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La France et ses régions

Corse: La belle et la bête | Hintergrund

STAND
Informationen zur Region

Fläche

8.680 Quadratkilometer

Einwohner

ca. 260.000

Hauptstadt

Haute-Corse (Bastia) und Corse-du-Sud (Ajaccio)

Geografie

Der überwiegende Teil Korsikas ist gebirgig mit imposanten Schluchten. Im Unterschied zu anderen Mittelmeerinseln sind die Berge mit dichten Wäldern bedeckt. Die Westküste ist felsig, die Ostküste hat ausgedehnte Sandstrände.

Wirtschaft

Korsika verfügt über keine nennenswerte Industrie. Ausgeführt werden vor allem Zitrusfrüchte, Oliven und Wein. Zwei Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung arbeiten im Dienstleistungssektor, davon die Hälfte im Tourismus.

Geschichte

Nach jahrtausendlanger Fremdherrschaft und Unterdrückung durch wechselnde Mächte wurde Korsika 1769 von Genua an Frankreich verkauft und im Laufe des 19. Jahrhunderts in den französischen Staat integriert. In den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts gewannen Themen wie Regionalismus und kulturelle Identität an Bedeutung. 1976 wurde die nationale Befreiungsfront FLNC gegründet. Nach ihrem Verbot ging sie in den Untergrund und verübte jährlich Hunderte von Anschlägen auf Ferienanlagen und Verwaltungsgebäude. 2001 gestand ein neues Gesetz Korsika mehr Selbständigkeit zu, wurde aber teilweise für verfassungswidrig erklärt. Ein Ende der latenten Bürgerkriegssituation ist nicht in Sicht.

Sprache

Die korsische Sprache gehört zur italienisch-romanischen Sprachgruppe, ist aber kein italienischer Dialekt, sondern ein eigenständiger Abkömmling des Vulgärlateins.
Man schätzt, dass fast alle gebürtigen Korsen die Sprache verstehen und zwischen 60 und 80 Prozent sie auch sprechen. Seit 1974 wird Korsisch von der französischen Regierung als Regionalsprache anerkannt.

Aufnahme einer Meeresbucht. (Foto: SWR)
Küste Korsikas SWR Bild in Detailansicht öffnen
Brocciu, typischer korsischer Frischkäse aus Schafsmilch SWR Bild in Detailansicht öffnen
Häufig finden sich auf der Insel Spuren des bewaffneten Freiheitskampfs der korsischen FLNC SWR Bild in Detailansicht öffnen
typisch korsisches Tor SWR Bild in Detailansicht öffnen
Waldbrand auf Korsika SWR Bild in Detailansicht öffnen

La Corse en bref

Karte Frankreich - Korsika rot markiert (Foto: SWR)
Korsikas Lage in Frankreich SWR

Superficie : 8 680 km²

Nombre d'habitants : environ 260 000

Capitale : Ajaccio, 55 000 habitants

Départements et chefs-lieux : Haute-Corse (Bastia) et Corse-du-Sud (Ajaccio)

La plus grande partie de la Corse est constituée de montagnes entrecoupées de gorges spectaculaires. Ses pentes sont recouvertes d'épaisses forêts, contrairement à d'autres îles de la Méditerranée. La côte ouest est rocheuse et escarpée, la côte est est jalonnée de longues plages de sable fin. La Corse n'a pas une industrie très développée. Elle exporte surtout des citrons, des oranges, des olives et du vin. Les deux tiers de la population en âge de travailler sont employés dans le secteur des services, dont la moitié dans le tourisme.

Après des millénaires de domination étrangère et d'oppression due aux changements des pouvoirs successifs, la Corse est vendue à la France en 1768 par le pouvoir génois et rattachée à l'Etat français au cours du 19e siècle. Dans les années 70, les questions du régionalisme et de l'identité culturelle corse sont au cœur du débat politique. En 1976, le FLNC (Front de Libération Nationale Corse) est créé. Après son interdiction en 1983, il va continuer d'agir clandestinement et perpétrer chaque année des centaines d'attentats sur des complexes touristiques et des bâtiments de l'administration française. Une loi de 2001, déclarée plus tard en partie anticonstitutionnelle, concède plus d'autonomie à la Corse. Le problème de la Corse, en état latent de guerre civile, est loin d'être résolu.

La langue corse appartient au groupe italo-roman des langues romanes. Pour autant, elle n'est pas un dialecte italien mais une branche autonome du latin vulgaire. L'on estime que la grande majorité des Corses natifs de l'île la comprennent et qu'entre 60 et 80% d'entre eux la parlent. Depuis 1974, le corse est reconnu langue régionale par le gouvernement français.

Hintergrundmaterial zum gesamten Schwerpunkt

La France et ses régions | Hintergrund

551.602 Quadratkilometer

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La Réunion

10.000 Kilometer von Paris entfernt, zwischen Madagaskar und Mauritius, ragt ein kleiner Teil Frankreichs aus dem Indischen Ozean: die tropische Vulkaninsel La Réunion, einst Sklavenkolonie, heute ein gleichberechtigtes Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Trotz rasanten Bevölkerungswachstums und hoher Arbeitslosigkeit entwickelte sich die Insel zum Schaufenster Frankreichs im Indischen Ozean – dank Milliarden-Subventionen aus Paris und Brüssel.
Einzigartig ist das Völkergemisch. Kreolen, Weiße und Schwarze, Inder, Chinesen und Madegassen leben auf Réunion friedlich zusammen. Auch die verschiedensten Religionen, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten begegnen sich mit Respekt.
Eindrucksvoll ist die Natur: 3000 Meter hohe Berge und ein Vulkan, der immer noch aktiv ist, tropischer Regenwald, bizarre Felsschluchten und Wasserfälle. Die Sendung porträtiert das Leben auf der Insel aus der Perspektive zweier junger Leute. Der achtzehnjährige Luciano studiert Tourismus und träumt von einer Karriere als Sänger. Er ist stolz auf seine reunionesische Herkunft, möchte auf der Insel bleiben und mithelfen sie weiter zu entwickeln. Ganz anders denkt seine Freundin Emmanuelle. Sie ist 16, geht aufs Gymnasium, fühlt sich nach Europa hingezogen und träumt von einem Leben in Deutschland. Ihr ist die Insel zu klein.

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Rhône-Alpes

Ganz im Norden der Region Rhône-Alpes, in Hoch-Savoyen, liegt Combloux, ein charmanter Urlaubsort mit großer Tradition und Blick auf den Montblanc. Früher ließen sich hier reiche Urlauber aus ganz Europa ins Grand Hotel kutschieren, heute bevölkern vor allem Familien aus der Gegend von Paris die zahlreichen Appartements.
Fast alle Einwohner leben direkt oder indirekt vom Tourismus, und die meisten üben mehrere Berufe aus – wie Familie Chambel: Vater, Mutter und Söhne arbeiten als Skilehrer, bewirtschaften einen Bauernhof mit 40 Kühen, vermieten Appartements und betreiben ein Fliesenlegergeschäft.
In Kontrast zum wohlhabenden Norden steht der südlichste Zipfel der Region Rhône-Alpes: die Drôme provençale, eine fast menschenleere Gebirgslandschaft mit südlichem Flair. Es duftet nach Thymian und Lavendel, in den Tälern wachsen Wein, Oliven und Aprikosen. Lange Zeit war die Drôme eine vergessene Gegend, erst in letzter Zeit wurde sie von Aussteigern, Naturfreunden und Urlaubern neu entdeckt.
Viele Orte wirken heute fast verlassen, auch das Bergdorf Chalancon, wo nur noch wenige Bergbauern ausharren – darunter die Familie Servan. Der zweite Teil des Films zeigt den Alltag dreier Generationen auf einem typischen Hof mit Schafen, Ziegen, Lavendel- und Käseproduktion. Darüber hinaus wird eine Landschaft porträtiert, die zu den wertvollsten Naturparadiesen Frankreichs zählt.

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Lorraine

Ganz im Norden Lothringens liegt die Arbeiterstadt Longwy. Bis in die 1980er Jahre war sie das Zentrum der französischen Stahlindustrie, produzierte ein Fünftel des französischen Stahls. Doch dann kam die Stahlkrise. Innerhalb weniger Jahre wurden alle Fabriken geschlossen – trotz massiver Proteste der Bevölkerung. Es war der größte Arbeiterkampf in der französischen Geschichte.
Die Sendung porträtiert die Familie des ehemaligen Stahlarbeiters Roger Cuter, der mit vierzig Jahren seinen Arbeitsplatz verlor und schwere Jahre erlebte, bis er schließlich eine neue Arbeit fand. Im Kontrast zur Arbeiterstadt Longwy steht die Kunst- und Kulturstadt Nancy, der Geburtsort des französischen Jugendstils. Die Künstler der „Ecole de Nancy“, große Namen wie Daum, Gruber und Majorelle, haben überall in der Stadt ihre Handschrift hinterlassen. Eine der prächtigsten Jugendstil-Einrichtungen besitzt die Brasserie Excelsior, eröffnet 1911. Das Excelsior ist Restaurant, Bistro oder Caféhaus, je nachdem, zu welcher Tageszeit man es betritt. 60 Kellner und Köche verwöhnen die Gäste.
Dass täglich in Saal und Küche alles perfekt abläuft, dafür sorgt Eric Gérard, der verantwortliche „Maître d’hôtel“. Aus seinem Blickwinkel zeigt der Film den Tagesablauf im Excelsior. Darüber hinaus wird Eric Gérards Familie porträtiert – seine Frau Laurence führt eine traditionsreiche Bäckerei und Konditorei – ganz in der Nähe des Excelsior.

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Bourgogne

Burgund ist nicht nur eine weltbekannte Weingegend, sondern auch eine der großen Kulturregionen Europas, reich an geschichtsträchtigen Orten – wie zum Beispiel Beaune im Departement Côte d’Or, in dem das berühmteste Gebäude Burgunds, das Hôtel-Dieu, steht. Wenige Schritte entfernt befindet sich die letzte familiär betriebene Senffabrik Burgunds: das Unternehmen Fallot, das Spitzenköchen auf der ganzen Welt ein Begriff ist.
Die Sendung zeigt nicht nur die traditionelle Senfherstellung, sie porträtiert auch den Alltag der Unternehmerfamilie Désarménien – vom Großvater bis zu den Enkeln.
Im Kontrast zur reichen Côte d’Or steht das Morvan, eine sehr ländliche Gegend im Herzen Burgunds, das zu den schönsten Landschaften Frankreichs zählt. Schon die Gallier waren hier zu Hause. Auf dem Mont Beuvray befand sich ihre Hauptstadt Bibracte, damals eine Weltstadt mit 20 000 Einwohnern. In Bibracte wurde Vercingetorix zum Anführer der Gallier gewählt, dort verfasste Cäsar nach dem Sieg über die Gallier seinen Kommentar „De bello gallico“. Heute ist Bibracte der Mittelpunkt der europäischen Keltenforschung: ein Grabungsort für Archäologen aus ganz Europa mit einem hochmodernen Forschungszentrum und großem Museum.
Die Sendung beleuchtet die Detektivarbeit der Archäologen und porträtiert die Familie von Professor Guillaumet, der die Forschungen in Bibracte leitet.

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Corse: La belle et la bête

Die „Insel der Schönheit“ hat eine bewegte Geschichte. Bis heute eskaliert der Kampf der Korsen um größere Autonomie immer wieder. Der Musiker Jean-Paul Poletti, Begründer der politischen Folklore Korsikas und engagierter Kämpfer für die korsische Sache, nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel. Gemeinsam mit seinen Freunden und Weggefährten vermittelt er einen Eindruck von der Geschichte Korsikas, von den politischen Machtkämpfen und von der Musik als Ausdruck korsischer Identität.

Les druides en Bretagne

Eine Winterreise in die Bretagne bedeutet Windböen von 120 Stundenkilometern, Regenstürme und verrückte Lichtstimmungen. Sonia Mikich erlebt eine der wildesten und schönsten Regionen Frankreichs als großes Abenteuer.
Die Touristensaison ist vorbei, die Bretonen besinnen sich auf ihre Wurzeln: ein keltisches Volk, heute noch dem Aberglauben, der eigenen Kultur und Sprache zutiefst verbunden.
Sonia Mikich erfährt vom Leuchtturmwärter Serge und dem Hochseefischer Spinec Näheres über Schiffsunglücke vor der Ile de Sein und lässt sich vom alten Klett über seine Erlebnisse als Résistance-Kämpfer der ersten Stunde erzählen.
Sie besucht den Druiden und Musiker Myrdhin und seine Familie und wandert mit dem Märchenerzähler Xavier durch den Zauberwald Brocéliande, in dem Merlin gelebt haben soll.
Sie spricht mit der Familie des Bauern und Musikers Quéré über Ökologie, Politik und das Glück und begleitet die katholischen Schwestern Elisabeth und Jacqueline bei der Seelsorge.

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Planet Schule