Bannerbild (Quelle: ImagoPeter Seyfferth) (Foto: Imago/Peter Seyfferth)

La France et ses régions

Les druides en Bretagne | Hintergrund

STAND

Informationen zur Region

Fläche

27.208 Quadratkilometer

Einwohner

2,9 Millionen

Hauptstadt

Rennes, circa 198.000 Einwohner

Departements und ihre Verwaltungssitze

Ille-et-Vilaine (Rennes), Côtes d'Armor (Saint-Brieuc), Finistère (Quimper) und Morbihan (Vannes)

Geografie

Die Bretagne ist die westlichste Region Frankreichs. Der Atlantikküste mit ihren Buchten und Sandstränden sind viele kleine Inseln vorgelagert. Die Brandung ist stark und die Gezeiten sind mächtig. Das Klima ist feucht und nebelreich.

Wirtschaft

Heute zählt die Bretagne zu den wichtigsten Agrarregionen Frankreichs mit Schwerpunkten in der Gemüseproduktion, Schweinemast und Milchviehhaltung. Die Bretagne ist der größte Butter- und Käselieferant Frankreichs. Auch die Austernkulturen und die Fischerei spielen eine Rolle. Im Sommer ist der Fremdenverkehr eine wichtige Einnahmequelle.

Geschichte

Im 5./6. Jahrhundert ließen sich keltische Briten in dem Gebiet nieder, das damals zum römischen Gallien gehörte. Sie hielten noch jahrhundertelang den Kontakt mit den Britischen Inseln und behaupteten ihre Sprache und Kultur. Im 20. Jahrhundert entwickelten sich zum Teil militante Autonomiebewegungen, doch in der Gegenwart kommt das Selbstbewusstsein der Region vor allem in der Pflege der bretonischen Sprache und Kultur zum Ausdruck.

In keiner anderen Region Frankreichs gibt es mehr Menhire. Zu tausenden stehen diese steinernen Zeugen der keltischen Zeit in der Landschaft. Bis heute wird über ihre Bedeutung spekuliert. Die bretonischen Legenden sind vielfältig, erwähnt seien hier nur Artus und seine Tafelrunde und damit verknüpft die Liebesgeschichte von Merlin dem Zauberer und Viviane, der "Herrin vom See".

Menhire (Foto: SWR)
Menhire gibt es in der Bretagne zu tausenden SWR Bild in Detailansicht öffnen
Die Ile de Sein vor der bretonischen Küste SWR Bild in Detailansicht öffnen
Die Bretagne ist eine der wichtigsten Agrarregionen Frankreichs SWR Bild in Detailansicht öffnen
Der Druide Myrdhin und seine Familie pflegen die keltische Tradition SWR Bild in Detailansicht öffnen

La Bretagne en bref

Karte Frankreich - Bretagne (Foto: SWR)
SWR

Superficie : 27 208 km²

Nombre d'habitants : 2,9 millions

Capitale : Rennes, environ 198 000 habitants

Départements et chefs-lieux : Ille-et-Vilaine (Rennes), Côtes d'Armor (Saint-Brieuc), Finistère (Quimper) et Morbihan (Vannes)

La Bretagne est la région la plus à l'ouest de la France. Elle est bordée par la côte Atlantique, constituée de baies et de plages de sable, ainsi que de petites îles au large. Elle connaît un fort ressac et de puissantes marées. Le climat y est humide et souvent brumeux.

Aujourd'hui, la Bretagne fait partie des plus importantes régions agricoles de France. Elle est spécialisée dans la production maraîchère, l'élevage porcin et l'élevage de vaches laitières. La région est le plus grand fournisseur de beurre et de fromage de France. L'ostréiculture et la pêche jouent également un rôle important dans l'économie de la région. En été, le tourisme constitue une source de revenus substantielle.

Aux 5e et 6e siècle après J.-C., des Celtes originaires de Bretagne viennent s'installer dans la région, alors sous domination romaine. Pendant des siècles ils vont maintenir le contact avec l'île britannique, affirmer leur langue et leur culture. Le 20e siècle voit l'apparition de quelques mouvements militants pour l'autonomie mais la conscience d'une identité régionale se manifeste aujourd'hui essentiellement dans le maintien de la langue et culture bretonne.

Aucune autre région de France ne possède autant de menhirs que la Bretagne. Ces derniers témoignages de l'époque celtique, se dressent par milliers dans les campagnes. Leur signification reste jusqu'à aujourd'hui un objet de spéculations. Les légendes bretonnes sont multiples. Ne sont évoquées ici que celle du roi Arthur et des chevaliers de la Table ronde et avec eux, l'histoire d'amour entre Merlin l'Enchanteur et la fée Viviane.

Hintergrundmaterial zum gesamten Schwerpunkt

La France et ses régions | Hintergrund

551.602 Quadratkilometer

Alle Themen zum Schwerpunkt La France et ses régions

La Réunion

10.000 Kilometer von Paris entfernt, zwischen Madagaskar und Mauritius, ragt ein kleiner Teil Frankreichs aus dem Indischen Ozean: die tropische Vulkaninsel La Réunion, einst Sklavenkolonie, heute ein gleichberechtigtes Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Trotz rasanten Bevölkerungswachstums und hoher Arbeitslosigkeit entwickelte sich die Insel zum Schaufenster Frankreichs im Indischen Ozean – dank Milliarden-Subventionen aus Paris und Brüssel.
Einzigartig ist das Völkergemisch. Kreolen, Weiße und Schwarze, Inder, Chinesen und Madegassen leben auf Réunion friedlich zusammen. Auch die verschiedensten Religionen, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten begegnen sich mit Respekt.
Eindrucksvoll ist die Natur: 3000 Meter hohe Berge und ein Vulkan, der immer noch aktiv ist, tropischer Regenwald, bizarre Felsschluchten und Wasserfälle. Die Sendung porträtiert das Leben auf der Insel aus der Perspektive zweier junger Leute. Der achtzehnjährige Luciano studiert Tourismus und träumt von einer Karriere als Sänger. Er ist stolz auf seine reunionesische Herkunft, möchte auf der Insel bleiben und mithelfen sie weiter zu entwickeln. Ganz anders denkt seine Freundin Emmanuelle. Sie ist 16, geht aufs Gymnasium, fühlt sich nach Europa hingezogen und träumt von einem Leben in Deutschland. Ihr ist die Insel zu klein.

La France et ses régions SWR Fernsehen

Rhône-Alpes

Ganz im Norden der Region Rhône-Alpes, in Hoch-Savoyen, liegt Combloux, ein charmanter Urlaubsort mit großer Tradition und Blick auf den Montblanc. Früher ließen sich hier reiche Urlauber aus ganz Europa ins Grand Hotel kutschieren, heute bevölkern vor allem Familien aus der Gegend von Paris die zahlreichen Appartements.
Fast alle Einwohner leben direkt oder indirekt vom Tourismus, und die meisten üben mehrere Berufe aus – wie Familie Chambel: Vater, Mutter und Söhne arbeiten als Skilehrer, bewirtschaften einen Bauernhof mit 40 Kühen, vermieten Appartements und betreiben ein Fliesenlegergeschäft.
In Kontrast zum wohlhabenden Norden steht der südlichste Zipfel der Region Rhône-Alpes: die Drôme provençale, eine fast menschenleere Gebirgslandschaft mit südlichem Flair. Es duftet nach Thymian und Lavendel, in den Tälern wachsen Wein, Oliven und Aprikosen. Lange Zeit war die Drôme eine vergessene Gegend, erst in letzter Zeit wurde sie von Aussteigern, Naturfreunden und Urlaubern neu entdeckt.
Viele Orte wirken heute fast verlassen, auch das Bergdorf Chalancon, wo nur noch wenige Bergbauern ausharren – darunter die Familie Servan. Der zweite Teil des Films zeigt den Alltag dreier Generationen auf einem typischen Hof mit Schafen, Ziegen, Lavendel- und Käseproduktion. Darüber hinaus wird eine Landschaft porträtiert, die zu den wertvollsten Naturparadiesen Frankreichs zählt.

La France et ses régions SWR Fernsehen

Lorraine

Ganz im Norden Lothringens liegt die Arbeiterstadt Longwy. Bis in die 1980er Jahre war sie das Zentrum der französischen Stahlindustrie, produzierte ein Fünftel des französischen Stahls. Doch dann kam die Stahlkrise. Innerhalb weniger Jahre wurden alle Fabriken geschlossen – trotz massiver Proteste der Bevölkerung. Es war der größte Arbeiterkampf in der französischen Geschichte.
Die Sendung porträtiert die Familie des ehemaligen Stahlarbeiters Roger Cuter, der mit vierzig Jahren seinen Arbeitsplatz verlor und schwere Jahre erlebte, bis er schließlich eine neue Arbeit fand. Im Kontrast zur Arbeiterstadt Longwy steht die Kunst- und Kulturstadt Nancy, der Geburtsort des französischen Jugendstils. Die Künstler der „Ecole de Nancy“, große Namen wie Daum, Gruber und Majorelle, haben überall in der Stadt ihre Handschrift hinterlassen. Eine der prächtigsten Jugendstil-Einrichtungen besitzt die Brasserie Excelsior, eröffnet 1911. Das Excelsior ist Restaurant, Bistro oder Caféhaus, je nachdem, zu welcher Tageszeit man es betritt. 60 Kellner und Köche verwöhnen die Gäste.
Dass täglich in Saal und Küche alles perfekt abläuft, dafür sorgt Eric Gérard, der verantwortliche „Maître d’hôtel“. Aus seinem Blickwinkel zeigt der Film den Tagesablauf im Excelsior. Darüber hinaus wird Eric Gérards Familie porträtiert – seine Frau Laurence führt eine traditionsreiche Bäckerei und Konditorei – ganz in der Nähe des Excelsior.

La France et ses régions SWR Fernsehen

Bourgogne

Burgund ist nicht nur eine weltbekannte Weingegend, sondern auch eine der großen Kulturregionen Europas, reich an geschichtsträchtigen Orten – wie zum Beispiel Beaune im Departement Côte d’Or, in dem das berühmteste Gebäude Burgunds, das Hôtel-Dieu, steht. Wenige Schritte entfernt befindet sich die letzte familiär betriebene Senffabrik Burgunds: das Unternehmen Fallot, das Spitzenköchen auf der ganzen Welt ein Begriff ist.
Die Sendung zeigt nicht nur die traditionelle Senfherstellung, sie porträtiert auch den Alltag der Unternehmerfamilie Désarménien – vom Großvater bis zu den Enkeln.
Im Kontrast zur reichen Côte d’Or steht das Morvan, eine sehr ländliche Gegend im Herzen Burgunds, das zu den schönsten Landschaften Frankreichs zählt. Schon die Gallier waren hier zu Hause. Auf dem Mont Beuvray befand sich ihre Hauptstadt Bibracte, damals eine Weltstadt mit 20 000 Einwohnern. In Bibracte wurde Vercingetorix zum Anführer der Gallier gewählt, dort verfasste Cäsar nach dem Sieg über die Gallier seinen Kommentar „De bello gallico“. Heute ist Bibracte der Mittelpunkt der europäischen Keltenforschung: ein Grabungsort für Archäologen aus ganz Europa mit einem hochmodernen Forschungszentrum und großem Museum.
Die Sendung beleuchtet die Detektivarbeit der Archäologen und porträtiert die Familie von Professor Guillaumet, der die Forschungen in Bibracte leitet.

La France et ses régions SWR Fernsehen

Corse: La belle et la bête

Die „Insel der Schönheit“ hat eine bewegte Geschichte. Bis heute eskaliert der Kampf der Korsen um größere Autonomie immer wieder. Der Musiker Jean-Paul Poletti, Begründer der politischen Folklore Korsikas und engagierter Kämpfer für die korsische Sache, nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel. Gemeinsam mit seinen Freunden und Weggefährten vermittelt er einen Eindruck von der Geschichte Korsikas, von den politischen Machtkämpfen und von der Musik als Ausdruck korsischer Identität.

Les druides en Bretagne

Eine Winterreise in die Bretagne bedeutet Windböen von 120 Stundenkilometern, Regenstürme und verrückte Lichtstimmungen. Sonia Mikich erlebt eine der wildesten und schönsten Regionen Frankreichs als großes Abenteuer.
Die Touristensaison ist vorbei, die Bretonen besinnen sich auf ihre Wurzeln: ein keltisches Volk, heute noch dem Aberglauben, der eigenen Kultur und Sprache zutiefst verbunden.
Sonia Mikich erfährt vom Leuchtturmwärter Serge und dem Hochseefischer Spinec Näheres über Schiffsunglücke vor der Ile de Sein und lässt sich vom alten Klett über seine Erlebnisse als Résistance-Kämpfer der ersten Stunde erzählen.
Sie besucht den Druiden und Musiker Myrdhin und seine Familie und wandert mit dem Märchenerzähler Xavier durch den Zauberwald Brocéliande, in dem Merlin gelebt haben soll.
Sie spricht mit der Familie des Bauern und Musikers Quéré über Ökologie, Politik und das Glück und begleitet die katholischen Schwestern Elisabeth und Jacqueline bei der Seelsorge.

STAND
AUTOR/IN
Planet Schule