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Lebensräume · Große Waldbewohner

Raubtiere des Waldes | Unterricht

STAND
Autor/in
Silke Harrer

Der Film eignet sich zum Einsatz im Biologieunterricht der Sekundarstufe I und II. Raubtiere sind für die Schülerinnen und Schüler erfahrungsgemäß von großem Interesse, daher dürfte es in nicht schwer sein, sie für den Unterricht zu gewinnen. Bei einigen Schülerinnen und Schülern werden bereits Kenntnisse über einzelne Raubtierarten vorhanden sein, auf die im Unterricht zurückgegriffen werden kann bzw. auf die aufgebaut werden kann.

Es sollten - je nach Altersstufe - unterschiedliche Schwerpunkte bei der Aufarbeitung des Filmes gesetzt werden.

Ein Marder auf einem Ast in Nahaufnahme. (Foto: SWR - Screenshot aus der Sendung)
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Raubtiere des Waldes SWR - Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
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In der Sekundarstufe I sollte die Betrachtung der einzelnen Arten und ihres Verhaltens im Lebensraum im Vordergrund stehen. Besprochen werden müssen aber auch die Themen Bedrohung und Schutz der Arten, da diese Teilthemen wegen ihrer affektiven Komponente auch den jungen Schülerinnen und Schülern besonders "unter den Nägeln brennen".

In der Sekundarstufe II sollten eher ökologische Fragestellungen dominieren, die auch im Zusammenhang mit der Diskussion um die Wiederauswilderung von Bedeutung sind. Wichtig ist, dass bei der Filmaufarbeitung die erbitterte Emotionalität zum Thema gemacht wird, die leider für die Jagd- und Wiederauswilderungsdiskussion charakteristisch ist. Diese kommt auch im Sprechertext des Filmes zum Ausdruck.

Im folgenden sind zwei Unterrichtsgänge grob skizziert. Vorschlag 1 zielt auf die Sekundarstufe I (Schwerpunkt Artenkenntnis), Vorschlag 2 auf die Sekundarstufe II (Schwerpunkt Ökologie). Hier könnte das Thema "Wiederauswilderung von Raubtieren" als Abschluss einer ökologischen Unterrichtseinheit behandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler hätten dann die Gelegenheit, ihr Wissen über die Populationsbiologie und Nahrungsbeziehungen bei einem gesellschaftlich relevanten Thema anzuwenden.

Vorschlag 1 (Sekundarstufe I)

1. Einstieg

Dalli Klick: Lehrer legt Folien auf mit Bildern von Raubtieren; diese sind erst ganz verdeckt und werden stückweise freigegeben, Schüler erraten die Tiere.

2. Hinführung zum Thema

Schülerinnen und Schüler tragen im Brainstorming zusammen, was sie über diese Tiere wissen (Ernähung, Verbreitung, Lebensraum...).

3. Zeigen des Filmes

Mit Erteilung von Beobachtungsaufträgen; es kann z.B. Arbeitsmaterial "Raubtiere im Vergleich" ausgegeben werden.

4. Aufarbeitung des Filmes in Gruppenarbeit

Die Schülerinnen und Schüler versuchen in Gruppenarbeit, Arbeitsmaterial "Raubtiere im Vergleich" zu bearbeiten. Der Lehrer stellt Bücher bereit zur Ergänzung der Filminformationen und evt. Internetzugang.

5. Besprechung der Ergebnisse

Bei der Besprechung sollte der Begriff "Raubtiere" geklärt werden. Außerdem muss ein Gespräch über die Ursachen der Bedrohung einzelner Arten und über deren Schutz geführt werden. Zeigt es sich, dass die Schüler stark an diesen Themen interessiert sind, so kann ein Referat vergeben werden z.B. zum Thema Ausrottung und Schutz des Wolfes oder auch zur Wiederauswilderung des Luchses.

Variante zu Vorschlag 1: Die Ergebnissicherung erfolgt nicht auf einem Arbeitsblatt, sondern die Schülergruppen entscheiden sich für eine intensivere Beschäftigung mit nur einer Tierart und dokumentieren ihr Ergebnis auf einem Poster. Voraussetzung hierfür ist, dass die Schülerinnen und Schüler verwendbares Bild- und Textmaterial zur Verfügung haben in Form von z.B. Tierzeitschriften oder einem PC mit Internetzugang und Drucker.

Vorschlag 2 (Sekundarstufe II)

1. Einstieg

Dalli Klick: Lehrer legt Folien auf mit Bildern von Raubtieren; diese sind erst ganz verdeckt und werden stückweise freigegeben, Schüler erraten die Tiere.
Oder: Als Einstieg werden den Schülern Ausschnitte aus dem Arbeitsmaterial "Wissenswertes über heimische Raubtiere" vorgelegt (2-3 Tierbeispiele), um das Interesse am Thema zu wecken.

2. Hinführung zum Thema

Schülerinnen und Schüler tragen im Brainstorming zusammen, was sie über diese Tiere wissen (Ernähung, Verbreitung, Lebensraum...).

3. Zeigen des Filmes

Mit Erteilen von Beobachtungsaufträgen, z.B.: "Notiere Raubtiere unserer Wälder mit Stichworten zur Lebensweise und zur Bedrohung".

4. Aufarbeitung des Filmes

Lehrer-Schüler-Gespräch über die Filminformationen.
Gruppen - oder Partnerarbeit zum Thema Luchs - Beispiel für das "Schicksal eines ausgerotteten Raubtieres".
Anhand vom Arbeitsmaterial Luchs beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem konkreten Beispiel der Wiederauswilderung eines Raubtieres. Hierbei wird ihnen der praktische Anwendungsbezug von ökologischem Wissen deutlich.

5. Rollenspiel (Lernzielkontrolle)

Vier SchülerInnen spielen ein Streitgespräch über die Wiederauswilderung des Luchses.
S1: Vertreter der Luchsinitiative; S2: Schwarzwaldschäfer; S3: Jäger; S4: Moderator

Variante zu Vorschlag 2: Nach der Aufarbeitung des Filmes wird den Schülern mitgeteilt, dass sich die gesamte Gruppe mit der Wiederauswilderung von Bär, Luchs oder Wolf näher beschäftigen soll und dass am Ende dieser Beschäftigung ein Rollenspiel steht, in dem Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, z.B. Jäger, Naturschützer, Touristen, Viehhalter ihre Standpunkte vertreten müssen.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler

  • erlangen Artenkenntnis über heimische Raubtierarten.
  • verstehen, dass die Raubtiere keine Bedrohung für den Menschen sind.
  • gewinnen Interesse an Naturbeobachtungen.
  • werden sich darüber bewusst, dass der Mensch durch die Ausrottung von Raubtieren stark in den Naturhaushalt eingegriffen hat.
  • gewinnen einen Einblick in die ökologische Bedeutung von Raubtieren
  • lernen die Wiederauswilderungsdiskussion als Beispiel für eine gesellschaftliche Diskussion kennen, die ökologisches Wissen verlangt.

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Autor/in
Silke Harrer