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Lebensräume · In Haus und Garten

Im Staat der Honigbienen | Unterricht Film

STAND
Autor/in
Bernhard Maier

Bezug zum Bildungsplan

Grundschule

● Einbettung im Kompetenzbereich „Kulturphänomene und Umwelt“ – „Mensch,
Tier und Pflanze: staunen, schützen, erhalten“

● Inhalte: Pflanzen, Tiere und Menschen in exemplarischen Lebensräumen, Wechselbeziehungen, jahreszeitliche Anpassung

● Die Schülerinnen und Schüler werden bei der Erschließung ihres natürlichen
(...) Umfelds unterstützt.

Hauptschule

● Einbettung im Kompetenzbereich „Belebte Welt“

● Inhalte: Säugetiere und Insektenmerkmale, Angepasstheiten von Lebewesen an Lebensräume.

● Die Schülerinnen und Schüler können Tiere klassifizieren und kennen deren Lebensweise.

Eine Biene in Nahaufnahme, an einem ihrer Beine ist ein großer gelber Sack (Foto: J. W. Peters, Pixelio.de)
Sammelbiene mit prall gefüllten Pollenhöschen Bild in Detailansicht öffnen
Neuer Job ab dem 21. Lebenstag: Die Arbeitsbiene arbeitet als Sammelbiene Bild in Detailansicht öffnen

Gymnasium (Kompetenzen/Standards 6. Klasse) Bildungsplan B.-W. 2004, S.204 ff

● Die Schülerinnen und Schüler können die folgenden grundlegenden Prinzipien zur Analyse und Erklärung der beobachteten biologischen Phänomene anwenden:

Angepasstheit / Struktur und Funktion: Lebewesen sind bezüglich Bau und Lebensweise an ihre Umwelt angepasst, biologische Strukturen zeigen einen Zusammenhang zwischen Bau und Funktion (zum Beispiel saugend- leckende Mundwerkzeuge – Form der Nahrungsaufnahme)

Variabilität: Abwandlung der Grundbaupläne (zum Beispiel Vergleich der Mundwerkzeuge bei unterschiedlichen Insekten)

Information und Kommunikation: Lebewesen tauschen Informationen aus (zum Beispiel Bienentanz)

Wechselwirkung zwischen Lebewesen und Reproduktion: Lebewesen beeinflussen sich gegenseitig und Lebewesen pflanzen sich fort (zum Beispiel Lebenslauf im Bienenstaat, die Arbeitsteilung im Bienenstaat)

● Die Schülerinnen und Schüler können

typische Merkmale der Insekten und die Lebensweise verschiedener Vertreter beschreiben (hier: wesentliche Insektenmerkmale am Beispiel Biene)

– einen einfachen Bestimmungsschlüssel auf unbekannte Tiere und Pflanzen anwenden (hier: einfache Bestimmungsübung an Insekten – von der 6-Beinigkeit über ein oder zwei Paar Flügel – bis zu ...)

– die Gefährdung einheimischer Tier- und Pflanzenarten erläutern und Schutzmaßnahmen aufzeigen (hier: das Bienensterben – Ursachen und Folgen)

Biene (Foto: Dima Peskoff, sxc.hu)

Einsatz im Unterricht

Die Sendung eignet sich als Einstieg in die Themeneinheit „Wirbellose – am Beispiel der Insekten“. In den gängigen Schulbüchern der Sekundarstufe I finden sich hier im Wechsel Maikäfer, Mehlwurm, Schmetterlinge oder Heuschrecken – alleine die Biene wird in allen vorgestellt. Damit werden sowohl die Wichtigkeit dieses Insekts und die Vielfalt der Anknüpfungsmöglichkeiten für den Unterricht dokumentiert als auch sichergestellt, dass die meisten über den Film hinausführenden Aufgaben durch vorhandene Literatur, also auch ohne Internet, lösbar sind.

Der Film selbst kann auf www.planetschule.de unter „Filme online“ (Suchbegriff: Bienen) direkt auf einem PC mit Internetanschluss angeschaut oder auch heruntergeladen werden. Der Film ist mit Sprungstellen aufgearbeitet, sodass man im Rahmen von Stationsarbeit oder Einzelaufgaben direkt zu den gewünschten Inhalten springen kann. Die Materialien zur Sendung sind je nach Ausstattung (mehrere PCs mit Internet, nur Film mit Beamer, ...) für offenen oder zentrierten Unterricht nutzbar.

Der vorgeschlagene Unterrichtsverlauf 1 und die Arbeitsblätter 1–4 wurden für die Grundschule erarbeitet; Unterrichtsverlauf 2 sowie die Arbeitsblätter 5–10 für die Sekundarstufe.

Tipp: Wenn man die Diskussionen über die sinnvolle Nutzung beziehungsweise über mögliche Gefahren des Internets aufmerksam verfolgt, kommt den Schulen immer mehr die Aufgabe zu, Methoden und Strategien zur sicheren Nutzung zu vermitteln. In den Materialien zu den beiden Filmen „Igel – Jäger in der Nacht“ und „Bienen – Im Staat aus
Wachs und Honig“, werden Rechercheaufträge gestellt, die auch über das Internet bearbeitet werden können beziehungsweise sollen. In Vorbereitung auf Internetrecherchen empfiehlt sich eine Einführung in die sinnvolle Nutzung des Netzes. Hierzu folgender Tipp: „fragFINN“: Neue kostenfreie Unterrichtsmaterialien.

Um Lehrkräfte zu unterstützen, die Kindern schon in der Grundschule richtige und sichere Wege durch das Netz aufzeigen wollen, bietet die Initiative „fragFINN“ neue Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download an. Die Arbeitsunterlagen wurden in enger Zusammenarbeit mit Grundschulpädagoginnen und -pädagogen entwickelt und eignen sich für die Bearbeitung der Themen „Internet“ und „Recherchieren im Netz“.
http://www.lehrer-online.de/766070.php

Unterrichtsverlauf 1 Grundschule

Einstieg:

Als Einstieg schaut die Klasse gemeinsam den Film mit dem ersten Arbeitsauftrag, sich zum Film Notizen zu machen. Der Klasse wird der Ablauf der Unterrichtseinheit, das Nutzen der Materialien, die Kontrollmöglichkeiten, das Auffinden der Filmabschnitte im Netz oder auf der Festplatte (empfiehlt sich bei langsamen Netzzugängen oder oft bei älteren Schülern . machen gern was anderes) erklärt.

Es empfiehlt sich, vor dem Austeilen der Laufzettel (= Stationenplan) die einzelnen Stationen kurz mit der Klasse zu besprechen, dann kann die Arbeit beginnen. Station erledigt kontrolliert Richtig oder falsch Fragen zum Film Mitglieder im Staat Erkläre folgende Wörter Lebenslauf Arbeitsbiene Schreibe einen Steckbrief Bienensterben

Name: ____________________________________

Stationerledigtkontrolliert
● Richtig oder falsch
● Fragen zum Film
● Mitglieder im Staat
● Erkläre folgende Wörter
● Lebenslauf Arbeitsbiene
● Schreibe einen Steckbrief
● Bienensterben

Unterrichtsverlauf 2

Lenken wir den Blick wieder auf die Sekundarstufe I. Der Titelgedanke aus einem Schulbuch „Insekten – eine Tiergruppe der Superlative“ führt zur Einleitungsfrage „Was ist denn so besonders bei den Insekten?“ Dieser Frage folgend bieten sich zwei Variationen zum Einstieg in diese Tiergruppe, die exemplarisch für den Tierstamm der Wirbellosen behandelt werden kann, an.

Eine Mindmap zum Thema „Insekten, Tiergruppe der Superlative“: Das führt in der Regel zu ausgiebigen Schülerbeiträgen. Manchmal reicht es, nur den Begriff „Insekten“ zu fokussieren, andere Gruppen brauchen Hilfe durch „Sensationelles oder Unwahrheiten“, beispielsweise Fragen nach den gefährlichsten Insekten – Hornissen, Killerbienen, Stechmücken oder „Zecken“? Hier kann man klären, dass Zecken, da 8-beinig, Spinnentiere sind...

Eine andere Einstiegsmethode ist ein Rätselblatt, das allgemeine Insekten-Kennzeichen erarbeitet und „Artenwissen“ abfragt. Daran lässt sich später dann auch der Aufbau eines Bestimmungsschlüssels anknüpfen.

Im weiteren Verlauf kann dann der Film zwischengeschaltet als motivierender Einstieg in einen folgenden Stationsbetrieb oder auch abschließend als Bestätigung der Ergebnisse der Stationsarbeit eingesetzt werden.

Da die Kommunikation, also der Bienentanz, im Film nicht erläutert wird, ist es nötig hierfür einen anderen Weg der Erarbeitung zu ergänzen, zum Beispiel www.planet-wissen. de (Suchbegriff: Bienen); Schulbuch oder Styropormodell,... .

Name: ____________________________________

Stationerledigtkontrolliert
Die Organisation des Bienenstaates
Von der Made zur fertigen Biene
Wachsfabrik, Putzkolonne, Amme
Bienenflugschein
Honig
Honigmacher und Blutsauger

Alle Themen zum Schwerpunkt Lebensräume · In Haus und Garten

Leben im Garten

Der Film „Leben im Garten“ ist ein filmischer Spaziergang durch den Lebensraum Garten zu allen Jahreszeiten. In direkter Nachbarschaft unserer Häuser befindet sich ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum. Gärten bieten kleinen und großen Tieren eine Überlebenschance mitten in der Zivilisation. Die jungen Zuschauer erfahren zum Beispiel, warum Bienen Gartenblumen besuchen und Brennnesseln wichtig für Schmetterlinge sind. Oder dass in jedem Garten mehr Regenwürmer leben, als Menschen in einer Großstadt. Der Film führt auch vor, wie die anpassungsfähige Kohlmeise in einem Briefkasten ihre Jungen großzieht, zeigt, warum Gartenvögel nützlich sind und stellt den vielleicht schlauesten Gartenbewohner vor – den Eichelhäher. Er knackt im Baum Nüsse, ohne dass dabei etwas herunterfällt und er merkt sich genau, wo beispielsweise die Eichhörnchen ihre Vorräte lagern, um diese dann später zu plündern.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Gartenkosmos

Seit rund 5000 Jahren legt der Mensch Gärten an. Zunächst Nutzgärten, in denen man Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und Obst anpflanzte. Aber schon bald kultivierte der Mensch auch Pflanzen allein ihrer Schönheit wegen. So wurde der Nutzgarten allmählich auch zum Ziergarten. Für viele Menschen ist der Garten das eigene, kleine Paradies – allerdings müssen sie es oft genug mit ungebetenen Gästen teilen. Zäune und Mauern stellen nämlich für die wenigsten Pflanzen und Tiere ein ernstzunehmendes Hindernis dar.
„Gartenkosmos“ zeigt die Vielfalt unserer heimischen Gärten und ermöglicht dem Zuschauer Erstaunliches über diesen artenreichen Lebensraum zu erfahren. Pfingstrosen machen Ameisen zu ihren willigen Helfern, prachtvoll gefärbte Zauneidechsenmännchen kämpfen um die Gunst der Weibchen und eine seltene Bienenart zieht ihren Nachwuchs in Schneckenhäusern groß. Zeitraffer und Zeitlupen erforschen den Lebensraum Komposthaufen und ein Blick unter die Erde zeigt, dass auch hier mit Wühlmäusen, Maulwürfen und Regenwürmern Gartenbewohner ihrer „Arbeit“ nachgehen.

Natur nah: Gartenkosmos SWR Fernsehen

Der Igel

Die Sendung beschreibt den Igel als nachtaktives Säugetier, das erst in der Abenddämmerung sein Nest verlässt, um nach Fressen zu suchen. Weitere Schwerpunkte: Orientierung, das Auto als Feind Nummer eins, Paarung, Aufzucht der Jungen und Überwinterung.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Das Leben der Honigbienen

Honigbienen sind bekannt als fleißige Nektarsammler und Bestäuber. Das Leben im Stock ist strikt organisiert. Im Laufe ihres Lebens erledigt eine Biene ganz unterschiedliche Aufgaben.

Das Leben der Honigbienen SWR Fernsehen

Im Staat der Honigbienen

In einem Bienenstaat leben zwischen 40 000 und 80 000 Bienen. Jedes Einzelwesen hat ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen und kann allein nicht überleben. Der Film beschreibt die Aufgabenteilung im Staat, die unterschiedlichen Tätigkeiten der Arbeiterinnen (98 Prozent sind Arbeiterinnen), die Aufgabe der Königin und der Drohnen sowie die Entwicklungsstadien der Biene vom Ei bis zum erwachsenen Insekt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Das Jahr der Hornissen

In manchen Lexika werden Hornissen als schädlich bezeichnet, und die Mär, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten und sieben ein Pferd, ist nicht aus der Welt zu schaffen. Immer noch bricht Panik aus, wenn die größte einheimische Faltenwespe auftaucht. Der Film räumt mit den herrschenden Vorurteilen auf. In eindrucksvollen Bildern wird das Leben im Staat aus morschem Holz beschrieben. Der Zuschauer erhält Tipps, wie er sich in der Nähe der gelb-schwarzen Brummer richtig verhält und wie er den geschützten Insekten helfen kann.

Natur nah: Im Staat aus morschem Holz SWR Fernsehen

Keine Angst vor Hornissen

„Sieben Stiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“ – dies ist ein weit verbreitetes Vorurteil und keineswegs eine Tatsache. Doch wo Hornissen auftauchen, bricht noch immer Panik aus. So verwundert es kaum, dass die großen Brummer von der Ausrottung bedroht sind. 1987 wurden die größten einheimischen Faltenwespen als besonders geschützte Tierart in die Bundesartenschutzverordnung aufgenommen. Der Film räumt mit den unbegründeten Vorurteilen gegenüber Hornissen auf, informiert über ihre Lebensweise und ihre wichtige Rolle im Naturhaushalt.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

Geliebt und gefürchtet - Spinnen

Über zwei Jahre lag Otto Hahn mit der Kamera auf der Lauer und hat einheimische Spinnen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet. Ihm gelangen faszinierende Aufnahmen von der Balz, der Paarung, der Brutpflege, der Häutung und vom Netzbau. Der Film zeigt die außerordentlich große Formenvielfalt dieser Tiergruppe und belegt ihre bedeutende Rolle als Insektenfresser im Naturhaushalt.

Natur nah: Geliebt und gefürchtet SWR Fernsehen

Kulturfolger Kakerlake

Sie existieren schon seit über 300 Millionen Jahren, gelten als die erfolgreichsten Insekten der Welt und bevölkern fast jeden Winkel der Erde. 25 der über 4000 bekannten Schabenarten suchen die Nähe des Menschen; drei von ihnen werden vorgestellt: die Hausschabe, Blattella germanica, die Küchenschabe, Blatta orientalis, und die amerikanische Großschabe, Periplaneta americana.

Natur nah: Kulturfolger Kakerlake SWR Fernsehen

Im Reich der Mäuse

Viele Menschen sehen Mäuse am liebsten im Maul der Katze oder in der Falle. Denn auf dem Acker fressen sie das Korn, und wenn die Ernte eingebracht ist, ist kein Lager, kein Speicher vor ihnen sicher. Ob im Dachboden oder in der Speisekammer: Überall nisten sich Mäuse oder Ratten ein. Aber diese unbeliebten Untermieter bilden nur eine Minderheit. Die meisten heimischen Nager leben in der freien Wildbahn, in Alpentälern, an Flussufern, auf Wiesen und in Wäldern. Mäuse sind die anpassungsfähigsten Säugetiere unserer Heimat. Es gibt Taucher, Gräber, Kletterer und Springer. Sie sind nicht nur harmlose Körnersammler, sondern mitunter auch geschickte Fischer und listige Diebe. Obwohl von vielen größeren Tieren gejagt, gelingt es den Mäusen, erfolgreich zu bestehen: mit Vorsicht und Pfiffigkeit und mit ihrer sprichwörtlichen Vermehrungsfreude.

Natur nah: Im Reich der Mäuse SWR Fernsehen

Von Mäusen, Schwalben und Falken

Kulturfolger nennt man Tiere, die in der Nähe der Menschen leben und zum Teil sogar in ihren Häusern, Kellern und Ställen Unterschlupf finden. Rauchschwalben sind aus ihrer subtropischen Heimat nach Norden vorgedrungen und konnten in den gemäßigten Zonen nur mit menschlicher Hilfe überleben. Sie nutzen zum Beispiel warme Kuhställe, um zu brüten. Otto Hahn hat den Nestbau und die Aufzucht der Jungen mit der Kamera verfolgt. In der Umgebung des Bauernhofs entdeckte er zahlreiche weitere Kulturfolger: Mehlschwalben an der Hauswand, Turmfalken in der Scheuer, aber auch weniger beliebte Tiere wie Hausmaus und Wanderratte.

Natur nah: Von Mäusen, Falken und Schwalben SWR Fernsehen

Vögel im Winter

Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an.

Natur nah: Vögel im Winter SWR Fernsehen

Freiheit für ein Huhn

Einer Henne, die sechs Monate lang in einer Legebatterie eingesperrt war, schenkte die Frau des Filmemachers Otto Hahn die Freiheit. Nach und nach stellten sich bei dem Tier wieder zahlreiche Aktivitäten ein, die an die wilde Stammform des Haushuhns, das Bankivahuhn, erinnern: Nistplatzsuche, Nestbau, Scharren, Staubbaden. Im Käfig wurden diese Verhaltensmuster gewaltsam unterdrückt. Das zeigen die ersten vier Minuten des Films, in denen das Hühnerleben in einer Legebatterie beschrieben wird.

Tiere und Pflanzen SWR Fernsehen

STAND
Autor/in
Bernhard Maier