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La France et ses régions

La Réunion | Hintergrund

STAND

Informationen zur Region

Größe

2512 Quadratkilometer

Einwohner

709.470

Die Bevölkerung stammt von europäischen, asiatischen, afrikanischen und madagassischen Einwanderern und Sklaven ab; sie ist heute stark vermischt. Circa 45 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Kreolen, etwa 30 Prozent weißer Abstammung oder Europäer, 18 Prozent hinduistische oder muslimische Inder und vier Prozent Chinesen. Die Amtssprache ist Französisch, Verkehrssprachen sind Kreolisch auf französischer Grundlage, Tamil und Chinesisch.

Hauptstadt

Saint-Denis (132.000 Einwohner). Weitere größere Städte: Saint-Pierre und Saint-Paul.

Geografie und Klima

Die gebirgige, von Küstenflüssen tief zerschnittene Insel besteht im Kern aus den Vulkanen Piton des Neiges (3069 Meter) und dem noch tätigen Piton de la Fournaise (2631 Meter), zwischen denen sich ein Hochplateau erstreckt. Das Klima ist tropisch-sommerfeucht. Regenzeit: Dezember bis März. Typisch sind alljährlich auftretende tropische Wirbelstürme.

Wirtschaft

Gemessen an der Höhe des Bruttosozialprodukts ist Réunion eines der reichsten Gebiete Afrikas. Über ein Drittel der Arbeitsfähigen ist jedoch arbeitslos (36,5 Prozent). Die Insel hängt vollkommen von der Unterstützung des Mutterlandes ab. Über 70 Prozent der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungsbereich beschäftigt, etwa zehn Prozent in der Industrie und nur 3,7 Prozent in der Landwirtschaft, welche die Hauptexportprodukte liefert (Fisch, Rum, Zucker, Vanille, Tabak, Parfum). Da 70 Prozent der Anbauflächen diesen Exportkulturen dienen, müssen Grundnahrungsmittel eingeführt werden.

Geschichte

1513 von dem Portugiesen Pedro de Mascarenhas entdeckt, wurde die Insel 1638 als Île de Bourbon von Frankreich in Besitz genommen und seit 1665 besiedelt. Von 1715 an führte der Kaffeeanbau zur massiven Einfuhr afrikanischer Sklaven, die Insel erlebte einen Wirtschafts- und Bevölkerungs-Boom. 1793 erhielt sie den Namen La Réunion und 1848 wurde die Sklaverei abgeschafft. 1946 bekam die Insel den Status eines französischen Départements, und seit 1982 ist sie eine Région d’outre-mer.

Mit Vegetation überzogene Berge (Foto: SWR)
La Réunion - beliebtes Ziel für Naturliebhaber SWR Bild in Detailansicht öffnen
Naturschauspiel: Der Vulkan Piton de la Fournaise ist noch immer aktiv SWR Bild in Detailansicht öffnen
Toleranz gehört auf Réunion zur obersten Maxime im Umgang der Religionen miteinander SWR Bild in Detailansicht öffnen

La Réunion en bref

Karte Afrika - Réunion (Foto: SWR)
La Réunion auf einer Landkarte SWR

Superficie : 2 511 km²

Nombre d'habitants : environ 706 000

Capitale : Saint-Denis, 160 000 habitants

Département d'outre-mer situé dans l'Océan Indien, à 10 000 km de Paris. Autres grandes villes: Saint-Pierre et Saint-Paul.

Cette île montagneuse est constituée au centre par deux volcans: le Piton des Neiges (3069 m d'altitude) et le Piton de la Fournaise (2631 m), encore en activité. Entre eux s'étend un haut plateau. Le climat est tropical et humide avec une saison des pluies de novembre à avril. Chaque année, l'île est secouée par des cyclones tropicaux.

La France prend possession de La Réunion au 17e siècle. Au 18e siècle, de nombreux esclaves venus d'Afrique, d'Inde et de Madagascar sont amenés sur l'île pour travailler dans les plantations de café et de sucre de canne. Au milieu du 19e siècle, l'esclavage est aboli. Aujourd'hui vivent sur l'Île de la Réunion des hommes qui ont leurs racines en Afrique, en Chine, en Inde et en Europe et qui pratiquent les religions les plus variées.

Le produit principal d'exportation de La Réunion est le sucre de canne, suivi par le rhum, le tabac, les géraniums et la vanille. Il y a très peu d'industrie et presque un tiers de la population en âge de travailler est au chômage. L'économie de l'île dépend entièrement des aides apportées par la France et des subventions de l'Union Européenne.

Hintergrundmaterial zum gesamten Schwerpunkt

La France et ses régions | Hintergrund

551.602 Quadratkilometer

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La Réunion

10.000 Kilometer von Paris entfernt, zwischen Madagaskar und Mauritius, ragt ein kleiner Teil Frankreichs aus dem Indischen Ozean: die tropische Vulkaninsel La Réunion, einst Sklavenkolonie, heute ein gleichberechtigtes Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Trotz rasanten Bevölkerungswachstums und hoher Arbeitslosigkeit entwickelte sich die Insel zum Schaufenster Frankreichs im Indischen Ozean – dank Milliarden-Subventionen aus Paris und Brüssel.
Einzigartig ist das Völkergemisch. Kreolen, Weiße und Schwarze, Inder, Chinesen und Madegassen leben auf Réunion friedlich zusammen. Auch die verschiedensten Religionen, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten begegnen sich mit Respekt.
Eindrucksvoll ist die Natur: 3000 Meter hohe Berge und ein Vulkan, der immer noch aktiv ist, tropischer Regenwald, bizarre Felsschluchten und Wasserfälle. Die Sendung porträtiert das Leben auf der Insel aus der Perspektive zweier junger Leute. Der achtzehnjährige Luciano studiert Tourismus und träumt von einer Karriere als Sänger. Er ist stolz auf seine reunionesische Herkunft, möchte auf der Insel bleiben und mithelfen sie weiter zu entwickeln. Ganz anders denkt seine Freundin Emmanuelle. Sie ist 16, geht aufs Gymnasium, fühlt sich nach Europa hingezogen und träumt von einem Leben in Deutschland. Ihr ist die Insel zu klein.

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Rhône-Alpes

Ganz im Norden der Region Rhône-Alpes, in Hoch-Savoyen, liegt Combloux, ein charmanter Urlaubsort mit großer Tradition und Blick auf den Montblanc. Früher ließen sich hier reiche Urlauber aus ganz Europa ins Grand Hotel kutschieren, heute bevölkern vor allem Familien aus der Gegend von Paris die zahlreichen Appartements.
Fast alle Einwohner leben direkt oder indirekt vom Tourismus, und die meisten üben mehrere Berufe aus – wie Familie Chambel: Vater, Mutter und Söhne arbeiten als Skilehrer, bewirtschaften einen Bauernhof mit 40 Kühen, vermieten Appartements und betreiben ein Fliesenlegergeschäft.
In Kontrast zum wohlhabenden Norden steht der südlichste Zipfel der Region Rhône-Alpes: die Drôme provençale, eine fast menschenleere Gebirgslandschaft mit südlichem Flair. Es duftet nach Thymian und Lavendel, in den Tälern wachsen Wein, Oliven und Aprikosen. Lange Zeit war die Drôme eine vergessene Gegend, erst in letzter Zeit wurde sie von Aussteigern, Naturfreunden und Urlaubern neu entdeckt.
Viele Orte wirken heute fast verlassen, auch das Bergdorf Chalancon, wo nur noch wenige Bergbauern ausharren – darunter die Familie Servan. Der zweite Teil des Films zeigt den Alltag dreier Generationen auf einem typischen Hof mit Schafen, Ziegen, Lavendel- und Käseproduktion. Darüber hinaus wird eine Landschaft porträtiert, die zu den wertvollsten Naturparadiesen Frankreichs zählt.

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Lorraine

Ganz im Norden Lothringens liegt die Arbeiterstadt Longwy. Bis in die 1980er Jahre war sie das Zentrum der französischen Stahlindustrie, produzierte ein Fünftel des französischen Stahls. Doch dann kam die Stahlkrise. Innerhalb weniger Jahre wurden alle Fabriken geschlossen – trotz massiver Proteste der Bevölkerung. Es war der größte Arbeiterkampf in der französischen Geschichte.
Die Sendung porträtiert die Familie des ehemaligen Stahlarbeiters Roger Cuter, der mit vierzig Jahren seinen Arbeitsplatz verlor und schwere Jahre erlebte, bis er schließlich eine neue Arbeit fand. Im Kontrast zur Arbeiterstadt Longwy steht die Kunst- und Kulturstadt Nancy, der Geburtsort des französischen Jugendstils. Die Künstler der „Ecole de Nancy“, große Namen wie Daum, Gruber und Majorelle, haben überall in der Stadt ihre Handschrift hinterlassen. Eine der prächtigsten Jugendstil-Einrichtungen besitzt die Brasserie Excelsior, eröffnet 1911. Das Excelsior ist Restaurant, Bistro oder Caféhaus, je nachdem, zu welcher Tageszeit man es betritt. 60 Kellner und Köche verwöhnen die Gäste.
Dass täglich in Saal und Küche alles perfekt abläuft, dafür sorgt Eric Gérard, der verantwortliche „Maître d’hôtel“. Aus seinem Blickwinkel zeigt der Film den Tagesablauf im Excelsior. Darüber hinaus wird Eric Gérards Familie porträtiert – seine Frau Laurence führt eine traditionsreiche Bäckerei und Konditorei – ganz in der Nähe des Excelsior.

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Bourgogne

Burgund ist nicht nur eine weltbekannte Weingegend, sondern auch eine der großen Kulturregionen Europas, reich an geschichtsträchtigen Orten – wie zum Beispiel Beaune im Departement Côte d’Or, in dem das berühmteste Gebäude Burgunds, das Hôtel-Dieu, steht. Wenige Schritte entfernt befindet sich die letzte familiär betriebene Senffabrik Burgunds: das Unternehmen Fallot, das Spitzenköchen auf der ganzen Welt ein Begriff ist.
Die Sendung zeigt nicht nur die traditionelle Senfherstellung, sie porträtiert auch den Alltag der Unternehmerfamilie Désarménien – vom Großvater bis zu den Enkeln.
Im Kontrast zur reichen Côte d’Or steht das Morvan, eine sehr ländliche Gegend im Herzen Burgunds, das zu den schönsten Landschaften Frankreichs zählt. Schon die Gallier waren hier zu Hause. Auf dem Mont Beuvray befand sich ihre Hauptstadt Bibracte, damals eine Weltstadt mit 20 000 Einwohnern. In Bibracte wurde Vercingetorix zum Anführer der Gallier gewählt, dort verfasste Cäsar nach dem Sieg über die Gallier seinen Kommentar „De bello gallico“. Heute ist Bibracte der Mittelpunkt der europäischen Keltenforschung: ein Grabungsort für Archäologen aus ganz Europa mit einem hochmodernen Forschungszentrum und großem Museum.
Die Sendung beleuchtet die Detektivarbeit der Archäologen und porträtiert die Familie von Professor Guillaumet, der die Forschungen in Bibracte leitet.

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Corse: La belle et la bête

Die „Insel der Schönheit“ hat eine bewegte Geschichte. Bis heute eskaliert der Kampf der Korsen um größere Autonomie immer wieder. Der Musiker Jean-Paul Poletti, Begründer der politischen Folklore Korsikas und engagierter Kämpfer für die korsische Sache, nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel. Gemeinsam mit seinen Freunden und Weggefährten vermittelt er einen Eindruck von der Geschichte Korsikas, von den politischen Machtkämpfen und von der Musik als Ausdruck korsischer Identität.

Les druides en Bretagne

Eine Winterreise in die Bretagne bedeutet Windböen von 120 Stundenkilometern, Regenstürme und verrückte Lichtstimmungen. Sonia Mikich erlebt eine der wildesten und schönsten Regionen Frankreichs als großes Abenteuer.
Die Touristensaison ist vorbei, die Bretonen besinnen sich auf ihre Wurzeln: ein keltisches Volk, heute noch dem Aberglauben, der eigenen Kultur und Sprache zutiefst verbunden.
Sonia Mikich erfährt vom Leuchtturmwärter Serge und dem Hochseefischer Spinec Näheres über Schiffsunglücke vor der Ile de Sein und lässt sich vom alten Klett über seine Erlebnisse als Résistance-Kämpfer der ersten Stunde erzählen.
Sie besucht den Druiden und Musiker Myrdhin und seine Familie und wandert mit dem Märchenerzähler Xavier durch den Zauberwald Brocéliande, in dem Merlin gelebt haben soll.
Sie spricht mit der Familie des Bauern und Musikers Quéré über Ökologie, Politik und das Glück und begleitet die katholischen Schwestern Elisabeth und Jacqueline bei der Seelsorge.

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AUTOR/IN
Planet Schule