsblatt 4 (Vergleich mit verwandten Hautflüglern) ausgegeben oder ein Brief an einen fiktiven Nachbarn verfasst werden.

Aufgabe:

Stell dir vor, auf dem Grundstück deines Nachbarn steht ein alter, hohler Baum, in dem sich ein Hornissenstaat eingenistet hat. Eines Tages erfährst du, dass der Nachbar das Nest beseitigen lassen will, weil es ihm lästig ist oder gefährlich erscheint.

Schreibe einen Brief an den Nachbarn und versuche ihn mit guten Argumenten davon zu überzeugen, dass er das Hornissennest im Baum lassen soll!

Grundschule

Die beschriebene Grundschul-Doppelstunde trägt in starkem Maße dem Schülerinteresse Rechnung. Die Mädchen und Jungen sollen Gelegenheit haben, ihrer Neugierde zu folgen, um daraus Fragen zum Insekt zu entwickeln. Erfahrungsgemäß führt dies zu einer hohen Motivation. Somit ist die inhaltliche Zielrichtung dieses Unterrichts allerdings zunächst nicht bestimmbar. Die Anbahnung personaler und – durch die Gruppenarbeit – sozialer Kompetenzen steht anfangs im Vordergrund. Erst mit den letzten Arbeitsblättern zum Stundenende beziehungsweise für die Hausaufgabe soll eine informationsorientierte Lenkung stattfinden.

Realschule

Der Unterricht folgt hier einer naturwissenschaftlichen Grundidee beim Gewinn von Erkenntnissen: Anfängliche Vermutungen (in diesem Fall stark gelenkt) werden mittels Betrachtung und Beobachtung (hier durch den Filmeinsatz) bestätigt oder verworfen (nachdem die Informationen schriftlich erarbeitet wurden), um dann in ökologisch verantwortliches Handeln zu münden (indem man versucht, den fiktiven Nachbarn zu überzeugen, das Hornissennest nicht aus dem Garten zu entfernen).

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · In Haus und Garten

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

Der Igel

Die Sendung beschreibt den Igel als nachtaktives Säugetier, das erst in der Abenddämmerung sein Nest verlässt, um nach Fressen zu suchen. Weitere Schwerpunkte: Orientierung, das Auto als Feind Nummer eins, Paarung, Aufzucht der Jungen und Überwinterung.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Im Staat der Honigbienen

In einem Bienenstaat leben zwischen 40 000 und 80 000 Bienen. Jedes Einzelwesen hat ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen und kann allein nicht überleben. Der Film beschreibt die Aufgabenteilung im Staat, die unterschiedlichen Tätigkeiten der Arbeiterinnen (98 Prozent sind Arbeiterinnen), die Aufgabe der Königin und der Drohnen sowie die Entwicklungsstadien der Biene vom Ei bis zum erwachsenen Insekt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Das Jahr der Hornissen

In manchen Lexika werden Hornissen als schädlich bezeichnet, und die Mär, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten und sieben ein Pferd, ist nicht aus der Welt zu schaffen. Immer noch bricht Panik aus, wenn die größte einheimische Faltenwespe auftaucht. Der Film räumt mit den herrschenden Vorurteilen auf. In eindrucksvollen Bildern wird das Leben im Staat aus morschem Holz beschrieben. Der Zuschauer erhält Tipps, wie er sich in der Nähe der gelb-schwarzen Brummer richtig verhält und wie er den geschützten Insekten helfen kann.

Natur nah: Im Staat aus morschem Holz SWR Fernsehen

Keine Angst vor Hornissen

„Sieben Stiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“ – dies ist ein weit verbreitetes Vorurteil und keineswegs eine Tatsache. Doch wo Hornissen auftauchen, bricht noch immer Panik aus. So verwundert es kaum, dass die großen Brummer von der Ausrottung bedroht sind. 1987 wurden die größten einheimischen Faltenwespen als besonders geschützte Tierart in die Bundesartenschutzverordnung aufgenommen. Der Film räumt mit den unbegründeten Vorurteilen gegenüber Hornissen auf, informiert über ihre Lebensweise und ihre wichtige Rolle im Naturhaushalt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Geliebt und gefürchtet - Spinnen

Über zwei Jahre lag Otto Hahn mit der Kamera auf der Lauer und hat einheimische Spinnen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Ihm gelangen faszinierende Aufnahmen von der Balz, der Paarung, der Brutpflege, der Häutung und vom Netzbau. Der Film zeigt die außerordentlich große Formenvielfalt dieser Tiergruppe und belegt ihre bedeutende Rolle als Insektenfresser im Naturhaushalt.

Natur nah: Geliebt und gefürchtet SWR Fernsehen

Kulturfolger Kakerlake

Sie existieren schon seit über 300 Millionen Jahren, gelten als die erfolgreichsten Insekten der Welt und bevölkern fast jeden Winkel der Erde. 25 der über 4000 bekannten Schabenarten suchen die Nähe des Menschen; drei von ihnen werden vorgestellt: die Hausschabe, Blattella germanica, die Küchenschabe, Blatta orientalis, und die amerikanische Großschabe, Periplaneta americana.

Natur nah: Kulturfolger Kakerlake SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von Mäusen, Schwalben und Falken

Kulturfolger nennt man Tiere, die in der Nähe der Menschen leben und zum Teil sogar in ihren Häusern, Kellern und Ställen Unterschlupf finden. Rauchschwalben sind aus ihrer subtropischen Heimat nach Norden vorgedrungen und konnten in den gemäßigten Zonen nur mit menschlicher Hilfe überleben. Sie nutzen zum Beispiel warme Kuhställe, um zu brüten. Otto Hahn hat den Nestbau und die Aufzucht der Jungen mit der Kamera verfolgt. In der Umgebung des Bauernhofs entdeckte er zahlreiche weitere Kulturfolger: Mehlschwalben an der Hauswand, Turmfalken in der Scheuer, aber auch weniger beliebte Tiere wie Hausmaus und Wanderratte.

Natur nah: Von Mäusen, Falken und Schwalben SWR Fernsehen

Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Freiheit für ein Huhn

Einer Henne, die sechs Monate lang in einer Legebatterie eingesperrt war, schenkte die Frau des Filmemachers Otto Hahn die Freiheit. Nach und nach stellten sich bei dem Tier wieder zahlreiche Aktivitäten ein, die an die wilde Stammform des Haushuhns, das Bankivahuhn, erinnern: Nistplatzsuche, Nestbau, Scharren, Staubbaden. Im Käfig wurden diese Verhaltensmuster gewaltsam unterdrückt. Das zeigen die ersten vier Minuten des Films, in denen das Hühnerleben in einer Legebatterie beschrieben wird.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

STAND
Autor/in
Thomas Schmid